Story: Django - 10.000 blutige Dollar
Django (Gianni Garko) ist ein Kopfgeldjäger, der unter 10.000 Dollar Prämie gar nicht erst seinen Coltabzug krümmt. Bis er eines Tages auf den gesetzlosen Manuel (Claudio Camaso) trifft, der die hübsche Dolores (Adriana Ambesi) entführt hat. Der Vater des armen Mädchen macht einen guten Preis für die Rettung der Tochter, also macht sich Django auf die Suche nach Manuel ...
Django, der Bastard
Django (Gianni Garko) wird beschuldigt, seinen Vater ermordet zu haben. Der wahre Schuldige ist aber sein Bruder Clint (Claudio Camaso). Django möchte nun endlich Rache nehmen und macht sich auf die Suche nach seinem abtrünnigen Blutsverwandten, doch die gemeinsame Mutter hat Django auf ihrem Sterbebett das Versprechen abgenommen, Clint nicht zu töten ...
Django - Die Bibel ist kein Kartenspiel
Django (John Richardson) verdient sein Geld als herumreisender Zirkusartist und zeigt sein Können mit dem Colt. Seine Ähnlichkeit mit dem Gangster Coler (John Richardson) bringt ihn allerdings in Schwierigkeiten. Ein Kopfgeldjäger ist ihm auf den Fersen und eine Bande Mexikaner verwechselt Django ebenfalls mit dem Banditen und möchte das Gold haben, das dieser einst raubte und nun versteckt. Nachdem sich das Missverständnis aufgeklärt hat, machen sich alle getrennt auf die Suche nach Coler ...
Meinung zum Film:
"Django der Bastard" und "Django - 10.000 blutige Dollar" haben einige Gemeinsamkeiten: beide entstanden kurz hintereinander im Jahre 1968 und bei beiden schrieb Ernesto Gastaldi am Drehbuch mit, der diesen Job später auch bei "Nobody ist der Größte" übernahm. Auch das Gut/Böse-Team ist in beiden Filmen das gleiche: auf der einen Seite Gianni Garko (in den Filmen unter seinem Pseudonym "Gary Hudson" auftretend), auf der anderen Seite Claudio Camaso als Gegenspieler. Claudio Camaso ist ebenfalls nur ein Pseudonym, aber diesmal nicht aus Werbezwecken, sondern es handelt sich bei diesem Darsteller um den jüngeren Bruder von Gian-Maria Volonte ("Für eine Handvoll Dollar"/"Für ein paar Dollar mehr"). Camaso wollte sich nicht in der Sonne seines erfolgreichen Bruders bräunen und grenzte sich mit der Namensänderung ab - die äußerliche Ähnlichkeit ist jedoch unverkennbar. Garko und Camaso bilden in ihren Filmen ein tolles und überzeugendes Anti-Team. Garko braucht sich auch nicht vorwerfen zu lassen, ein "Franco-Nero-Verschnitt" zu sein, sondern bringt durchaus seine eigene Persönlichkeit in die Filme ein. Camaso überzeugt in beiden Filmen ebenfalls als Bösewicht, hin und wieder hat man jedoch das Gefühl, dass er etwas Overacting betreibt - Spaß macht seine Bildschirmpräsenz aber auf alle Fälle. Die "blutigen Dollar" bieten darüber hinaus eine überraschende Wendung, die im brutalen Spätwerk "Mannaja" nochmals aufgegriffen wurde, und einen Django, den man nicht genau in Gut oder Böse einteilen kann. Einen ähnlich zweigespaltenen Charakter bietet Garko dann auch im "Bastard", in dem er einerseits seinen Bruder töten möchte, andererseits in Rückblenden an gemeinsame, ausgelassene Reitertouren mit ihm denken muss. Beide Filme bieten insgesamt Italo-Feeling pur und sind von Anfang bis Ende überzeugend.
Der dritte Kandidat in der Reihe, "Die Bibel ist kein Kartenspiel" fällt inhaltlich gegen die anderen beiden Filme leider etwas ab. Nicht ganz unschuldig daran ist Hauptdarsteller John Richardson. Aus dieser in der Originalfassung ganz anders genannten Hauptfigur in der deutschen Fassung einen "Django" zu machen, war keine gute Idee des damaligen Kinoverleihers, denn die im Original genannte Figur "Bill" hat nun wirklich gar nichts von dem, was man von einem "Django" erwartet. Darüber hinaus bleibt Richardson in seiner Doppelrolle als Held und Bösewicht blass und die Handlung des Films ist etwas wirr. Zumindest ist das "Kartenspiel" erträglich, hinterlässt aber nach dem Sehen keinen bleibenden Eindruck beim Zuschauer.
Insgesamt betrachtet wird man bei den Filmen dieser Box erstklassig unterhalten, da nimmt man auch das etwas unmotivierte "Kartenspiel" gern in Kauf. Besonders das Duo Garko/Camaso überzeugt und macht die Filme zu herausragenden Beiträgen zum Genre. Bei "Django der Bastard" handelt es sich nicht um den im Original genannten "Django il bastardo". Dieser Titel hieß beim deutschen Kinostart "Django und die Bande der Bluthunde" und ist in Deutschland auf DVD in Anlehnung an den Originaltitel ebenfalls unter dem Namen "Django, der Bastard" erschienen.
DVD Aufarbeitung:
Das Bild befindet sich bei allen 3 Filmen auf demselben, außerordentlich guten Niveau. Bildverschmutzungen und -fehler sind Fehlanzeige, statt dessen glänzt das Bild mit frischen Farben und einem angenehmen Kontrast. Der Ton liegt auf deutsch oder auf italienisch in Dolby Digital 2.0 vor und ist stets gut verständlich.
An Extras gibt es zu jedem Film eine Bildergalerie mit seltenen Aushangfotos sowie den deutschen und den italienischen Trailer. Highlight der Special Features ist sicher das sehr interessante, deutsch untertitelte Interview mit Gianni Garko und seinen Erinnerungen an seine filmische Vergangenheit. Als 4. Disc liegt dem Set eine Soundtrack-CD bei. Sehr interessant und aufschlussreich ist auch das ausführliche Booklet mit vielen Fakten über das "Django"-Genre. Aufgemacht ist das gesamte Set wie die hochgelobte "Sollima-Box".
Fazit:
Trotz des eher schwächeren "Die Bibel ist kein Kartenspiel" kann die "Django - Italo-Western-Box" in allen Punkten überzeugen: tolle Qualität der Filmaufarbeitung, hübsche Aufmachung wie bei der Sollima-Box und erstklassige Extras machen diese Box wieder mal zu einem unbedingten Muss für alle Genre-Fans - zugreifen!
Daten zur DVD:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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Django 10000 blutige Dollar 93:29 Minuten
Django der Bastard 91:34 Minuten
Django Die Bibel ist kein Kartenspiel 88:31 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.0
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Italienisch: Dolby Digital 2.0
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch
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Bonusmaterial:
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- "Mondo Garko": Interview mit Gianni Garko
- Deutsche / italienische Trailer
- Bildergalerien
- umfangreiches Booklet
- Soundtrack-CD
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Django - 10.000 blutige Dollar / Django, der Bastard / Django - Die Bibel ist kein Kartenspiel
10.000 dollari per un massacro / Django il bastardo / Execution
Erstklassige Box für alle Spaghetti-Western-Fans
Autor der Besprechung: Andreas Schultz
Filmdaten: Produktionsland,-jahr: Italien, 1967-1968
Regie: Domenico Paolella, Giovanni Fago, Romolo Guerrieri
Drehbuch: Ernesto Gastaldi, Fernando Franchi
Darsteller: John Richardson, Gianni Garko, Loredana Nusciak
Vertrieb : Koch Media Entertainment DVD-Verleihstart : 02.09.2005
DVD-Verkaufsstart : 02.09.2005
Vertrieb : Koch Media Entertainment DVD-Verleihstart : 02.09.2005
DVD-Verkaufsstart : 02.09.2005
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