Story:
Django (Terence Hill) begleitet zusammen mit seiner Frau einen Goldtransport. Leider werden sie von Lucas (George Eastman), der ein Handlanger des Gouverneurs David (Horst Frank) ist, überfallen. Alle Beteiligten sterben, nur Django überlebt schwerverletzt und schwört Rache an Lucas. In den nächsten Jahren zieht er deshalb als Henker durch die Lande, rettet seine "Kundschaft" aber unbemerkt vom Galgen und baut sich so eine Kompanie von Helfern auf, um seinen Racheplan wahr werden zu lassen.
Meinung zum Film:
Es gibt mehr Western mit dem Namen "Django" im deutschen Verleihtitel als Gegner von Hartz IV. Da bei dem hier vorliegenden Film jedoch ein gewisser Franco Rossetti am Drehbuch mitgewerkelt hat, der bereits diese Position im Original-Django innehatte, kann man bei diesem Film (nicht nur deswegen) von einer wirklichen Fortsetzung sprechen, obwohl Franco Nero hier durch Terence Hill ersetzt wurde.
Und Hill schlägt sich wacker in diesem Film, der auch unter dem Namen "Joe, der Galgenvogel" bekannt ist, welcher im Dezember ebenfalls von e-m-s veröffentlicht wird. In der "Joe"-Version des Streifens wurde die tiefernste Grundstimmung durch die darin befindliche, deutsche Comedysynchronisation und massive Schnitte kaputt gemacht. Kenner der Witz-Version werden sich mit Schaudern an Hills eingebaute Sätze wie z.B. "Wenn der Dicke jetzt hier wäre, dann .." erinnern. Hier sollte ganz offensichtlich auf den damaligen Erfolgszug des Duos Spencer/Hill aufgesprungen werden. Der vorliegende Film hingegen ist bitterernst, nur ganz selten mal kommt durch einen lockeren Spruch etwas Komödien-Flair auf. Die Thematik dieses Rachewesterns hebt sich jedenfalls positiv von der italienischen Stangenware, die es in diesem Genre haufenweise gibt, ab. Das Einzige, was unglaubwürdig erscheint, ist die Geschichte um Garcia. Dieser ist einer der "Gehenkten", die darauf warten, zusammen mit Django Rache zu nehmen. Als Django sich auf die Reise macht, um Garcias Frau zu retten, die ebenfalls am Galgen enden soll, hat dieser nichts anderes zu tun, als seinem Retter und dem seiner Frau in den Rücken zu fallen, indem er Django hintergeht. Diese kleine Schwäche in der Glaubwürdigkeit eines Charakters tut dem positiven Eindruck des Films jedoch keinen Abbruch.
Die Darsteller sind allesamt gut aufgelegt. Terence Hill ("Mein Name ist Nobody", "Lucky Luke") spielt den coolen Django routiniert und überzeugend. Horst Frank ("Timm Thaler") kann als böser Gouverneur ebenfalls glänzen. George Eastman, der den sadistischen Lucas spielt, ist vielen Horrorfans als Titel-"Held" aus dem berüchtigten Splatter-Streifen "Maneater" ein Begriff. Wer immer noch Zweifel hat, dass "Django und die Bande der Gehenkten" das Etikett "Django" überhaupt verdient hat, wird spätestens am Ende des Films eines Besseren belehrt. Wer dort keine Parallelen zum Original-Film erkennt, dem ist nicht mehr zu helfen. Insgesamt darf dieser Film, der übrigens auch einen eingängigen Soundtrack vorweisen kann, in keiner ernstzunehmenden "Spaghetti-Western"-Sammlung fehlen.
DVD Aufarbeitung:
Die "schlechte" Nachricht zuerst: hin und wieder weist das Bild die eine oder andere Verschmutzung auf. Diese sind aber nur sporadisch zu sehen und können den Filmgenuss nicht im Geringsten trüben. Insgesamt wurde hier von e-m-s eine wirklich liebevolle Restaurationsarbeit geleistet, denn das Bild ist stets scharf und die Farben leuchten unaufdringlich und frisch. Der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 2.0 Mono vor und erfüllt seinen Zweck. Der DVD wurde noch eine englische Tonspur spendiert, bei der es sich wahrscheinlich aber nicht um die Originalsprache handelt. Für Fans ist dieser "Bonus" aber sicher allemal interessant.
An Extras gibt es Filmo- und Biographien in Form von Texttafeln zu Terence Hill, Horst Frank und George Eastman. Des Weiteren wurde der deutsche Kinotrailer zu diesem Film aufgetrieben und dieser DVD beigefügt. Eine Slideshow präsentiert eine Menge Aushangfotos und Pressematerial zum Film. Highlight der Special Features aber ist sicher die "Original Super 8-Fassung" dieses Films. Hier wurde der Film auf sage und schreibe 15 Minuten(!) runtergeschnitten. Auf diese Version sollte man als Fan spaßeshalber mal einen Blick werfen.
Fazit:
Ein ernster Italo-Western, dessen Story sich positiv von anderen 08/15-Western abhebt. Trotz kleiner Schwächen in der Story kann der Film voll und ganz überzeugen. Die DVD ist technisch absolut top, die Extras sind klein, aber fein und liebevoll zusammengestellt.
Daten zur DVD:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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88:33 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.0
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Englisch: Dolby Digital 2.0
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Untertitel:
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Keine
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Bonusmaterial:
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- Filmo- und Biographien
- Kinotrailer
- Slideshow
- Original-Super 8-Fassung
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Django und die Bande der Gehenkten
Preparati la bara!
Ein würdiger Nachfolger des Original-"Django"
Autor der Besprechung: Andreas Schultz
Filmdaten: Produktionsland,-jahr: Italien, 1968
Regie: Ferdinando Baldi
Drehbuch: Ferdinando Baldi, Franco Rossetti
Darsteller: Terence Hill, Horst Frank, George Eastman
Vertrieb : e-m-s DVD-Verleihstart : 21.10.2004
DVD-Verkaufsstart : 21.10.2004
Vertrieb : Impuls Home Entertainment DVD-Verleihstart : 21.10.2004
DVD-Verkaufsstart : 21.10.2004
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