Django
Story:
Django (Franco Nero) ist mit einem Sarg im Schlepptau und ansonsten nur mit seiner Kleidung am Leib unterwegs mit unbestimmten Ziel. Eines Tages beobachtet er eine Horde Männer, die eine Frau an ein Kreuz gebunden haben und die Dame töten wollen. Django rettet die Frau und folgt ihr in ihr Heimatdorf, dessen Einwohner es gleich mit 2 Feinden zu tun haben: Major Jackson (Eduardo Fajardo) mit seiner Horde auf der einen, und mexikanischen Banditen auf der anderen Seite. Django mischt sich ein und sorgt für blutige Gefechte ...
Meinung und Hintergründe zum Film:
Hier ist er, der einzig echte und wahre Django, dargestellt von keinem anderen als Franco Nero ("Keoma") und inszeniert von Sergio Corbucci ("Leichen pflastern seinen Weg"). Im Genre des Italo-Western gibt es nur eine handvoll echter Klassiker, die wirklich jeder kennt, dazu gehören die meisten Leone-Western wie die Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood oder "Spiel mir das Lied vom Tod" - und eben der vorliegende "Django", dessen Name besonders in Deutschland zu einem Synonym für den italienischen Western-Anti-Helden geworden ist. Am Drehbuch schrieb der jüngere Bruder Sergios, Bruno Corbucci mit, der selbst einige Western drehte ("Im Staub der Sonne"), und ansonsten einige Klamotten mit Bud Spencer oder Tomas Milian ("Der Superbulle") ablieferte.
Django zieht einen Sarg mit unbekanntem Inhalt hinter sich her und ist ansonsten sehr schweigsam. Über seine wahren Motive, sich gegen die Bösen zu stellen, wird wenig bekannt. Das äußerst schmutzige und karge Setting des Films, das eigentlich nur aus einer verlassenen Stadt und Dreck und Matsch besteht, sorgt dann für die nötige Atmosphäre, die den Film zu einem Klassiker des Genres gemacht hat. Die mit roten Masken auftauchenden Schergen von Major Jackson erinnern sicher nicht nur zufällig an den Ku-Klux-Klan, einer Organisation, die im Süden der USA für Rassenhass steht. Auch Jackson selbst, der die Dorfbewohner um ihr knappes Geld bringt, ist ein zynischer Mörder: auf seinem Anwesen erschießt er zu seinem Vergnügen Mexikaner wie Vieh, bzw. wie Tontauben. In dieses menschenverachtende Ambiente passt der wortkarge Django mit seinem geheimnisvollen Sarg, über dessen Inhalt man erst spät erfährt, wie die Faust auf's Auge und er rechnet unerbittlich mit den Banditen ab.
Der Titelsong "Django" und der restliche Soundtrack vom vielbeschäftigten Luis Enríquez Bacalov ("Drei Vaterunser für vier Halunken", dessen Soundtrack auch bei "Kill Bill" zu hören ist) gehen ins Ohr und unterstützen das eher lebensverneinende Thema des Films sehr gut. Auch darstellerisch kann "Django" überzeugen und machte den noch sehr jungen Franco Nero über Nacht zum Star. Gerade einmal 25 Jahre alt, musste er für diesen Film künstlich gealtert werden. Sergio Corbucci hat sich und seinem Hauptdarsteller mit diesem Film ein Denkmal geschaffen, das in Zukunft oft und mehr schlecht als recht kopiert wurde und für das Sinnbild eines ganzen Genres wurde. Den originalen und einzig echten "Django" sollte man unbedingt einmal gesehen haben.
DVD Aufarbeitung:
Das Bild verfügt über auffällig frische Farben, hat aber gelegentlich mit altersbedingten Bildverschmutzungen zu kämpfen, die jedoch noch im akzeptablen Rahmen sind. Die Bildschärfe ist insgesamt gut. Der Ton in Dolby Digital 1.0 ist stets gut verständlich.
An Extras gibt es den Trailer zum Film, Filmografien zum Hauptdarsteller Franco Nero, Regisseur Sergio Corbucci, sowie Kameramann Enzo Barboni. In einem rund 15-minütigen Featurette erinnert sich u.a. Franco Nero an die Dreharbeiten zum Film.
Einige wenige Szenen, die bisher nicht mit deutschem Ton vorlagen, sind in den Film wieder integriert worden und werden mit italienischem Ton mit deutschen Untertiteln präsentiert.
Fazit:
"Django" ist einer der Italowestern-Klassiker überhaupt und besticht durch seine Wortkargheit, den schmutzigen Kulissen und seiner Härte. Dieser Film darf auf keinen Fall in einer ernstzunehmenden Westernsammlung fehlen. Die DVD ist technisch befriedigend.
Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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87:52 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 1.0
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Italienisch: Dolby Digital 1.0
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Untertitel:
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Deutsch
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Dokumentation "Django"
- Filmographien
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Django
Django
Franco Nero in seiner Paraderolle - ein echter Klassiker!
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr: I, 1966
Regie: Sergio Corbucci
Drehbuch: Bruno Corbucci, Sergio Corbucci
Darsteller: Franco Nero, José Bódalo, Loredana Nusciak, Ángel Álvarez, Gino Pernice
Vertrieb : Kinowelt Home Entertainment
DVD-Verleihstart : 01.08.2006
DVD-Verkaufsstart : 01.08.2006
Vertrieb : Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart : 01.08.2006
DVD-Verkaufsstart : 01.08.2006
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