Splashpages  Home Movies  Specials  Harry Potter und der Feuerkelch  Champions und Wettkämpfe - Teil 3
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 33 Specials. Alle Specials anzeigen...

Champions und Wettkämpfe - Teil 3


CHAMPIONS UND WETTKÄMPFE – Teil 3

Harry bemüht sich redlich, sich nicht von Moodys unorthodoxen Methoden oder Rita Skeeters heimtückischem Klatsch ablenken zu lassen, weil er eine Konfrontation mit Lord Voldemort fürchtet – der dunkle Zauberer hat einst seine Eltern ermordet. „Du-weißt-schon-wer“, wie ihn die Bewohner der Zaubererwelt ängstlich nennen, ist brutal und teuflisch gnadenlos. Harry hat als Einziger den Todesfluch des Dunklen Lords überlebt – ein erstaunliches Kunststück, bei dem sein Gemüt erheblich stärker in Mitleidenschaft gezogen wird, als die Narbe auf seiner Stirn vermuten lässt. „Mit dem Begriff ,Feindschaft‘ lässt sich diese Beziehung nur ungenau beschreiben“, sagt Radcliffe. „Harry hasst Voldemort mit jeder Faser seines Körpers. Er will ihn umbringen, weil er seine Eltern auf dem Gewissen hat. Gleichzeitig hat er Todesangst vor ihm.“

„Es ist sehr schwer, jemanden darzustellen, der das absolut Böse verkörpert“, überlegt Ralph Fiennes, der in seiner Karriere viele heroische, romantische und schurkische Rollen gespielt hat, zum Beispiel in „The Constant Gardener“ (Der ewige Gärtner), „Red Dragon“ (Roter Drache), „Maid in Manhattan“ (Manhattan Love Story), „The English Patient“ (Der englische Patient) und in „Schindler’s List“ (Schindlers Liste), der ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. „Als ich mit Mike über die Figur sprach, wollten wir Voldemort eine gewisse Menschlichkeit verleihen, weil man das ,Böse an sich‘ unmöglich darstellen kann. ,Das Böse‘ wird oft mit knirschenden Zähnen und Geifer gezeigt. Ich wollte Voldemorts Bösartigkeit subtiler und umso fürchterlicher demonstrieren. Sie entsteht aus Angst, Frust und Unglück. Als Kind war Voldemort unerwünscht. Er verlebte eine sehr unglückliche Kindheit – da ist die Ursache seiner Wut, seiner Eifersucht, seines Hasses zu suchen.“ „Die Liebe ist ein Fremdwort für Voldemort“, stellt Heyman fest. „Er empfindet sie als Schwäche. Er ist die Verkörperung des absolut Bösen, wirkt attraktiv und charismatisch. Ralph ist ein tief schürfender Schauspieler – er versteht es hervorragend, Voldemorts unheimliches Charisma angemessen komplex zu umreißen.“


Voldemort kocht vor Wut, weil Harry Potters Legende – der Junge, der überlebt hat – ihn selbst in den Schatten stellt. Deswegen hat er die vergangenen 13 Jahre darauf verwandt, die Macht zurückzuerlangen, die er in jener Schicksalsnacht verloren hat, als Harrys Eltern umkamen. Mit Hilfe seines wimmernden Dieners Wurmschwanz nimmt der Dunkle Lord triumphierend wieder menschliche Gestalt an, um Harry ein für alle Mal den Garaus zu machen.

„Mike wollte unbedingt Voldemorts plötzliche Stimmungsschwankungen, seinen Jähzorn ausloten“, sagt Fiennes. „Manchmal bricht seine Wut auf Harry explosionsartig aus ihm hervor, manchmal kann er aber auch fast freundlich wirken. Man weiß nie so recht, woran man bei ihm ist. Wenn jemand charmant auftritt, aber man dennoch das Gefühl bekommt, dass er urplötzlich gewalttätig werden könnte, wirkt er unglaublich furchterregend. Wenn ich mit jemandem am Tisch sitze, der mir ein Glas Wein und Geschenke anbietet, obwohl ich weiß, dass er meine Frau erstochen hat, dann geht mir das echt an die Nieren.“ „Als Voldemort jagt uns Ralph wirklich Angst ein“, bestätigt Newell. „Man spürt, dass er wahnsinnig ist – seine Augen verraten das. Wenn er auf der Leinwand erscheint, bin ich jedes Mal starr vor Schreck.“

„Eine sehr anstrengende Erfahrung“, sagt Radcliffe über seine Szenen mit Fiennes. „Ich habe ihm bei der Arbeit zugeschaut und daraus gelernt – wie er seinen Körper, seine Hände einsetzt, vor allem, als Voldemort erstmals wieder menschliche Gestalt annimmt. Einfach fantastisch.“ „Daniel muss sich einiges von mir gefallen lassen“, schmunzelt Fiennes. „Dieser Junge steht einem Mann gegenüber, der ihm den Finger in die Wunde am Kopf bohrt, lacht und sich am Schmerz des anderen weidet. Er muss die Agonie und die Angst spielen, ohne dies durch viele Worte ausdrücken zu können. Ich bewundere ihn sehr.“


Wie Voldemort aussehen sollte, wurde lange und sorgfältig überlegt, denn erstmals in der „Harry Potter“-Filmserie erscheint der Dunkle Lord komplett in menschlicher Gestalt. „Als Ralph die Rolle übernahm, fragte mich David Heyman: ,Du wirst ihm doch irgendeine Maske verpassen, nicht wahr?‘“, erinnert sich Newell. „Das habe ich aber gleich abgelehnt. Denn Ralph kann das Böse spielen. Er baggert es aus den Tiefen seiner Psyche hervor. Doch am Wochenende zu Hause überlegte ich dann trotzdem: Eigentlich sollten wir tatsächlich etwas mit seinem Gesicht machen.“ „Meine Nichten und Neffen wollten unbedingt die Dreharbeiten besuchen, um ihren Onkel Ralph als Voldemort zu erleben“, erinnert sich Fiennes. „Als sie schließlich kamen, erkannten mich gar nicht!“

Der für die Monstereffekte zuständige Nick Dudman und sein Team entwickelten das Konzept für Voldemorts Make-up: Mit minimalen Maskenteilen und Abziehbildern entstand so die Illusion einer fast durchsichtig blassen Haut – ein Geflecht von Adern zieht sich über seinen Schädel, seine Arme und Hände. „Das Make-up ist ebenso einfach wie wirkungsvoll“, stellt Fiennes fest, der sich den Kopf, die Arme und die Brust zu diesem Zweck rasieren ließ. „Ich wollte nur minimales Make-up tragen, um mich möglichst frei bewegen zu können. Wir gehen von der Vorstellung aus, dass Voldemort gerade erst in seine neue Haut geschlüpft ist. Er empfindet den Körper als ungewohnt, probiert ihn aus und genießt die damit verbundenen Kräfte.“


Für Voldemorts schwarz wallendes Leichentuch verwendete man leichte Seide. Er wirkt dadurch wie ein „schwebendes Reptil“ – so beschreibt Fiennes sein Kostüm. „Wenn man Voldemort in der Gesamtansicht erblickt, trägt er ein schwarzes, wallendes Gewand. Keine Schuhe. Irgendwie passte es nicht, dass er Schuhe trägt. Er ist doch eben erst aus einem Kessel gestiegen.“ „Uns schwebte ein möglichst einfaches Kostüm vor, das sich von den schweren Anzügen der Professoren abhebt“, fügt Heyman hinzu. „Es wirkt sehr spartanisch, hat kaum Ornamente, weil er von Ästhetik nichts hält. Wenn die Todesser auch auf Schmuck und Flitter stehen, so gilt das nicht für Voldemort.“ Die gefilmten Bilder überarbeitete später das Effekteteam: Im Computer wurde Fiennes’ Nase abgeflacht und Schlitze hinzugefügt – dieser Schlangenlook verstärkt Voldemorts Slytherin-Herkunft. „Das wirkt echt gruselig“, sagt Heyman über Fiennes’ digitale Verwandlung. „Aber auf sehr subtile, beunruhigende Art.“

© 2005 Warner Bros. Ent.
Harry Potter Publishing Rights © J.K.R.

Harry Potter characters, names and related indicia are trademarks of and © Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.


Special vom: 05.11.2005
Autor dieses Specials: Gastautor
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials