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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Eastern Classics 4 - 6

Vol.4: Meister der Shaolin
(Shao Lin tzu)

Regie: Xinyan Zhang
Darsteller: Jet Li, Yan Di-Hua, Ji Chun-Hua, Yu Cheng-Hui, Wang Jue, Sun Jian-Kui, Ding Lan, Liu Huai-Liang, Qingfu Pan, Cui Zhi-Qiang, Hu Chien-Chiang

Erhältlich ab dem: 12.07.2007

Inhalt:
Chieh Yuan (Jet Li) und sein Vater sind Gefangene des Warlords General Wang. Eines Tages muß er mit ansehen, wie sein Vater von Wang getötet wird und kann selbst nur schwer verletzt entkommen. Mit letzter Kraft schleppt er sich zum Tempel der Shaolin, die ihn wieder gesund pflegen. Sein brennender Wunsch nach Rache deckt sich jedoch nicht mit den Gelübden eines Shaolin-Mönches, deren Kampfkunst er jedoch erlangen muß, um sich überhaupt rächen zu können. Eines Tages rettet er jedoch einem anderen Warlord, Li Shi Min, das Leben, was Wang dazu veranlasst, auch den Tempel der Shaolin selbst anzugreifen. Nun scheint auch für die Shaolinmönche gewaltsamer Widerstand gegen den Tyrannen Wang unausweichlich zu sein.

Infos zum Film:
"Meister der Shaolin" war das Spielfilmdebüt von Jet Li ("Fearless"), dem fünffachen chinesischen Wushu-Meister, und er war zu diesem Zeitpunkt erst 19 Jahre alt. Trotzdem zeigt er hier unter der Regie von Xinyan Zhang ("Tai-Chi 2") in der Hauptrolle bereits beeindruckende kampftechnische und akrobatische Fertigkeiten. Der Film lief in Deutschland bisher lediglich im Fernsehen und wird hier in hervorragender, digital remasterter Bildqualität präsentiert. Die Story des Films gewinnt zwar keinen Nobelpreis, ist aber zweckmäßig, sowie flott und knackig inszeniert. Die Geschichte wird mit einem Augenzwinkern erzählt, ohne dabei jedoch albern zu wirken, und bietet einige sehr überzeugend choreographierte Kämpfe mit und ohne Waffen. Der Stil ist dabei, bis auf ein paar übertriebene Sprünge, eher klassisch und realistisch, jedoch in einem hohen Tempo gehalten. Besonders der längere Showdown zwischen Jet Li und General Kang hat es dann auch nochmal richtig in sich. Die Schauspieler können, ebenso wie die Kostüme und historischen Schauplätze, rundherum überzeugen und der Film stellt das bisherige Highlight der "Eastern Classics"-Reihe dar. Hier handelt es sich um einen unterhaltsamen, klassischen Martial-Arts-Film mit Kampfkunst und Akrobatik in Vollendung.

Vol.5: Meister der Shaolin 2
(Shao Lin xiao zi)

Regie: Xinyan Zhang
Darsteller: Jet Li, Yu Cheng-Hui, Ding Lan, Gordon Liu Chia-Hui, Qingfu Pan, Yu Hai

Erhältlich ab dem: 16.08.2007

Inhalt:
Die Drachenfamilie, die aus zehn männlichen "Drachen"/Kindern besteht, und die Phoenixfamilie, die aus acht weiblichen "Phoenixen"/Mädchen besteht, leben jeweils auf der gegenüberliegenden Seite des gleichen Flusses. Er Long (Yue Hoi), das Drachenoberhaupt, ist Meister des Shaolin-Kung-Fu, während Pao Shen-Feng (Yu Cheng-Hui), das Phoenixoberhaupt, Meister des Wu-Tang-Schwertkampfes ist. Er Long würde gerne seine älteren Söhne mit einigen Phoenix-Töchtern verheiraten, Pao Shen-Feng hat jedoch Angst, dass ihm seine Schwertkunst gestohlen wird, und fordert zudem pro Tochter zehn Rinder, die Er Long aber nicht aufbringen kann. Allmählich beginnen sich jedoch beide Seiten für das andere Geschlecht zu interessieren und kommen sich auch so näher.

Infos zum Film:
Bei "Meister der Shaolin 2" führte zwar erneut Xinyan Zhang Regie und auch Jet Li, sowie ein Großteil der anderen Darsteller aus "Meister der Shaolin", ist wieder mit an Bord, um eine echte Fortsetzung handelt es sich hier aber keineswegs. Auch dieser Film lief bisher nur im Fernsehen, wurde digital remastered und begeistert mit einer sehr ansprechenden Bildqualität. Der Film hat leider nicht nur inhaltlich fast keine Gemeinsamkeiten mit "Meister der Shaolin", sondern auch stilistisch. Bis auf die letzte Viertelstunde des Films werden nämlich überhaupt keine ernstzunehmenden Kämpfe geboten. Es handelt sich hier vielmehr um einen recht albernen Kinderfilm mit einigen folkloristischen Einlagen. Die Altersfreigabe von 16 Jahren verwundert dann auch zunächst, denn der Großteil des Films scheint eher für 6-Jährige geeignet. Durch eine blutigere Stelle zu Beginn, sowie die verhältnismäßig harte, finale Auseinandersetzung am Ende, ist der Film aber in der Tat eher nicht für jüngere Kinder geeignet. Der Klamauk, die "kindlichen" Helden, sowie der weitgehende Verzicht auf ernsthafte körperliche Auseinandersetzungen und eine ernstzunehmende Story dürfte Genrefreunde eher abschrecken, während ihn die härteren Stellen wiederum seines eigentlich angepeilten, jüngeren Publikums berauben.

Vol.6: Der kleine Dicke schlägt wieder zu
(Xing mu zai gu huo zhao)

Regie: Joe Cheung Tung-Cho
Darsteller: Sammo Hung, Stephen Tung Wai, Phillip Ko, Chung Fat, Lee Hoi Sang, Cecilia Wong Hang Sau, Peter Chang Lung

Erhältlich ab dem: 06.12.2007

Inhalt:
Kung Fu Ching (Stephen Tung Wai) will unbedingt ein großer Kung-Fu-Kämpfer werden. In seinem Ort gibt es zwei Meister. Diese sind Brüder, aber seit einem Vorfall aus der Vergangenheit erbitterte Rivalen. Während der eine den "Yung Tung"-Kampfstil lehrt, setzt der andere auf den "Stil der fünf Arme", was Ching dazu bewegt, entgegen deren Aufnahmebedingungen gleich in beiden Schulen Mitglied zu werden. Eines Tages fliegt er jedoch durch Verrat auf und wird von beiden Meistern davon gejagt. Ab jetzt trainiert ihn "der Dicke" (Sammo Hung).

Infos zum Film:
"Der kleine Dicke schlägt wieder zu" wurde bereits im März 2007 von NEW veröffentlicht, beide Versionen sind von der Laufzeit her identisch und ungeschnitten. Ehemals geschnittene Szenen wurden deutsch untertitelt, außerdem verfügt der Film auch noch über drei Tonspuren (Deutsch / Englisch / Mandarin ), sowie deutsche Untertitel für den kompletten Film. Das Bild überzeugt mit guter Schärfe und kann insgesamt überzeugen, lediglich einige Verschmutzungen zu Beginn, sowie vereinzelte Laufstreifen trüben das Bild ein wenig. Der Film beginnt sehr geruhsam und bietet lange Zeit keine wirklichen Kampfsequenzen, erst als Ching beginnt, beim "Dicken" zu trainieren, nimmt der Film ein wenig Fahrt auf. Was folgt, sind die üblichen mehr oder wenigen einfallsreichen Trainingssequenzen, hier beweist Stephen Tung Wai ("Shaolin - Bruderschaft der schwarzen Spinne") vor allem sein akrobatisches Geschick, das hat man aber in anderen Filmen alles schon besser gesehen. Der Humor ist nicht sehr aufdringlich, zu Lachen gibts hier aber wenig, neben erfundenen Kampfstilen wie dem "Rosaroten Panther" verknotet Ching z.B. nach einem Kampf zwei seiner Gegner mit ihren eigenen Gliedmaßen. Die Kämpfe sind völlig unspektakulär und extrem langsam in Szene gesetzt. Der finale Showdown beginnt bereits nach etwa 69 Minuten und dauert fast 20 Minuten. Sammo Hung ("Killzone SPL") darf sein Können lediglich mal aufblitzen lassen, Stephen Tung Wai hingegen dreht erst eine Minute vor Schluss endlich auf, dann aber richtig, man fragt sich nur, warum das nicht schon eher geschehen ist. Als Bonusfilm befindet sich noch "Zwei wie Feuer und Zunder" auf der DVD. Diesen Film gab es vor mehr als 3 Jahren schon mal im Vertrieb von Cineclub, die Laufzeiten sind in etwa identisch, bei der alten DVD gab es allerdings rund 6 Minuten an geschnittenen Szenen, obwohl bei der vorliegenden DVD offensichtlich Szenen in verminderter Bildqualität eingefügt wurden, wäre diese damit deutlich kürzer. Die Bildqualität bewegt sich ebenfalls eher auf VHS-Niveau, durchschnittliche Schärfe, blasse Farben und diverse Artefakte und Störstreifen lassen eher den Eindruck einer Wühltisch-DVD entstehen. Der legendäre "Drunken Master" Simon Yuen Siu Tin ("Die Schlange im Schatten des Adlers") hat hier eine kleine Nebenrolle, von seinem Können darf er nichts zeigen, aber in einem Film mit miserablen Kämpfen, in denen niemand Treffer anbringen will und auch niemand wirklich getroffen wird, sowie der ein oder anderen Albernheit, ist selbst dieses kleine Gastspiel noch ein Highlight.



Special vom: 13.12.2007
Autor dieses Specials: Lennart Reimherr
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