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Wickie und die starken MännerMR 73Dumbo

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Django - Unbarmherzig wie die Sonne
Spaghetti-Western

Django - Unbarmherzig wie die Sonne

Story:
Djangos Bruder wurde von 4 Gangstern ermordet. Nachdem Django (Robin Clarke) seine Alkoholsucht unter Kontrolle bekommen hat, macht er sich auf die Suche nach den Mördern und nimmt an jedem individuelle, blutige Rache.

Meinung zum Film:
Regie bei "Django - unbarmherzig wie die Sonne" führte Mario Lanfranchi ("Die Herrenreiterin"), der auch das Drehbuch schrieb. Als Titelhelden präsentiert er den Schauspielneuling Robin Clarke, die Nebenrollen sind hingegen hochkarätig besetzt, unter anderem mit Tomas Milian ("Der Gehetzte der Sierra Madre") und Adolfo Celi ("Thunderball").

Inhaltlich gibt der Film nicht viel her. Die Stärken von "Django" liegen aber auch ganz woanders, nämlich bei seiner Art der Inszenierung. Geradezu episodenhaft nimmt Django (der übrigens wieder mal nur im deutschen Titel und der Synchro zu Django wurde, im Original heisst der Held "Cash") an den Banditen von damals Rache. Die einzelnen Akte werden dabei nicht mal filmtechnisch miteinander verknüpft, sondern es wird durch harte Schnitte jeweils die Aufmerksamkeit auf die nächste Rachestory gelegt. Zunächst trifft Django auf einen Mann, der inzwischen Farmer geworden ist. Der zweite Mörder ist Spieler geworden, der dritte ein religiöser Fanatiker und der letzte, O'Hara, ein Wahnsinniger, der süchtig nach Gold und blonden Frauen ist. Der Albino O'Hara, hervorragend dargestellt von Tomas Milian (und deutsch synchronisiert vom jüngst verstorbenen Harald Juhnke), ist der herausragendste und interessanteste der vier Banditen; Regisseur und Drehbuchautor Lanfranchi hat gut daran getan, diesen Charakter für den Schluss aufzubewahren. Psychologisch trickreich nimmt Django mit seinem jeweiligen Gegner Kontakt auf, um ihn zunächst zu zermürben und dann zu erschießen. Die Gangster werden geschickt an ihren Schwachstellen gepackt und dann für ihre Tat bestraft - und hier wird ein weiterer Unterschied zu so manch anderem Westerneinerlei deutlich, in dem erst geschossen und dann gefragt wird. Die Strategie, den Hauptpersonen jeweils einen etwas tieferen Charakter zu geben, geht ebenfalls voll auf und hebt "Django - unbarmherzig wie die Sonne" deutlich von anderen Vertretern seines Genres ab.

Leider bleibt Schauspielneuling Robin Clarke in der Titelrolle etwas blass, fast könnte man ihn als Fehlbesetzung bezeichnen. Die deutsche Synchro zollt dem Tribut, indem sie Django mit einer langweiligen, monotonen Stimme bestraft. Dies ist aber auch schon der einzige Wermutstropfen an diesem Film, der ansonsten gut besetzt ist und trotz der mageren Geschichte viel Spaß macht. Nicht zuletzt weiß auch der stimmige Soundtrack zu überzeugen!

DVD Aufarbeitung:
Am Bild gibt es nicht das geringste auszusetzen, es wurde sehr gut restauriert und verfügt über angenehme Farben und eine gute Schärfe. Alterserscheinungen treten sporadisch auf, stören aber überhaupt nicht und gehören eigentlich sowieso dazu. Der Ton liegt in Deutsch und auf Italienisch in Dolby Digital 2.0 vor und erfüllt seinen Zweck. Bei den bisher nicht auf Deutsch vorliegenden Szenen gibt es den italienischen Ton mit deutschen Untertiteln.

An Extras gibt es den deutschen und den italienischen Kinotrailer, verschiedene Vorspänne des Films und eine Bildergalerie. In einer interessanten, rund 20-minütigen, als "Making of" betitelten Dokumentation erinnert sich der Regisseur an die Dreharbeiten. Abgerundet wird das Ganze durch einen englisch gesprochenen Audiokommentar mit Regisseur Lanfranchi - leider liegen hierfür keine deutschen Untertitel vor, der englischen Sprache Mächtige werden jedoch kaum Verständnisprobleme haben. Interessant ist auch das 4-seitige Booklet, das auf 2 Seiten noch einiges zum Film zu berichten weiß. Verpackt wird das Ganze in einem aufwendig gestalteten Digipak im Schuber.

Fazit:
"Django - unbarmherzig wie die Sonne" ist ein Italo-Western, der insgesamt nicht durch seine dünne Geschichte und seinem schwachen Hauptdarsteller, sondern vor allem durch die Art der Inszenierung überzeugen kann. Die DVD ist technisch topp, die Extras sind sehr interessant und die Verpackung ist äußerst edel und ein weiteres Schmuckstück in der Sammlung - Westernfreunde müssen zugreifen!

Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
89:41 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
Dolby Digital 2.0 / Mono
Dolby Digital 2.0
Italienisch:
Dolby Digital 2.0 / Mono
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • Deutscher und italienischer Kinotrailer
  • Verschiedene Vorspänne
  • Audiokommentar von Mario Lanfranchi
  • Bildergalerie
  • Making of
  • Booklet

 

Spaghetti-Western
Django - unbarmherzig wie die Sonne
Sentenza di morte

Andreas Schultz
Kein echter "Django", durch die Art der Inszenierung aber dennoch etwas Besonderes
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Italien, 1968
Regie:
Mario Lanfranchi
Drehbuch:
Mario Lanfranchi
Darsteller:
Robin Clarke, Tomas Milian, Richard Conte

Vertrieb “Deutschland“ :
Koch Media Entertainment
DVD-Verleihstart “Deutschland“ :
31.03.2005
DVD-Verkaufsstart :
31.03.2005

Vertrieb “Schweiz“ :
Koch Media Entertainment
DVD-Verleihstart “Schweiz“ :
31.03.2005
DVD-Verkaufsstart “Schweiz“ :
31.03.2005


Special vom: 11.04.2005
Autor dieses Specials: Andreas Schultz
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