"DJANGO" IM ITALIENISCHEN WESTERN
Filme mit "Django" im deutschen Verleihtitel gibt es wie Sand am Meer. Alleine die Filmdatenbank ofdb.de listet auf der Suche nach "Django" 54 Titel auf, was aber gewiss nicht vollständig ist. Im Grunde gibt es aber nur einen einzigen, wahren Django, und das ist Franco Nero in dem gleichnamigen Film von 1966 unter der Regie von Sergio Corbucci. Von diesem Film gibt es nur eine einzige, offizielle Fortsetzung, nämlich der 1987 inszenierte "Djangos Rückkehr", ebenfalls mit Franco Nero in der Titelrolle, der allerdings überhaupt nicht überzeugen kann.
Inoffizielle Sequels gibt es allerdings reichlich. Da unter anderem der 1968 unter der Regie von Ferdinando Baldi erschienene "Django und die Bande der Gehenkten", diesmal mit Terence Hill in der Titelrolle des schweigsamen Rächers. Aufgrund der Inszenierung, des in dem Film gezeigten Charakters von Django und der Beteiligung von Franco Rossetti als (Mit-)Drehbuchautor, der diese Funktion auch im originalen Django innehatte, wird dieser Film bei vielen Fans als einzig wahrer Nachfolger des Original-Films angesehen. Erwähnenswert ist auch Sergio Garrones "Django und die Bande der Bluthunde", der hierzulande als Ramsch-DVD von MCP unter dem falschen Titel "Django, der Bastard" erschienen ist. Hier gibt Anthony Steffen den einsamen und schweigsamen Rächer, der ebenfalls in seinem Aussehen und seinem Auftreten an den echten Django erinnert.
Ansonsten herrscht bei der Masse an Filmen, die im deutschen Titel einen "Django" anpreisen, eher gähnende Leere, was einen für diesen Namen typischen Charakter ausmacht. Beispielhaft seien hier der sehr gute "Töte, Django" (hierzulande unter einer neuen Titelkreation: "Django - Leck Staub von meinem Colt" bei x-rated erschienen) genannt, in dem der Zuschauer Tomas Milian als mexikanischen Banditen erlebt, der rein gar nichts mit dem Charakter des Django gemeinsam hat. So ist es auch bei zahlreichen anderen Filmen der Fall, wie z.B. bei "Django, der Rächer" mit Franco Nero, dessen Figur im Original Burt Sullivan heißt. Oder auch bei "Gott vergibt, Django nie" mit Terence Hill und Bud Spencer in ihrem ersten gemeinsamen, noch ernsthaften Western, wo weit und breit niemand zu sehen ist, der Django heißt. Angesprochen war mit dem Titel sicherlich auf Terence Hill, der kurz zuvor mit der "Bande der Gehenkten" Erfolg hatte und auch äußerlich viel Ähnlichkeit mit seinem Kollegen Franco Nero hat.
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