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Jaume Balaguer - Hell's Resident
The Horror Anthology


Jaume Balagueró - Hell's Resident

Story:
Clara (Macarena Gómez) und Mario (Adrià Collado) sind schon seit längerem auf der Suche nach einer neuen Wohnung für sich und den anstehenden Nachwuchs. Ein Angebot, das Mario im Briefkasten fand, führt die beiden in eine weit abgelegene, wenig einladend wirkende Gegend. Auch das Haus, in das sie die Maklerin (Nuria González) führt, scheint alles andere als geeignet für ein kuscheliges Zusammenleben. Als Clara und Mario dann in ihre mögliche Wohnung in spe geführt werden, wird aus der Besichtigung auf einmal ein grausames und schreckenerregendes Ereignis.

Meinung und Hintergründe zum Film:
Mit Jaume Balagueró bildet der Regisseur den Abschluss der „Filme, die dich wach halten“-Serie, der sicherlich der derzeit den berühmtesten der jungen Gilde der spanischen Horrorregisseure darstellt. Mit Filmen wie „The Nameless“, „Darkness“ und dem zwischenzeitlich auch im deutschsprachigen Raum erschienenen „Fragile“ konnte er sich seinen Platz im Bewusstsein des Horrorpublikums sichern und sich schon längst in der internationalen Horrorbranche etablieren. Mit seinem abschließend Beitrag der TV-Serie hatte er sicherlich keine leichte Aufgabe, da er sich zum Einen im direkten Vergleich mit den bisher gelaufenen Beiträgen messen lassen musste, zum Anderen aber auch seinem internationalen Ruf gerecht werden musste. Doch mit aller Routine, die er in seinen vorherigen Filmen gesammelt hat, legte er nicht nur den Endstein der „Horror Anthology“, sondern verschaffte ihr auch zweifelsohne das Highlight.

Normalerweise ist die Dunkelheit ein Markenzeichen in den Filmen Balaguerós, auf das er in „Hell’s Resident“ allerdings weitestgehend verzichtet. Doch auch bei Tages-, bzw. Dämmerlicht versteht es der Regisseur, den Zuschauer mit seiner Geschichte zu packen und ihn bis zum Ende nicht mehr loszulassen. Zu Beginn ist es relativ offen, wohin sich die Geschichte bewegen wird und durch immer wieder eingestreute Wendungen ändert sich daran auch nichts, bis die erste Hälfte des Films vorbei ist. Hat man dann das Gefühl, endgültig das Spiel durchschaut zu haben, verwirrt Jaume Balagueró wieder durch das gekonnte Einspielen zwei kleiner Szenen. Doch das Spiel, das er in diesem Moment mit dem Publikum treibt, ist gefährlich. Sehr schnell kann dies zu Unmut führen, wenn die Präsentation nicht schlüssig und fesselnd geschieht. Bei „Hell’s Resident“ kann Entwarnung gegeben werden, denn es kommt niemals das Gefühl auf, mit billiger Effekthascherei an der Nase herumgeführt zu werden. Hier macht alles Sinn und jede Aktion passt nahtlos in den Plot und die Inszenierung.

Bei der Darstellung seiner Handlung ist Jaume Balagueró nicht gerade zimperlich. Toaster, die auf Schädel prallen, Essensrestevernichter, die in Berührung mit menschlichen Körperteilen kommen und reichlich spritzendes Blut sorgen dafür, dass die ohnehin schon an den Nerven zehrende Handlung intensiviert wird. Die FSK-16-Freigabe war sicherlich kein Selbstläufer, ist aber durchaus noch akzeptabel. Denn es ist nicht die grafische Gewalt, die den Zuschauer gebannt vor den Bildschirm verharren lässt. Vielmehr sind es die Geschehnisse in dem wenig wohnlichen, von Ungeziefer verseuchtem Haus, die einem die Sprache verschlagen lässt. Die Tortur, die Mario im Kurzen und Claire in nicht enden wollenden Entdeckungen über sich ergehen lassen müssen, sorgt für reichlich Anspannung beim Zuschauer und für allerfeinste Unterhaltung bei allen Anhängern von Horrorthrillern. Selbst wer nicht auf der Suche nach einer neuen Wohnung ist, sollte sich mit der Maklerin in diese Höllenresidenz wagen.

DVD Aufarbeitung:
Die Farben wirken ein wenig blass und kraftlos und ab und an ist feines Rauschen zu erkennen, was dem Sehvergnügen an sich aber nur sehr wenig schadet. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist klar abgemischt und auch im hinteren Bereich ist immer wieder was Geräuschkulisse zu vernehmen.

Als Extra gibt es wie bei den anderen Teilen auch lediglich die „Horror Anthology“-Trailershow.

Fazit:
„Hell’s Resident“ ist nicht nur der Abschluss der „Horror Anthology“, sondern vor allem auch noch das Highlight der Reihe. Selbst wer bislang noch keinen Teil der ohnehin eigenständigen Filme gesehen hat, sollte spätestens bei diesem gelungenen Thriller damit beginnen.

Daten zur DVD:

FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
66:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
DTS
dts
Deutsch:
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Spanisch:
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • "Horror Anthology"-Trailer

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Hell’s Resident
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Michael Tomiak
Ein Albtraum zum Wohnen, Besichtigung per DVD
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Spanien, 2006
Regie:
Jaume Balagueró
Drehbuch:
Jaume Balagueró, Alberto Marini
Darsteller:
Macarena Gómez, Adrià Collado, Nuria González, Ruth Díaz, Roberto Romero, David Sandanya

Label “Deutschland“ :
e-m-s
DVD-Verleihstart “Deutschland“ :
16.11.2006
DVD-Verkaufsstart :
04.01.2007

Vertrieb “Schweiz“ :
Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart “Schweiz“ :
16.11.2006
DVD-Verkaufsstart “Schweiz“ :
04.01.2007




Special vom: 04.12.2006
Autor dieses Specials: Michael Tomiak
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