Das verrückteste Auto der Welt
Story:
Um Geld für ein von der Schließung bedrohtes Kinderheim zu bekommen, fahren Jimmy Bondi (Rudolf Zehetgruber) und sein Wunderkäfer Dudu bei der großen Alpen-Rallye mit. Dem Gewinner dieses Spektakels winken satte 100.000 sFr., die der Einrichtung sehr gut tun würden. Auch Schwester Johanna (Kathrin Orginski) und Schwester Engelmunda (Evelyne Kraft) nehmen an dem Rennen teil, um selbst ihren Beitrag leisten zu können. Doch die Konkurrenz ist groß und so mancher Teilnehmer versucht alles, um am Ende selbst ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen.
Meinung und Hintergründe zum Film:
Nach den ersten 3 Dudu-Filmen legte Rudolf Zehetgruber, der Schöpfer der Serie erst einmal eine Pause ein und brachte erst zwei Jahre nach dem dritten Film „Das verrückteste Auto der Welt“ in die Kinos. Die schöpferische Pause war sicherlich nicht schlecht, was vor allem an dem frischeren Erscheinen des Gesamtbildes zu bemerken ist. Wirkte der letzte Teil teilweise schon ein wenig durcheinander und die Geschichte durch die zufällig wirkende Aneinanderreihung einzelner Themen nur wenig durchgängig, wird diesmal doch weitestgehend eine Geschichte erzählt. Lediglich der kurz angeschnittene Sub-Plot mit einem Hotel zu Beginn hängt recht früh ziemlich in der Luft, stört aber auch nicht sonderlich.
Bei der Geschichte griff der Regisseur im Grunde auf den ersten Dudu-Film zurück, verlegte die Handlung aus der Hitze Afrikas in die schneebedeckten Alpen und sorgte diesmal dafür, dass auch wirklich das Rennen im Mittelpunkt steht. Dudu hat sich ebenfalls weiterentwickelt und ist zwischenzeitlich sogar in der Lage zu sprechen. Im Film wird dann auch etwas näher auf seine Fähigkeiten eingegangen und dem Publikum wird sogar ein Blick unter die Fronthaube auf die Computerelektronik gegönnt. Das Armaturenbrett wurde im Gegensatz zum letzten Beitrag wieder kräftig entschlackt und Jimmy Bondi muss diesmal nicht auf einem klobigen Taschenrechner zur Steuerung seines Gefährts zurückgreifen, sondern kann dies weitestgehend mündlich erledigen. Die Fähigkeiten Dudus werden immer gigantischer, so kann er diesmal mit ein paar wenigen Handgriffen sogar zu einem vollfunktionsfähigen Helikopter umgewandelt werden.
Bei den Darstellern wurde ein Großteil aus dem vorherigen Film übernommen. Walter Giller („Rosen für den Staatsanwalt“) hat dabei die kleinste Rolle erteilt bekommen und ist recht überflüssig im Nebenplot mit dem Hotel zu erleben. Größer geworden sind die Rollen von Kathrin Orginski („Ein Käfer geht aufs Ganze“) und Evelyne Kraft („Das Auge des Bösen“), die im Vorgänger eine Nebenrolle als Oldtimer-Werkstatt-Besitzerinnen hatten und nun als Glaubensschwester in einem ganz besonders präparierten Citroen 2 CV am Rennen teilnehmen. Sal Borgese („Die Kröte“) darf wieder den draufgängerischen Kumpel an der Seite von Rudolf Zehetgruber geben. Die beste Entscheidung war es sicherlich, auch Walter Roderer („Ein Schweizer namens Nötzli“) wieder am Projekt zu beteiligen. Als Rennkontrolleur bietet er eine klasse Leistung, wenn er kleinlich und bis in die Haarspitzen korrekt, Betrüger aus dem Rennen zieht. Der 4. Beitrag zum Dudu-Kult ist inhaltlich sicherlich alles andere als perfekt oder gut erzählt, doch bietet er eine ganze Menge Charme der 70er-Jahre und einen Witz, der so leicht ist wie gerade frisch gefallener Pulverschnee.
DVD Aufarbeitung:
Das Bild hat sich im Vergleich zur 3. DVD wieder ein wenig verschlechtert. Rauschen und Schärfe bieten die gleichen Probleme, neu hinzugekommen sind ein paar mehr Störungen im Bild und vor allem der teilweise Verlust der Farbkraft. Dieser fällt zwar nicht so dramatisch aus wie bei der DVD 1, zeitweise übernehmen erdene Töne aber eindeutig den Vordergrund und lassen andere Farbtöne verblassen. Auch der Kontrast erscheint manchmal recht tief. Der Ton ist von der gewohnten Güte und reicht zum Filmgenuss aus.
Als Extra gibt es diesmal nur den Trailer zum Film und im DVD-ROM-Part lediglich die Produktionsnotizen.
Fazit:
„Das verrückteste Auto der Welt“ bietet als vierter Beitrag der Dudu-Reihe leichte Unterhaltungskost, die durchgehend unterhalten kann, ohne das Konzentrationsvermögen des Zuschauers zu sehr zu beanspruchen. Einige gute, wenn auch teil flache Gags, ein leichtes Autorennen durch die Alpen und ein Schweizer namens Roderer sorgen für den richtigen, heiteren Ton.
Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
1,66:1
|
89:19 Minuten
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch: Dolby Digital 1.0
|
Untertitel:
|
|
Keine
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|
|
Das verrückteste Auto der Welt
Das verrückteste Auto der Welt
Locker, flott und leicht verdaulich, belastet nicht zu sehr vor dem Schlafengehen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr: Deutschland, 1975
Regie: Rudolf Zehetgruber
Drehbuch: Rudolf Zehetgruber
Darsteller: Rudolf Zehetgruber, Sal Borgese, Evelyne Kraft, Kathrin Orginski, Walter Roderer, Walter Roderer, Ruth Jecklin, Walter Feuchtenberg, Gerd Frickhöffer
|