Inhalt:
Unter dem Deckmantel der Haghi-Bank unterhält Bankdirektor Haghi (Rudolf Klein-Rogge) einen internationalen Spionagezirkel, der sich der modernsten Kommunikationsmethoden und eines umfassenden Spitzel- und Agentensystems bedient. Haghis Spezialgebiet ist das Sammeln und der Weiterverkauf von Geheiminformationen, deren er durch Erpressung, Manipulation und Unterwanderung habhaft wird. Der Geheimdienst setzt daraufhin Nr. 326 (Willy Fritsch) auf ihn an, während die von Haghi auf ihn angesetzte Spionin sich hingegen in ihn verliebt und Haghi die Gefolgschaft verweigert.
Hintergründe und Bewertung:
"Spione" ist zugleich der unbekannteste und schwächste Film der Box, zwei Sachverhalte, die wohl direkt kausal miteinander korrelieren dürften. So gilt "Spione" denn auch vor allem als Film, der zwischen "Metropolis" und "Frau im Mond" entstand und stellte für Fritz Lang eine Rückkehr zum Sensationsfilm, in Anlehnung an "Dr. Mabuse - Der Spieler" dar. Auch Bankdirektor und Meisterspion Haghi wird von Rudolf Klein-Rogge ("Metropolis") gespielt, auch Haghi verfällt dem Größenwahn, seine Leidenschaften hat er jedoch im Gegensatz zu Dr. Mabuse längst hinter sich gelassen. Die Entstehung des Films war vor allem dem grandiosen finanziellen Misserfolg von "Metropolis" an den Kinokassen geschuldet. Die UFA bestand gegenüber Lang auf einer kostengünstigen, publikumswirksamen und vor allem exportfähigen Produktion. So entstand letztendlich eine Mischung aus Agentenfilm/Kriminalfilm und Drama mit starker Berücksichtigung einer unglücklichen Liebesgeschichte. Trotz rasanter Schnitte, dem Lebensgefühl, dieser schnelllebigen Zeit angepasst, und einiger für die damalige Zeit spektakulären Actionsequenzen (Verfolgungsjagd, Zugunglück), bremst die zu sehr ausgewalzte Liebesgeschichte jedoch leider regelmäßig den Film aus. Der Film wurde zwar im Inland ein größerer Erfolg, ausgerechnet auf den angepeilten Exportmärkten USA und Großbritannien floppte er jedoch extrem.
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