Splashpages  Home Movies  Specials  Karl May Collection  Karl May Collection III - DVD 1: Winnetou - 1.Teil
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 33 Specials. Alle Specials anzeigen...

Karl May Collection III - DVD 1: Winnetou - 1.Teil

Karl May Collection III - DVD 1:
Winnetou - 1. Teil

Story:
Die schicksalhafte Begegnung zwischen Winnetou (Pierre Brice), dem Häuptling der Apachen, und Old Shatterhand (Lex Barker) beginnt mit blutigen Kämpfen. Ausgelöst wird der Kampf durch den Bau der Bahnlinie, die den Lebensraum der Indianer zerstört. Trotz anderer Abmachungen gelingt es dem geld- und machtgierigen Santer (Mario Adorf), die Linie mitten durch das Gebiet der Apachen zu legen. Als Abgesandter der Eisenbahngesellschaft versucht Old Shatterhand, Santer von seinem Plan abzubringen und die Indianer zu versöhnen. Nichts ahnend von seinen guten Absichten sehen die Apachen in ihm einen Feind. Old Shatterhand muß zunächst einen Zweikampf gegen Winnetou bestehen, bevor er dessen Vertrauen gewinnt. Nach etlichen gemeinsamen Abenteuern schließen die beiden Blutsbrüderschaft. Dies ist ganz im Sinne von Winnetous Schwester Nscho-Tschi (Marie Versini), in die sich Old Shatterhand verliebt hat. Doch die Idylle dauert nicht lange. Bei einem Überfall von Santers Leuten werden Nscho-Tschi und Winnetous Vater Inschu-Tschuna (Mavid Popovic) getötet.

Meinung zum Film:
Mit "Winnetou I" startete Horst Wendlandt ein halbes Jahr nach dem "Schatz im Silbersee" die erfolgreiche Karl-May-Film-Serie. Pierre Brice erhielt einen Vierjahres-Vertrag. Damit war der neugeborene Winnetou-Star Garant für eine Reihe zukünftiger Karl-May-Filme. Bis auf wenige bedeutende Ausnahmen (Marie Versini, Mario Adorf) war es das gleiche Team - fast 120 Köpfe zählend, das in die die Küstenorten Zadar, Sibenik und Rijeka aufbrach. Dieses Mal mit einem Etat von etwa 2 Mio. Euro ausgestattet. Die Dekorationen und die 150 Pferde mit ihren 50 Stuntmen nahmen den größten Anteil ein. Neben dem indianischen Pueblo entstand die Western-Stadt Roswell mit dem großen Saloon, der für diesen Film dreimal aufgebaut werden musste. Karl-May-Film-Kenner wissen, dass eine Westernlok in 10 s ihn in Grund und Boden rammt. Für diesen Effekt holte man nicht nur aus einem Museum in Belgrad eine alte Lokomotive, baute sie kurzerhand in eine Lokomotive der Great Western Railroad um, sondern erweiterte die Streckenführung der jugoslawischen Staatsbahn, obwohl "amerikanisches Westernfeeling" in dem sozialistischen Jugoslawien nicht gerade erwünscht war.

Schließlich erforderten die unwegsamen 15 verschiedenen Drehorte besondere logistische Lösungen: In 150 Versandkisten wurde der Requisitenfundus von Drehort zu Drehort transportiert. In einer Karawane von 30 Personen- und Lastkraftwagen folgten die Darsteller und das Produktionsteam. Da es in Jugoslawien nach wie vor keine Büffel gibt, bediente man sich eines Tricks zur Aufnahme von Santers Büffeljagd. Man schnitt einfach Szenen aus dem amerikanischen Western "The Last Hunt" ein. Fanden die Dreharbeiten zu "Der Schatz im Silbersee" noch unbeobachtet von den Medien statt, verfolgte ein Fernsehteam die Dreharbeiten zu "Winnetou 1" für eine 30minütige Fernsehsendung "Winnetou in den Schluchten des Balkan". Diese war der Anfang der umfangreichsten Pressekampagne für einen Kinofilmserie der 60er Jahre in Deutschland. "Winnetou I" wurde 1964 in Paris und 1965 in Los Angeles uraufgeführt.

Nach dem überwältigenden Erfolg des „Schatz im Silbersee“ war es ganz klar, ein weiterer Film mit Winnetou und Old Shatterhand musste her und was bot sich da besser an, als die „Winnetou“-Trilogie aus der Buchvorlage. An dieser orientierten sich die Drehbuchautoren dann auch noch ein klein wenig, was in den folgenden zwei Teilen nicht mehr der Fall war und deshalb können sich die Karl May-Fans noch halbwegs mit diesem Film zufrieden geben. Der Film hat alles, was einen Western auszeichnet und obendrein noch eine gehörige Portion Humor, die im „Silbersee“ schon angewendet wurde und die in der ganzen Reihe weiterhin angewendet wurde. Auch wenn der Film „Winnetou – 1.Teil“ heisst, steht Old Shatterhand im Mittelpunkt der Geschichte. Aus seiner Sicht wird das Abenteuer erzählt. Noch hat Pierre Brice wenige Dialoge, dies wird sich mit Fortlauf der Trilogie noch ändern.

DVD-Aufarbeitung:
Die DVD bietet meist eine gute Bildschärfe. Allerdings haben sich immer wieder Szenen eingeschlichen, in denen sie etwas abnimmt. Zu Beginn des Films finden sich immer wieder deutliche Helligkeitsschwankungen, die aber schnell besser werden und im restlichen Film meist nur noch bei Außenaufnahmen mit viel Himmel auffällig werden. Die Farben sind schön kräftig und der Kontrast sorgt für ein sattes Schwarz. Die Vorlage wird von unterschiedlich starkem Rauschen begleitet, welches aber nur ganz selten einmal störende Ausmaße annimmt. Meist wurde es mittels Rauschfilter eingedämmt, wobei dann aber auch leichte stehende Rauschmuster entstanden sind. Die Tonqualität bewegt sich über weite Strecken auf einem guten Niveau. Nur selten klingt er dumpfer als man es beim vorliegenden Alter erwarten würde. Bei den Dialogen kommt es ab und an zu minimalen Verzerrungen. Der Raumklang hat einen Upmix auf 5.1 erfahren. Dieser kam in erster Linie der Musik zugute, welche sich nun immer wieder auf allen Lautsprechern breit macht und dadurch eine gewisse Räumlichkeit erzielt. Aber auch Geräusche, wie beispielsweise galoppierende Pferde findet man nun außerhalb des Centers. Besonders auffallend sind dann noch Schüsse, die aus den unterschiedlichen Boxen ertönen.

Fazit:
Nach dem erfolgreichen „Schatz im Silbersee“ reist die sich gerade im Aufbau befindende Karl May-Kinoreihe zu den Anfängen der Geschichte von Winnetou und Old Shatterhand zurück und zeigt wie die beiden Freunde zu Blutsbrüdern wurden. Der Film versprüht den ganz besonderen Charme von Karl May, dem man sich nur schwer entziehen kann. Die Figuren sind mit ihren Darstellern perfekt besetzt und werden fortan nur noch mit diesen Charakteren in Verbindung gebracht. Pierre Brice und Marie Versini werden zu den beliebtesten Filmstars der deutschen Jugend Mitte der Sechziger Jahre.

Daten zur DVD:

Special Features:
  • -
Sprachen und Tonformate:
  • Deutsch:
    Dolby Digital 5.1
    Dolby Digital 5.1

  • Deutsch:
    Dolby Digital 2.0
    Dolby Digital 2.0

  • Englisch:
    Dolby Digital 2.0
    Dolby Digital 2.0
Bildformat:
2,35:1
2,35:1
Untertitel:

Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch

winnetou_1_cover.jpg

Winnetou - 1. Teil
Winnetou - 1. Teil

Nach dem "Schatz im Silbersee" erzählt "Winnetou I" wie die Brudsbrüderschaft entstand.
Autor der Besprechung:
Marcel Lanthemann

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Deutschland/Jugoslawien, 1963
Vertrieb “Deutschland“ :
Universum Film
Vertrieb “Schweiz“ :
Impuls Home Entertainment
Laufzeit:
96:57 Minuten

Regie:
H.G. Petersson und Piet ter Ulen (nach dem Roman "Winnetou - 1. Teil" von Karl May)
Darsteller:
Pierre Brice, Lex Barker, Mario Adorf, Marie Versini, Ralf Wolter, Chris Howland, Dunja Reiter

DVD-Verleihstart “Deutschland“ :
2.05.2005
DVD-Verkaufsstart :
2.05.2005
DVD-Verleihstart “Schweiz“ :
2.05.2005
DVD-Verkaufsstart “Schweiz“ :
2.05.2005

FSK-Freigabe:
FSK 6


Special vom: 24.04.2005
Autor dieses Specials: Gastautor
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials