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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Ein neuer Orden


EIN NEUER ORDEN

Während seines fünften Ausbildungsjahres in Hogwarts geraten Harry Potter, seine Freunde und Mitschüler an einen Wendepunkt. Sie sind keine Kinder mehr, werden plötzlich mit Entscheidungen und Aufgaben junger Erwachsener konfrontiert … und müssen die entsprechenden Konsequenzen tragen. Harry muss die Rückkehr von Lord Voldemort und den Tod seines Freundes Cedric Diggory verarbeiten – zwangsläufig wird er schneller erwachsen als die anderen. Und er trägt eine Verantwortung, von der er bisher nicht einmal eine Ahnung hatte.

Regisseur David Yates gibt mit diesem Film seinen Einstand in Harry Potters Welt. Dazu sagt er: „Ich finde es besonders spannend, dass diese Geschichte zu einer Zeit spielt, in der die Schüler reifer werden, ihr Leben zunehmend komplizierter wird. Sie rebellieren, lernen die Grenzen der Erwachsenenwelt kennen; sie entdecken, wie schwierig es in der Welt zugehen kann, wie man sich seinen eigenen Weg suchen muss. Die Story ist also eine Mischung: Sie garantiert genau den zauberhaften Spaß, den wir von J.K. Rowlings Büchern gewohnt sind, all die wunderbar verblüffenden Ereignisse der früheren Filme werden hier fortgesetzt, aber wir bekommen es auch mit Themen zu tun, die komplexerer Natur sind – sie stellen bereits durchaus die Probleme dar, mit denen sich Erwachsene auseinandersetzen müssen.“


David Heyman, der Produzent aller Harry-Potter-Filme, berichtet, dass ihn gerade diese Aspekte der Story dazu brachten, Yates als Regisseur des fünften Serienfilms zu verpflichten. Yates hat für seine britischen Fernsehfilme bereits Preise gewonnen. „David kann fantastisch mit Schauspielern umgehen, und er hat bewiesen, dass er politische Themen unterhaltsam aufbereiten kann. An sich handelt es sich hier nicht um einen politischen Film, aber die Politik der Zauberwelt spielt doch eine wichtige Rolle. Wir trauten David zu, das bestens in den Griff zu bekommen, und es ist ihm auch gelungen. Er hat sich leidenschaftlich in den Stoff eingearbeitet und die emotionale Achterbahnfahrt der Helden sehr einfühlsam gestaltet. Denn er behält immer im Auge, was uns, die Zuschauer, bei allem Spektakel mit den Hauptfiguren verbindet. Es war wunderbar mitzuerleben, wie die Kids auf ihn eingingen – und umgekehrt. Denn wie ihre Filmfiguren werden sie erwachsen – David begegnet ihnen auf Augenhöhe. Ihm ist klar, wie genau sie die Figuren kennen, hat sich ihre eigenen Ideen sorgfältig angehört, ermunterte sie immer wieder, sich mehr denn je selbst in die Rollen einzubringen. Das war für sie genauso spannend wie für uns.“

Daniel Radcliffe, der wieder den Harry Potter spielt, bestätigt: „Mir hat die Arbeit mit David viel gegeben. Er ist ein sehr angenehmer Mensch, hebt nie seine Stimme, aber noch nie hat man mir so viel abverlangt wie bei diesem Film – das liegt zum Teil an der Art der Geschichte, zum Teil aber auch an seinem Regiestil. Er gab sich nie mit dem Mittelmaß zufrieden, immer wollte er die Situation noch tiefer ausloten – damit entsprach er genau dem Bedürfnis, das ich selbst auch hatte. Er ist ein hervorragender Regisseur.“

„David ist echt cool – wir haben uns bestens verstanden“, bestätigt auch Rupert Grint, der natürlich wieder Harrys besten Freund Ron Weasley spielt. „Sein Ansatz unterscheidet sich deutlich von dem der bisherigen Regisseure, weil er sehr viel lockerer vorgeht, uns aber immer sehr gute Vorschläge macht.“

Emma Watson, die Harrys treue Freundin Hermine Granger darstellt, fügt hinzu: „Echt toll war, dass David genau zuhörte, wie wir unsere Rollen einschätzen. Er hat Respekt vor der Tatsache, dass wir diese Figuren jetzt schon in fünf Filmen gespielt haben. Er weiß die besondere Beziehung zu würdigen, die sich zwischen Dan, Rupert und mir entwickelt hat, denn dadurch wird die Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine noch wahrhaftiger. David will den Figuren wirklich auf den Grund gehen.“


Yates arbeitet mit dem Drehbuch eines weiteren Serienneulings, des Autors Michael Goldenberg. „Ich war ganz begeistert, als David Heyman anrief und mich bat, an Bord zu kommen“, erinnert sich Goldenberg. „Die Harry-Potter-Filme haben eine überlebensgroße Dimension erreicht – ganz klar ist also, dass man sein Ego schön zu Hause lässt. Ich weiß, dass es wie ein Klischee klingt, aber wenn man Teil dieses erstaunlichen Phänomens wird und daran mitarbeitet, es auf die Leinwand zu bringen, dann spürt man diesen spezifischen Zauber wirklich. David Heyman sorgt für den Spaß, der für jeden Harry-Potter-Film unabdingbar ist, und Jo (J.K. Rowling) war unglaublich hilfsbereit – sie könnte gar nicht großzügiger sein, wenn sie uns hilft, den bestmöglichen Film aus ihrer Vorlage zu machen. David Yates achtet genau darauf, alle Aspekte der Story so realistisch wie möglich zu gestalten, und genau dadurch wirkt die Magie noch magischer. Logischerweise müssen wir uns sehr eng an den Gehalt des Romans halten. Mehr denn je geht es um Harrys Entwicklung. Harry wird erwachsen, er begreift langsam, dass man nicht alles so schwarz-weiß sehen darf, wie es ihm bisher vorkam … die Erwachsenen, die er bisher idealisiert hat, haben doch mehr Fehler, sie sind menschlicher, als er den Eindruck hatte. Diesem Aspekt wollen wir nachspüren, und das betrifft nicht nur Harry, sondern auch Ron und Hermine. Alle Kids müssen sich heute mit einer Welt arrangieren, die sehr viel komplexer ist als die, die sie in ihrem ersten Hogwarts-Jahr vorfanden.“

In „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) muss Harry wieder einmal einen schier unendlichen Sommer bei den Dursleys überstehen. Besonders unerträglich wird die Situation, weil er sich von seinen besten Freunden Ron und Hermine isoliert fühlt, denn sie haben ihm unerklärlicherweise die gesamten Ferien hindurch nie geschrieben. Das tut nicht nur weh, es ist auch sehr seltsam, vor allem nach den tumultartigen und tragischen Vorfällen des Vorjahres.

Dazu Produzent David Barron: „Armer Harry. Nach allem, was er durchgemacht hat, versauert er jetzt in Little Whinging – niemand meldet sich bei ihm. Er glaubt schon, dass alle ihn schneiden, Ron, Hermine, sogar Dumbledore. Ich habe den Eindruck, dass ihm das in Verbindung mit dem normalen Teenagerstress einfach zu viel wird. So haben wir Harry noch nie erlebt. Diesmal beginnt er das Jahr nicht so ausgeglichen wie in der Vergangenheit … wofür es allerdings gute Gründe gibt.“

Unter diesen Umständen sucht sich die unerträgliche Nervensäge Dudley Dursley wirklich den falschesten Zeitpunkt aus, um Harry das Leben so schwer wie möglich zu machen. Doch ihr Streit wird abrupt unterbrochen, als zwei Dementoren ohne Vorwarnung angreifen – Harry sieht sich gezwungen, einen Patronus-Zauberspruch anzuwenden, um Dudley und sich selbst das Leben zu retten. Nur wenige Augenblicke später kommt ein Brief im Ligusterweg an: Man teilt Harry mit, dass er von Hogwarts ausgeschlossen wird, weil er seinen Zauber unrechtmäßig angewendet hat. Während die Dursleys über diese Entscheidung begeistert sind, verzweifelt Harry fast. Doch noch ist nicht alles verloren: In derselben Nacht taucht eine Gruppe von Auroren (Eliteeinheit zur Bekämpfung der Voldemort-Anhänger) am Haus der Dursleys auf – zu ihnen gehören Alastor „Mad-Eye“ Moody, Kingsley Shacklebolt und Tonks („Nenn mich nicht Nymphadora!“). Sie nehmen ihn mit und berichten, dass Dumbledore im Zaubereiministerium eine förmliche Anhörung arrangiert hat, bei der Harry Einspruch gegen seinen Schulausschluss einlegen kann.


Zunächst machen sie aber einen Umweg: An einem geheimen Ort erfährt Harry, was alles passiert ist, seit er in Little Whinging versauert. In dem nicht zu ortenden Haus am Grimmauldplatz 12 trifft Harry Ron und Hermine wieder. Dort hört er erstmals vom Orden des Phönix, einer „Geheimorganisation, die ursprünglich von Dumbledore gegründet wurde, um die bösen Mächte, allen voran Voldemort, zu bekämpfen“, erklärt David Heyman. „Die Treffen finden heimlich statt, vor allem weil sich Fudge als Chef des Zaubereiministeriums von Dumbledore bedroht fühlt und die Berichte von Voldemorts Rückkehr unterdrückt. Aber die Ordensmitglieder wissen, dass Voldemort Anhänger um sich schart, dass seine Macht wächst.“

Harry erfährt, dass seine Eltern dem Orden des Phönix angehörten. Zu seinen derzeitigen Mitgliedern zählen Molly & Arthur Weasley, Remus Lupin, Severus Snape und, was Harry besonders überrascht und erfreut, Sirius Black, der den Familiensitz der Black-Familie dem Phönix-Orden als Treffpunkt zur Verfügung stellt. Dazu David Yates: „Sirius kann sich draußen nicht zeigen, weil er immer noch gesucht wird. Er selbst kann also wenig ausrichten, deswegen stellt er dem Orden sein Haus zur Verfügung.“

Gary Oldman trat als Sirius Black erstmals in „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) auf. Er sagt: „Sirius leidet schrecklich darunter, dass er fälschlich angeklagt wurde und so viele Jahre in Askaban eingesperrt war. Er denkt gern an die Zeit zurück, als der Orden gegründet wurde. In gewisser Weise kann er seine Vergangenheit durch Harry noch einmal erleben. Harry ähnelt seinem Vater James sehr – James war Sirius’ bester Freund, und Sirius ist Harrys Pate, was er nicht auf die leichte Schulter nimmt. Die beiden verbindet eine ganz besondere Beziehung, ein Band, das immer stärker wird.“ „Harry erlebt das ganz ähnlich“, fügt Radcliffe hinzu. „Sirius sieht in Harry den jungen James, und Harry erfährt durch seine Beziehung zu Sirius mehr über seinen Vater.“

Außerdem stellt Harry durch den Orden des Phönix eine Verbindung zu seiner Vergangenheit her … und nicht nur das, wie Radcliffe weiß: „Offiziell gehört er dem Orden nicht an, aber dennoch empfindet er sich als Mitglied, weil so viele seiner Freunde dazu-gehören. Das ist natürlich sehr wichtig für ihn, denn immerhin waren seine Eltern Gründungsmitglieder. Rein gefühlsmäßig ist das für Harry von großer Bedeutung, ganz abgesehen davon, dass er jetzt eine Chance bekommt, gegen Voldemort zu kämpfen.“

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Special vom: 30.06.2007
Autor dieses Specials: Gastautor
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