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Karl May Collection I - DVD 1: Der Schatz im Silbersee

Karl May Collection I - DVD 1:
Der Schatz im Silbersee

Story:
Irgendwo in den Bergen des Wilden Westens liegt der geheimnisvolle Silbersee. Dort soll sich ein uralter Indianerschatz befinden. Der Siedler Engel und sein Freund Patterson (Jan Sid) haben es sich in den Kopf gesetzt, diesen Schatz zu finden. Engel, der eine Hälfte des Lageplans besitzt, wird von Colonel Brinkley (Herbert Lom), dem Chef einer Bande schwer bewaffneter Tramps, ermordet. Nun schwebt auch Patterson, der die andere Hälfte der Karte bei sich trägt, in höchster Gefahr. Von Rache erfüllt jagt Engels Sohn Fred (Götz George) den Mördern seines Vaters nach. Außerdem versucht er, Patterson und dessen Tochter Ellen (Karin Dor) zu schützen. Unerwartete Hilfe erfährt der junge Heißsporn von dem Apachen Winnetou (Pierre Brice) und dessen weißem Blutsbruder Old Shatterhand (Lex Barker). Die beiden begleiten ihn auf dem gefahrvollen Weg zum Silbersee. Unter ihrer Führung jagen Fred und Ellen, die kauzigen Westmänner Sam Hawkins (Ralf Wolter) und Gunstick Uncle (Mirko Boman) sowie der weltfremde Schmetterlingsforscher Lord Castlepool (Eddi Arendt) hinter Brinkley und den Tramps her…

Meinung zum Film:
Die Geschichte über die Entstehung der Verfilmung der Abenteuer von Winnetou und seinem Blutsbruder Old Shatterhand ist spannend und interessant wie die Filme, die sie hervorgebracht hat. Die Idee ging damals vom 11-jährigen Sohn des Berliner Filmproduzenten Horst Wendlandt aus. Er stellte seinem Vater die einfache Frage, weshalb er nicht mal einen Film mit Winnetou und Old Shatterhand machen könne. Wendlandt kam ins Grübeln und ging schließlich das Risiko ein. Seinen Winnetou fand er in Pierre Brice während der Berliner Filmfestspiele 1962. Während Pierre Brice in Rom seine Rolle einstudierte, entspann sich in der deutschen Presse eine angeregte Diskussion, hielt man doch die Karl-May-Romane für unverfilmbar.

Doch mit der Uraufführung von "Der Schatz im Silbersee" am 12. Dezember 1962 in Stuttgart begann der Siegeszug des ersten deutschen Western der Nachkriegszeit, der den amerikanischen Western nicht imitieren wollte, sondern durch die romantische Vorlage der Buchromane des Schriftstellers Karl May eine eigene Mischung aus romantischen Märchen und amerikanischen Westen schuf. Regisseur Dr. Harald Reinl, der mit seinen Edgar-Wallace-Filmen seinen sicheren Instinkt für den Geschmack der breiten Masse der 60er Jahre bewies, bemerkte zu dem zweiterfolgreichsten deutschen Film (neben dem "Der Schuh des Manitu" von Michael „Bully“ Herbig) der Nachkriegszeit: "Er muss spannend sein und die Zuschauer fesseln können. Das ist wichtiger als eine reine authentische Nacherzählung." Die Mixtur aus idealer Besetzung der Heldenfiguren Old Shatterhand und Winnetou mit Lex Barker und Pierre Brice, der wilden Landschaft Jugoslawiens (heute Kroatien) und der unvergesslichen Filmmusik von Martin Böttcher zeigte ihre Wirkung. Das farbige Breitwandspektakel war lange Zeit der erfolgreichste deutsche Film seit 1945. "Der Schatz im Silbersee" wurde zur deutschen Filmlegende und die Presse jubelte: "Pierre Brice ist schuld daran, dass wir alle von einem Winnetou-Bazillus angesteckt wurden!".

Für die Außenaufnahmen hatten sich Horst Wendlandt für Jugoslawien entschieden. Die Jadran Film GmbH stellte nicht nur die Landschaft, sondern auch die 3000 Komparsen (Banditen und Indianer), 150 Pferde, die Bauten und die Kaskadeure zur Verfügung. Um die Indianer fachgerecht auszustatten, hatte man schon vorzeitig deutsche Indianerclubs und die Werkstätten der Karl-May-Festspiele Bad Segeberg mit der Fertigung der perlenbestickten Kostüme beauftragt. Der Henrystutzen, der Bärentöter und Winnetous Silberbüchse entwarf man nach den Waffen von Karl May, die er nachträglich hatte anfertigen lassen. Lex Barker trug seinen echten Navajo-Gürtel. Nur die Adlerfedern entpuppten sich als Schwanenfeder und die Bären- als Schafsfelle. Den Jagdrock Winnetous entwarf Kostümbildnerin Irms Pauli, bevor ein geeigneter Winnetou-Darsteller gefunden war.

„Der Schatz im Silbersee“ ist und bleibt, neben der Winnetou-Trilogie, der erfolgreichste der Karl-May-Verfilmungen. Hier hat Dr. Harald Reinl nichts dem Zufall überlassen und die Guten und Bösen agieren so, wie man es als Zuschauer erwartet. Um an ihr Ziel zu gelangen, scheuen die Banditen um Cornel Brinkley keine Schurkerei und Winnetou und Shatterhand stürzen sich für den Kampf für Friede und Gerechtigkeit ohne zu zögern in jedes Gefecht, so aussichtslos es noch erscheinen mag. So sieht wahrer Heldenmut aus, so edel und rein müssen wahre Helden sein und selbst die Frau, die zwar auf den ersten Blich nur als attraktive Begleiterin vorgesehen scheint, mausert sich zur toughen Kämpferin und weiss sich mit allen (ihren) Waffen zu wehren. Dieses Konzept konnte ganz einfach nur funktionieren und hat selbst nach 40 Jahre kaum von seiner Wirkung und seinem Charme eingebüsst.

DVD Aufarbeitung:
„Der Schatz im Silbersee“ bietet von allen drei Filmen in dieser Collection das beste Bild. UniversumFilm scheint wirklich aus der Restauration das Beste herausgeholt zu haben. Die Schärfe ist fast durchweg gut und lässt nur ab und zu bei Szenen mit vielen Bewegungen etwas nach. Die Farben sind kräftig und leuchtend. Defekte und Verschmutzungen wurden sehr gut entfernt und fallen nirgends störend auf. Der Kontrast sorgt in dunklen Bildbereichen für ein gutes Bild. Die Tonqualität bewegt sich auf einem guten Niveau. Bei den Dialogen kommt es ab und an zu Verzerrungen. Aber der Film hat doch schon einige Jahre auf dem Buckel. Der Raumklang hat einen Upmix auf Dolby Digital 5.1 erfahren. Dieser konzentriert sich auf die Filmmusik, die sich nun im ganzen Raum verteilt und für räumliche Effekte sorgt. Aber auch Geräusche, wie zum Beispiel die Schüsse, sind aus den unterschiedlichen Boxen zu hören.

Fazit:
Mit diesem Film hat eine der erfolgreichsten deutschen Filmserien begonnen und ist trotz zehn weiteren Filmen mit Winnetou die beste und beliebteste Karl May-Verfilmung. UniversumFilm präsentiert ihn nun digital überarbeitet in guter Bild und Tonqualität innerhalb dieser Karl-May DVD-Collection. Ein Muss für alle Fans der Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand.



Daten zur DVD:

Special Features:
  • -
Sprachen und Tonformate:
  • Deutsch:
    Dolby Digital 5.1
    Dolby Digital 5.1

  • Deutsch:
    Dolby Digital 2.0
    Dolby Digital 2.0

  • Englisch:
    Dolby Digital 2.0
    Dolby Digital 2.0
Bildformat:
2,35:1
2,35:1
Untertitel:

Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch

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Der Schatz im Silbersee
Der Schatz im Silbersee

Winnetou und Old Shatterhand in ihrem ersten Filmabenteuer - zum immer wieder ansehen!
Autor der Besprechung:
Marcel Lanthemann

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Deutschland/Jugoslawien, 1962
Vertrieb “Deutschland“ :
Universum Film
Vertrieb “Schweiz“ :
Impuls Home Entertainment
Laufzeit:
106:50 Minuten

Regie:
Dr. Harald Reinl
Drehbuch:
Harald G. Petersson (nach dem Roman "Der Schatz im Silbersee" von Karl May)
Darsteller:
Pierre Brice, Lex Barker, Karin Dor, Götz George, Ralf Wolter, Herbert lom, Marianne Hoppe, Eddi Arent, Jan Sid

DVD-Verleihstart “Deutschland“ :
2.05.2005
DVD-Verkaufsstart :
2.05.2005
DVD-Verleihstart “Schweiz“ :
2.05.2005
DVD-Verkaufsstart “Schweiz“ :
2.05.2005

FSK-Freigabe:
FSK 6


Special vom: 24.04.2005
Autor dieses Specials: Marcel Lanthemann
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