Zu den darstellerischen Ikonen des Italowesterns gehören sicher Bud Spencer und Terence Hill – nicht, weil ihre Filme eventuell zu den Besten des Genres gehören, sondern weil ihre komödiantischen Western auch bei Nichtfans einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben. Darstellerisch muss auch unbedingt Clint Eastwood in dieser Reihe genannt werden, dessen Charakter dem Euro-Western sein eigenes Gesicht gab und das zigfach kopiert wurde.

Ironischerweise hat Eastwood aber nur ganze drei Italowestern gedreht – um so mehr erkennt man den Einfluss, den der „Namenlose“, den er stets verkörperte, auf das Genre hatte. In den später folgenden amerikanischen Western, in denen er mitspielte, wie zum Beispiel Ted Posts „Hängt ihn höher“ oder „Ein Fremder ohne Namen“, in dem er selbst Regie führte, ist der Einfluss, den er aus Europa mitbrachte, mehr als deutlich zu spüren. Zu den Legenden zählen auch Lee van Cleef, der ebenfalls im zweiten und dritten Teil der Dollar-Trilogie brillierte und nicht zuletzt auch Klaus Kinski, der mal in Hauptrollen („Leichen pflastern seinen Weg“) und auch in unzähligen Nebenrollen („Nobody ist der Größte“) dem italienischen Western seinen Stempel aufdrückte.

Zu den prägenden Gesichtern gehören auch Giuliano Gemma („Blutiges Blei“, „Arizona Colt“), Gianni Garko („.. und Santana tötet sie alle“) und Tomas Milian („Der Gehetzte der Sierra Madre“). Die größte Kuriosität ist sicher der Ex-Beatle Ringo Starr, der in dem hervorragenden „Blindman“, der in einer sehr guten Aufarbeitung von Koch Media erschienen ist, als Bösewicht agiert.
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