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Wickie und die starken MännerMR 73Dumbo

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Mörder des Klans
Spaghetti-Western

Mörder des Klans

Story:
Gangster Dan Hogan (Klaus Kinski) wartet zusammen mit seinen Komplizen in einer Telegrafenstation auf eine Ladung Gold, die er im Rahmen eines Banküberfalls erbeutet hat. Anschliessend will er mit der Beute nach Mexiko, und der geheimnisvolle John Webb (Paul Sullivan) soll ihn hinführen. Dieser verlangt dafür die Hälfte des Goldes, doch offensichtlich führt er noch mehr im Schilde.

Meinung zum Film:
"Mörder des Klans" ist ein recht ungewöhnlich inszenierter Italo-Western. Zum Einen gibt es, verglichen mit anderen typischen Vertretern seines Genres, vergleichsweise wenig Gewalt zu sehen, was auch die deutsche FSK-Freigabe von 12 Jahren erklärt. Zum anderen spielt die erste Hälfte des Films ausschliesslich in einer Telegrafenstation, in der die Gangster ihre Zeit mit Warten und dem Austragen von Unstimmigkeiten untereinander verbringen und nach und nach immer mehr Personen, die dann zu Geiseln gemacht werden, hinzukommen. Dieser kammerspielartige Inszenierungsstil ist für Italo-Western sicherlich ungewöhnlich, andererseits haben Regisseur Giuseppe Vari ("Kampf um Rom") und Drehbuchautor Adriano Bolzoni ("Plattfuß am Nil") diese vergleichsweise kleine Kulisse dazu genutzt, ihren Charakteren etwas mehr Tiefe zu geben.

Besonders Klaus Kinski nutzt die Chance des engen Raums, um zu zeigen, was in ihm steckt, und so läuft er in "Mörder des Klans" zur Höchstform auf, wie er es sonst später meist nur in Zusammenhang mit den Filmen seines Busenfeinds Werner Herzog getan hat, beispielsweise in "Cobra Verde". So herausragend sich Kinski in diesem Film austoben kann, so blass bleibt leider der Rest der Darstellerriege: besonders Paul Sullivan ("Die Bestie") als John Webb fällt unangenehm auf, da er leider nicht die geringste Ausstrahlung hat, die die "Helden" normalerweise selbst in den billigsten Spaghetti-Western aufweisen können. Da verwundert es nicht, dass Sullivan insgesamt überhaupt nur rund eine handvoll mal in Filmproduktionen zu sehen war. Die schauspielerische Blässe dieses Darstellers ist auch das Hauptmanko des Films, denn die Geschichte des John Webb und seine Beweggründe sind dem Zuschauer fast ebenso gleichgültig wie die Figur selbst. Das Drumherum bleibt jedoch unterhaltsam und ganz besonders die Kameraarbeit kann überzeugen. Gelegentliche, schräge Bilder in Nahaufnahme sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre und drücken dem Film seinen unverwechselbaren Stempel auf. Das vorhersehbare Ende des Westerns hält dann keine Überraschung für den Zuschauer bereit und reiht sich somit wieder in die typische Massenware dieser Zeit ein, das tut dem insgesamt guten Gesamteindruck dieses solide inszenierten Streifens aber keinen Abbruch.

Zusammenfassend ist "Mörder des Klans" ein Western, der zum ganz großen Teil von Klaus Kinski getragen wird, der sich hier in Höchstform befindet. Diejenigen, die mal einen "anderen" Italo-Western sehen möchten, sind mit diesem Film gut beraten. Wer allerdings einen klassischen Vertreter seines Genres erwartet, sollte vor dem Kauf vorsichtshalber einen Blick auf den Film werfen. Eins ist der Western aber auf keinen Fall - Durchschnitt!

DVD Aufarbeitung:
Das Bild hat gelegentliche Bildverschmutzungen aufzuweisen, die allerdings durchaus noch im Rahmen sind und den Filmgenuss nicht beeinträchtigen. Der Ton liegt auf Deutsch und auf Englisch jeweils in Dolby Digital 2.0 Mono vor, beide Spuren sind gut verständlich. Die englische Tonspur klingt allerdings etwas dumpfer als die deutsche.

An Bonus gibt es nur 2 Bildergalerien mit Aushangfotos und Plakaten zum Film, sowie eine Biographie von Klaus Kinski in Form von Texttafeln. Das ist insgesamt leider etwas zu wenig.

Fazit:
Für Kinski-Fans ist dieser ungewöhnliche Italo-Western eine unbedingte Kaufempfehlung, wer sich allerdings nach den geschilderten Fakten unsicher ist, sollte sich den Film nicht blind zulegen. Die DVD ist qualitativ gut, weist aber wenig Extras auf.

Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 12
1,85:1
1,85:1
90:00 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
Dolby Digital 2.0 / Mono
Dolby Digital 2.0
Englisch:
Dolby Digital 2.0 / Mono
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • 2 Fotogalerien
  • Biographie Klaus Kinski

 

Spaghetti-Western
Mörder des Klans
Prega il morto e ammazza il vivo

Andreas Schultz
Kinski in Höchstform in einem ungewöhnlichen Italowestern
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Italien, 1970
Regie:
Giuseppe Vari
Drehbuch:
Adriano Bolzoni
Darsteller:
Klaus Kinski, Paul Sullivan, Victoria Zinny

Vertrieb “Deutschland“ :
Koch Media Entertainment
DVD-Verleihstart “Deutschland“ :
01.10.2004
DVD-Verkaufsstart :
01.10.2004

Vertrieb “Schweiz“ :
Koch Media Entertainment
DVD-Verleihstart “Schweiz“ :
01.10.2004
DVD-Verkaufsstart “Schweiz“ :
01.10.2004


Special vom: 11.04.2005
Autor dieses Specials: Andreas Schultz
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