Ich heiße Robert Neville…
Will Smith hat sich bereits in „I, Robot“, „Independence Day“ und „Men in Black“ als Science-Fiction-Held bewährt und schätzt Richard Mathesons zeitlosen Roman „I Am Legend“ (Ich bin Legende) seit vielen Jahren. „Er kombiniert viele Genres: Horror, Science-Fiction und eine wunderbare Charakterstudie“, sagt der Schauspieler. „Mich hat die psychologische Situation des letzten Menschen auf der Erde besonders fasziniert. Was Robert Neville körperlich, emotional und geistig durchmachen muss, um am Leben zu bleiben, bietet die traumhafte Chance, eine allgemeingültige Story über das Menschsein zu erzählen.“
Francis Lawrence übernimmt die Regie in dieser neuen Verfilmung des Matheson-Romans. „Mich regte vor allem die Vorstellung an, dass ein Einzelner völlig isoliert in einer modernen Großstadt existieren muss – diesen Aspekt wollte ich ausloten“, sagt er. „,I Am Legend‘ bringt das Thema ,Einer gegen alle‘ auf den Punkt – deshalb beflügelte der Roman die Fantasie der Leser auch noch ein halbes Jahrhundert nach seiner Entstehung.“

Mathesons komplexer und provokanter Roman erschien 1954 und wurde als Meilenstein des modernen Horror-Science-Fiction-Genres gefeiert: Er beeinflusste mehrere Generationen, inspirierte zahllose Nachahmer und wurde zuvor schon zweimal verfilmt: 1964 als „The Last Man on Earth“ mit Vincent Price und 1971 als „The Omega Man“ (Der Omega-Mann) mit Charlton Heston.
Drehbuchautor/Produzent Akiva Goldsman, der mit seinem Skript zu „A Beautiful Mind“ den Oscar gewann, bezeichnet sich als lebenslanger Fan des Romanautors und freute sich auf die Chance, „I Am Legend“ für die Leinwand neu einzurichten: „Richard Matheson wird von uns Science-Fiction-Fans regelrecht vergöttert. In der ernst zu nehmenden Science-Fiction gibt es die Tradition, den Figuren psychologische Tiefe zu verleihen und übergeordnete Themen in den Mittelpunkt zu stellen. Das heißt: Science-Fiction wird zur Allegorie. Auf dieses ethische Konzept stützt sich auch unser Film.“
Goldsman überarbeitete die Drehbuchfassung, die Mark Protosevich nach Mathesons Schlüsselroman geschrieben hatte und die als eines der bedeutendsten Projekte der letzten Jahre gehandelt wurde. Dazu Protosevich: „Ich setze mich mittlerweile seit über zehn Jahren leidenschaftlich für dieses Projekt ein und freue mich also sehr, dass es endlich realisiert wird – zumal von so hochkarätigen Könnern vor und hinter der Kamera.“
„I Am Legend“ konzentriert sich fast ausschließlich auf einen völlig isoliert lebenden Mann. Deshalb war von vornherein klar, dass nur ein Spitzendarsteller diese Rolle übernehmen konnte. Und als die Filmemacher von Will Smiths Interesse an dem Part erfuhren, war das entscheidende Element des Projekts unter Dach und Fach. Smith hatte mit dem Produzenten James Lassiter, seinem Partner in der Firma Overbrook Entertainment, die Entwicklung des Projekts jahrelang verfolgt. Die Hauptfigur Robert Neville dominiert einen Großteil des Films im Alleingang – Smith sah die Rolle daher als Herausforderung und als Chance.
Goldsman kommentiert: „Als Autor glaube ich durchaus, dass man eine Figur mit Worten erschaffen und beschreiben kann. Aber letztlich ist es genauso wichtig, all das darzustellen, was zwischen den Zeilen steht. Will ist ein hervorragender Schauspieler – er zeigt hier eine außergewöhnliche Leistung, mit der er viele Gedanken und Gefühle allein durch seine Mimik, sein Verhalten ausdrückt.“
Smith musste sich in seinen Ausdrucksformen völlig umstellen, um der Bandbreite von Nevilles Gefühlen gerecht zu werden: „Der Ansatz war ganz anders, weil ich alles durch meine Mimik ausdrücken muss. Es ist unglaublich anspruchsvoll zu kommunizieren, wenn ich dabei keine Worte verwenden darf. Für mich besteht das Wesen des Schauspielerberufs gerade darin, einen Weg zu finden, ohne Worte zu kommunizieren. Wenn man sich einfach mal längere Zeit in Schweigen hüllt, entdeckt man eine ganz neue Welt in dieser Figur – und in sich selbst. Das ist ein faszinierendes Forschungsgebiet – künstlerisch wie psychologisch.“

Regisseur Francis Lawrence, der zum ersten Mal mit Smith zusammenarbeitete, merkte schnell, dass der emotionale Spannungsbogen der Story bei dem Star gut aufgehoben ist: „Will hat eine fantastische, charismatische Ausstrahlung. Er erschließt der Figur völlig neue Dimensionen und konzentriert unser Interesse ganz auf sich. Wir fühlen mit ihm, haben Angst um ihn, wir lachen und weinen mit ihm… all diese Ebenen sind gleichzeitig in seiner Darstellung vorhanden. Und was ganz wesentlich ist: Alles, was er durchmacht, was er körperlich und emotional ertragen muss, vermittelt er uns praktisch ohne Worte.“
Das wohl größte Kompliment bekam Smith von dem Mann, der die Figur Robert Neville erfunden hat. „Ich halte Will Smith für die perfekte Besetzung des Robert Neville“, sagt Autor Richard Matheson. „Ich habe fast alle seine Filme gesehen, und er überzeugt mich jedesmal. Diese Geschichte konzentriert sich ganz auf eine Figur – also spielt Will die Schlüsselrolle.“
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