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Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu (1966)
Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu


Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu

Story:
Der teuflische Dr. Fu Man Chu (Christopher Lee) hat es doch noch rechtzeitig geschafft, dem sicheren Tod zu entgehen und begibt sich gleich an die Umsetzung eines weiteren Plans, um die Weltherrschaft zu übernehmen. Dieses Mal versucht er dies durch die Übertragung von Energie über Funkwellen, mit deren Hilfe er Anschläge verüben kann. Aus diesem Grunde entführt er die Töchter von 13 genialen Wissenschaftlern, um so die Mitarbeit der klugen Köpfe erpressen zu können. Doch Fu-Man-Chu-Jäger Terrence Spencer (Douglas Wilmer) und Frank Baumer (Heinz Drache), der Verlobte einer der entführten Frauen, versuchen das Vorhaben Fu Man Chus zu stoppen und die Geiseln aus seiner Gewalt zu befreien.

Meinung und Hintergründe zum Film:
Nachdem der erste Fu-Man-Chu-Film einen finanziellen Erfolg darstellte, folgte gleich im folgenden Jahr das nächste Abenteuer um das bösartige Verbrechergenie, das von dem Gedanken angetrieben wurde, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Regie führte wie schon beim Original Don Sharp, der außer den beiden Fu-Man-Chu-Filmen keine für Aufmerksamkeit sorgenden Beiträge mehr auf die Beine brachte. Er drehte mit „Rasputin, der wahnsinnige Mönch“ für die Hammer-Studios zwar einen Film, der im Horror-Genre eine gewisse Anerkennung fand, außerhalb des Genres aber so gut wie keine Bedeutung hat. Auch seine handvoll Arbeiten für die beliebte TV-Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ kann nicht darüber hinweg täuschen, dass dem Australier neben den ersten beiden Fu-Man-Chu-Beiträgen keine Erfolge glückten.

Damit bei dem zweiten Film der Reihe auch das deutsche Publikum wieder in die Kinos gelockt wurde, wurde nach Joachim Fuchsberger mit Heinz Drache („Der Hexer“) ein weiterer in der deutschen Krimi-Szene bekannter Darsteller verpflichtet, der im Film gemeinsam mit Douglas Wilmer („Sherlock Holmes cleverer Bruder“) den Gegner des kriminellen Asiaten darstellen durfte. Den Bösen Mann aus dem fernen Osten stellt erneut Christopher Lee („Der Herr der Ringe“) dar, welcher in der deutschen Synchronisation sehr zum Leid der Dramaturgie erneut mit einem Dialekt redet, der irgendwo zwischen lispelndem Russen und schwedischem Betrunkenen liegt. Hier wurde bei der deutschen Lokalisierung Fu Man Chus eine eindeutig schlechte Entscheidung getroffen, welcher der erhabenen Auftretensweise im englischen Original deutlich an Ehrfurcht abhanden kommen lässt.

Dem Film selbst kann stellenweise angemerkt werden, dass hier nicht mit der gleichen Sorgfalt gearbeitet wurde wie zuvor und in erster Linie das Erzielen eines maximalen Gewinns nach dem Erfolg des Erstlings im Vordergrund stand. Die Kulissen sind stellenweise schon recht leicht als Pappmache auszumachen und auch inhaltlich gibt es so manche Stolperfalle. So wird das Ende des ersten Teils zwar aufgegriffen, aber lediglich mit einer kurzen Meldung im Sinne von „er hat halt überlebt“ erklärt. Im Film gibt es dann auch immer wieder Geschehnisse, die ebenfalls einfach hingenommen werden müssen, damit „Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu“ seine Atmosphäre entwickeln kann. Ist man jedoch bereit, sich darauf einzulassen, ist der Unterhaltungswert des Filmes mit kleineren Abstrichen genauso groß wie beim Vorgänger. Am Ende gibt es allerdings leider einen vergleichbaren, abrupten Ausstieg, bei dem erneut die finstere Stimme Fu Man Chus zu hören ist, die verkündet, dass es noch lange nicht vorbei ist mit ihm.

DVD Aufarbeitung:
Die Bilder, die aus der internationalen Version übernommen werden konnten, glänzen wie schon im ersten Film. Die eingefügten nur in der deutschen Version vorhandenen Szenen sind in der Qualität deutlich schlechter und offensichtlich aus einem Master mit falschen Bildformat übernommen worden. Der deutsche Ton ist erneut klar gelungen und hat lediglich leichte Spitzen und Zischlaute in den hohen Tönen.

Bei den Extras weiß vor allem das Interview mit Christopher Lee zu gefallen, in dem der Darsteller von seiner Beziehung zu der Figur des Fu Man Chu erzählt und sich unter anderem auch darüber beklagt, dass die Filme immer schneller abgedreht wurden und immer mehr nur das schnelle Geld gemacht werden sollte. Es folgen noch Texttafeln mit Produktionsnotizen und Unterschiede zur Originalfassung, der Trailer und eine Bildergalerie mit Werbematerial , die erneut als PDF-Dateien im DVD-ROM-Part vorhanden sind und eine Fotogalerie.

Fazit:
Auch „Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu“ wissen mit leichten Abstrichen zu gefallen. Neben den gewohnten inhaltlichen Schwächen gibt es zwar auch die ein oder andere Ausstattungs-Sünde zu verzeihen, was allerdings durchaus zu verkraften ist. Perfekt war ja schon der Vorgänger nicht.

Daten zur DVD:

FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
81:07 Minuten
Deutsche Fassung

89:58 Minuten
Internationale Fassung
Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch:
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Interview mit Christopher Lee
  • Produktionsnotizen
  • Fotogalerie
  • Werbeflyer (auch als PDF im DVD-ROM-PART)
  • Unterschiede zur Originalfassung
  • Trailer

Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu
Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu
The Brides of Fu Manchu

Michael Tomiak
Wenn aus Bräuten Sklavinnen werden...
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
UK / Deutschland, 1966
Regie:
Don Sharp
Drehbuch:
Don Sharp, Harry Alan Towers
Darsteller:
Christopher Lee, Heinz Drache, Douglas Wilmer, Marie Versini, Howard Marion-Crawford, Tsai Chin, Rupert Davies, Kenneth Fortescue, Harald Leipnitz




Special vom: 11.09.2006
Autor dieses Specials: Michael Tomiak
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