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Special Edition - DVD 2 & Audio-CD


MILLION DOLLAR BABY - SPECIAL EDITION

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DVD 2: Das Bonusmaterial

„Zum Kämpfen geboren“
Im Mittelpunkt dieser Dokumentation (Dauer 20 Minuten) stehen die Profiboxerin und Beraterin Rijker und Schauspielerin Hilary Swank. Erstere berichtet von ihren Erfahrungen aus dem Boxsport und wie sie sich Respekt und Siege erkämpft hat. Hilary Swank plaudert über ihre Einstellung gegenüber dem Boxen und ihr schweisstreibendes Training. Dabei hat der Hollywoodstar schnell erkannt warum Männer und Frauen in den Ring steigen und sich verprügeln lassen und selber austeilen. Diese und auch die noch folgenden Extras haben eines gemeinsam, sie passen hervorragend zur Art und Weise wie Clint Eastwood „Million Dollar Baby“ inszeniert hat. Hier wird sachlich über den Film diskutiert und erzählt, ohne dass die Schauspielerin den Regisseur oder umgekehrt lobt usw. Es macht wirklich Spass diese Dokumentationen zu schauen.

„Gesprächsrunde mit James Lipton“
Gerade mal einen Tag nach der Oscar-Verleihung stellten sich Clint Eastwood (Bester Film, Beste Regie), Hilary Swank (Beste Hauptdarstellerin) und Morgan Freeman (Bester Nebendarsteller) in einer lockeren Gesprächsrunde den Fragen des TV-Moderator James Lipton. Nachdem er ihnen für die gewonnen Awards gratuliert hat, reden die vier ganz locker und ungezwungen über den Film, die Schauspielerei und ihre Karrieren. Dabei erzählt Hilary Swank ausführlich wie sie Schauspielerin wurde und ihre Mutter die gemeinsamen Koffer gepackt hat und mit ihr nach Los Angeles gezogen ist, weil sie vom Talent ihrer Tochter überzeugt war. Das Interview dauert 24 Minuten und unterscheidet sich wohlwollend von den sonst üblichen Promoaktionen rund um die Kino-Veröffentlichungen aus Hollywood.

„Die Produzenten – Runde 15“
Den ungewöhnlichen Werdegang dieses Projekts erzählen in diesem Extra die Produzenten Albert Ruddy und Tom Rosenberg. Dabei zeigt es sich, dass die Verhandlungen mit Autor F.X. Toole – der im Jahr 2002 verstorben ist – keine leichte Angelegenheit war und ziemlich Überzeugungskraft brauchte. Drehbuchautor Paul Haggis weiss zu berichten, dass Clint Eastwood seinen ersten Entwurf ohne Änderung akzeptierte und erst während der Dreharbeiten anfing am Script Änderungen vorzunehmen.

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Audio-CD: Der Soundtrack

Clint Eastwood entwickelt sich immer mehr zum Universaltalent, denn von Film zu Film übernimmt der Allrounder mehr Aufgaben vor und hinter der Kamera. Bei „Million Dollar Baby“ spielt der 74-jährige den Boxtrainer Frankie Dunn, führt Regie, zeichnet für die Produktion verantwortlich und profiliert sich auch gleich noch als talentierter Score-Schreiber. Bei früheren Hollywood-Arbeiten wie „City Heat“ und „Bronco Billy“ hatte er ja schon gelegentlich Songs aus seiner Feder beigesteuert, seit „Die Brücken am Fluss“ übernimmt er jedoch immer häufiger gleich die Komposition des kompletten Soundtracks.

Ließ er sich dabei anfangs gern von Profi Lennie Niehaus unter die Arme greifen, so steht er bei „Million Dollar Baby“ endgültig auf eigenen Füßen -- und macht dabei eine sehr gute Figur.

Der Jazz- und Bluesfan, Freizeitpianist und Filmmusik-Quereinsteiger zeigt in dem Drama aus dem Boxermilieu, dass er der Aufgabe gewachsen ist. Er hat sich Streichersätze einfallen lassen, die einem Ennio Morricone zur Ehre gereichen würden ("It's Nice Viewing", "May Have To Lose It"), beweist in Miniaturen für eine Akustikgitarre sein Gespür für Klangdetails ("Boxing Montage") und unterstützt die Filmhandlung geschickt mit spannenden Sound-Szenarien ("Blue Bear"). Mag sein, dass einige Melodiemotive etwas simpel gestrickt sind und nicht jeder Track unabhängig von den laufenden Bildern vor dem Ohr des Hörers bestehen kann, für einen Filmkomponisten im zweiten Bildungsweg macht Clint Eastwood seine Sache aber erstaunlich gut.

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Autor der Besprechung: Marcel Lanthemann

Copyright (c) 2005 der Bilder by Plazavista Entertainment


Special vom: 10.09.2005
Autor dieses Specials: Gastautor
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