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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens
Graf Bobby


Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens

Story:
Graf Bobby (Peter Alexander) ist immer noch abgebrannt und ist daher froh, als ihn die Nachricht vom Tod eines Onkels in Arizona ereilt. Er reist dorthin, um sein Erbe anzutreten, wird dort aber schon von Doc Harper erwartet, der ihn um sein Erbe betrügen will. Zusammen mit seinem Freund Mucki (Gunther Philipp) tut Bobby alles, um nicht leer auszugehen...

Meinung und Hintergründe zum Film:
Rein vom logischen Standpunkt aus ist der Film natürlich vollkommener Blödsinn. 1965, zu der Zeit, als der Film gedreht wurde, gab es natürlich schon lange nicht mehr den Wilden Westen, der in so vielen Filmen idealisiert wurde. Die goldene Zeit der Cowboys spannte sich von 1865 bis etwa 1880, war also zur Entstehung des Films rund 80 Jahre lang vorbei. Und doch sieht der wilde Westen in diesem Film so aus, als wäre die Uhr eher zur Zeit Winnetous und Co. stehen geblieben. Zeitlich passt immerhin das zusammen, denn der erste "Winnetou" kam 1963 in die Kinos, der zweite 1964 und der dritte eben 1965. Da wollte man wohl auch mit Bobby mithalten und ließ ihn in diesen sehr idealisierten wilden Westen reisen.

Davon einmal abgesehen ist der Film eine sehr schön gemachte Parodie auf die Westernfilme jener Zeit und man kann durchaus über die zeitliche Diskrepanz zwischen Realität und Fiktion hinweg sehen. Alle Elemente eines zeitgenössischen Western sind vorhanden. Da sind überkandidelte Schurken, ein paar Verwechslungen und eine Saloonschlägerei, dazu noch ein Duell auf offener Strasse und alles zusammen wird mächtig durch den Kakao gezogen. Das ist lustig und kurzweilig und in Anbetracht der Tatsache, dass die Persiflierung des Genres erst einige Jahre später speziell durch Filme mit Terence Hill und Bud Spencer wieder aufgegriffen wurde, innovativ.

Und doch ist dieser Graf-Bobby-Film der Schwächste der Reihe. Was sicher auch damit zusammen hängt, das ein entscheidendes Element der beiden ersten Filme fehlte: Peter Alexander hat sich diesmal nicht als Frau verkleidet, so dass die üblichen Scherze rund um die Verwechslung Mann / Frau gar nicht erst benutzt werden konnten. Stattdessen durfte er zwischendurch einen gealterten Graf Bobby mimen, der als Vehikel für seine Führungen und später für die Erledigung seiner Gegner dient. Das ist zwar auch zuweilen lustig, aber es fehlt eben das zündende Element und wirkt etwas bemüht im Vergleich zu den anderen Filmen. Schade ist auch, dass Gunther Philipp noch mehr zum Stichwort-Geber verkommen ist. In den beiden ersten Filmen hatte er wenigstens ein paar starke Szenen, in diesem Film bleibt ihm nur die Rolle des netten, aber letztendlich unbedeutenden Sidekicks.

DVD Aufarbeitung:
Das Bild präsentiert sich beim dritten Teil der Bobby-Reihe in besserem Zustand als bei den ersten beiden Filmen. Die Farben sind zwar deutlich blasser, was aber gut zum Thema des Films passt. Der Ton an sich ist in Ordnung, liegt aber auch hier nur in Dolby Digital 1.0 vor. Die Lieder klingen weniger blechern als in den ersten Teilen.

Die Special Features bestehen aus einer Fotogalerie, Pressemitteilungen, Texttafeln mit Infos zu Peter Alexander, Gunther Philipp und Billy Ramsey, sowie einem Trailer und dem Presseheft. Insgesamt eher mager das Angebot.

Fazit:
Peter Alexander hat mit "Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens" die Persiflierung von Western mit angestoßen und das ist durchaus innovativ zu nennen. Freilich ist die Szenerie zeitlich gesehen reiner Blödsinn, aber darüber kann man angesichts des Ergebnisses auch einmal hinwegsehen.

Daten zur DVD:

FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 6
1,66:1
1,66:1
88:26 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
  • Fotogalerie
  • Werbung
  • Pressemitteilungen
  • Starinfos (Peter Alexander, Gunther Philipp, Billy Ramsey)
  • Trailer

Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens
Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens
Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens

Bernd Glasstetter
Alexander goes Winnetou
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Österreich, 1965
Regie:
Paul Martin
Drehbuch:
Kurt Nachmann
Darsteller:
Dragomir Felba, Elisabeth Markus, Gunther Philipp, Hanne Wieder, Jovan-Burdus Janicijevic, Olga Schoberová, Peter Alexander, Rastko Tadic, Vladimir Medar, Zivojin Denic

Vertrieb Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
DVD-Verleihstart Deutschland :
09.06.2006
DVD-Verkaufsstart :
09.06.2006

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart Schweiz :
09.06.2006
DVD-Verkaufsstart Schweiz :
09.06.2006




Special vom: 12.06.2006
Autor dieses Specials: Bernd Glasstetter
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