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Edgar Wallace Edition 10 TV-Serie (1997 - 1998)

Edgar Wallace Edition 10

Story:
Das Haus der toten Augen
Als der Millionär Gordon Stuart (Christoph Felsenstein) auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, kurz nachdem er dem Blindenheim von Reverend Dearborn (Udo Samel) in seinem Testament sein gesamtes Vermögen vermachte, beendet Scotland-Yard-Inspektor Higgins (Gunter Berger) extra seinen gerade erst begonnenen Urlaub, um der Sache nachzugehen.

Die unheimlichen Briefe
Erst sind es nur Anzeigen in der Times, die mit ihren Reimen zu Unruhen bei drei Londoner Gangstern führen. Diese sind auch begründet, wie sich bald herausstellt, da zwei von ihnen getötet werden. Inspektor Higgins (Gunter Berger) und Assistentin Lane (Mariella Ahrens) machen sich auf die Suche nach den Drahtziehern.

Die vier Gerechten
Lord Paddington (Rüdiger Kuhlbrodt) stirbt bei einem Sprengstoff-Attentat. Am Tatort findet sich eine Botschaft der "vier Gerechten", in denen diese behaupten, dass der angesehene Lord alles andere als ehrenwert war. Inspektor Higgins (Gunter Berger) und seine Assistentin Kate Nelson (Rebecca Immanuel) machen sich auf die Jagd nach den selbsternannten Rächern.

Whiteface
Der gefürchtete Räuber mit dem Namen "Der weiße Clown" taucht gemeinsam mit einem Wanderzirkus wieder in London auf und setzt sein für lange Zeit unterbrochenes Treiben fort. Scotland-Yard-Inspektor Higgins (Gunter Berger) und seine Assistentin Lane (Mariella Ahrens) heften sich an die Fersen des Verbrechers.

Meinung zum Film:
Nachdem die 9. Editions-Box der "Edgar Wallace"-Reihe alles andere als empfehlenswert war, machte zumindest der letzte Titel aus der Box ein wenig Hoffnung auf das, was noch kommt. Der von Wolfgang F. Henschel gedrehte "Das Schloss des Grauens" konnte sich von den anderen, höchst albernen Filmen abheben und die vier in der 10. Edition enthaltenen Streifen wurde nun alle von dem auch für den "Bullen von Tölz" tätigen Regisseur abgefilmt. Dabei wurde wieder wesentlich mehr Wert auf eine konsequent fortgeführte Krimi-Handlung mit ein wenig Spannung gelegt und sich nicht mehr auf dumme Albernheiten und dämliche Dialoge verlagert. Vor allem Eddi Arent in der Rolle des etwas spleenigen, aber dennoch ernstzunehmenden Sir John weiß deutlich mehr zu gefallen als Leslie Phillips in der Darstellung eines senilen Deppen. Seine Sekretärin Ann Pattison übernimmt dafür den Part des störenden Individuums, denn mit ihrer hölzernen Art stellt Darstellerin Rosalind Baffoe mit jeder Aktion unter Beweis, dass Schauspielern für sie eindeutig die falsche Berufswahl darstellt.

Auf große Gastauftritte wurde in den letzten vier Filmen der Edgar-Wallace-TV-Reihe verzichtet. Es wurde auf durchschnittliche TV-Darsteller zurückgegriffen, die ihre Arbeit weitestgehend ausreichend gut vollbringen. Günter Berger spielt in allen 4 Filmen die Rolle des Inspektor Higgins, wobei er zwar keine große Akzente setzen kann, aber immerhin auch niemals für Tiefpunkte sorgt. Am bekanntesten bei den Darstellern dürfte Dschungel-Camp-Jane Mariella Ahrens sein, die aber mehr schmückendes Beiwerk als für die Storyentwicklung besonders wichtig ist. Doch zumindest in dieser Hinsicht kann sie überzeugen und sorgt im direkten Vergleich zu ihren Kolleginnen Petra Kleinert und Rebecca Immanuel, die in zwei Episoden jeweils einen Auftritt als Yard-Beamtin haben, am ehesten für den Blickfang.

Doch für den großen Glanz der alten Wallace-Filme kann auch sie nicht sorgen. Die von 1997-1998 gedrehten Folgen wurden nicht wie geplant direkt nach Drehschluss auf RTL ausgestrahlt, sondern landeten auf Grund der Erfolglosigkeit der ersten drei TV-Beiträge im Archiv, bevor sie 2002 auf dem Spartenkanal "Super RTL" zu ihrer Erstausstrahlung kamen. Umgekehrt wäre es sicherlich fairer gewesen, da die letzten Folgen der Serie deutlich besser sind als die ersten drei. Aber eine x-te Aufwärmung der "toten Augen von London" stellt garantiert kein Highlight mehr dar, Wallace-Freunde können die Handlung fast schon szenengenau voraussagen. Neue Ansätze wie in "Whiteface" wurden ganz passabel umgesetzt, lassen aber den Wallace-Flair vermissen, welcher die Qualität der alten RIALTO-Filme ausgemacht hat. Wenn die TV-Filme etwas deutlich klar machen, dann, dass sich manche Dinge einfach nicht wiederholen lassen. Darunter fallen mit Sicherheit auch Verfilmungen zu Werken von Edgar Wallace.

DVD Aufarbeitung:
Im Gegensatz zu der 9. Editions-Box fällt das Rauschen im Bild etwas milder aus, und es reicht zu einem durchschnittlichen TV-Standard. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist weiterhin klar verständlich.

Extras gibt es auch auf den DVDs keine zu finden. Die Medien werden wie bei der 9. Box wieder im schön gestaltetem Digipak ausgeliefert.

Fazit:
Die 10. Editions-Box der "Edgar Wallace"-Reihe bietet ordentliche TV-Unterhaltung, die deutlich besser ausfällt als der überwiegende alberne Quatsch der 9. Edition. An die alten Wallace-Filme reichen sie zwar nicht heran, sind aber durchaus ausreichend für ein paar entspannte Stunden vor dem TV.

Daten zur DVD:

FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 16
1,66:1
1,66:1

Das Haus der toten Augen
93:18 Minuten

Die unheimlichen Briefe
90:44 Minuten

Die vier Gerechten
93:12 Minuten

Whiteface
92:42 Minuten

Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
Dolby Digital 2.0 / Mono
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
  • -

Edgar Wallace Edition
Das Haus der toten Augen / Die unheimlichen Briefe / Die vier Gerechten / Whiteface
Das Haus der toten Augen / Die unheimlichen Briefe / Die vier Gerechten / Whiteface

Michael Tomiak
Besser als die 9. Editions-Box, aber trotzdem nicht richtig überzeugend
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 1997-1998
Regie:
Wolfgang F. Henschel
Drehbuch:
Bernd Eilert, Detlef B. Blettenberg, Florian Pauer (frei nach den Romanen von Edgar Wallace)
Darsteller:
Gunter Berger, Petra Kleinert, Eddi Arent, Rosalind Baffoe, Mariella Ahrens, Gisela Uhlen, Udo Samel, Horst Bollmann, Pello, Willy Egger, Udo Schenk, Julia Richter, Eva Ebner, Christoph Quest, Lars Rudolph

Vertrieb “Deutschland“ :
Universum Film
DVD-Verleihstart “Deutschland“ :
21.11.2005
DVD-Verkaufsstart :
21.11.2005

Vertrieb “Schweiz“ :
Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart “Schweiz“ :
21.11.2005
DVD-Verkaufsstart “Schweiz“ :
21.11.2005


Special vom: 17.02.2006
Autor dieses Specials: Michael Tomiak
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