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Über die Macht des Glaubens und die Hoffnung

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Falls es irgendwo noch jemanden gibt… bitte. Du bist nicht allein…

Vor der Kamera tritt Smith meist zusammen mit seinem ständigen Gefährten, dem Hund Sam, auf. Im Film wird der überwiegend von dem dreijährigen deutschen Schäferhund Abbey dargestellt. Tiertrainer Steve Berens hat sich bereits bei Filmen wie „Click“ (Klick) und „The Mask“ (Die Maske) bewährt. Ihm war klar, dass die Erwartungen in ihn diesmal besonders groß waren, weil sein Schützling die gesamte Skala der Emotionen absolvieren muss. Er entdeckte Abbeys angeborenes Talent und nutzte es bei seiner Spezialausbildung, die seinem vierbeinigen Darsteller eine sehr überzeugende Leistung ermöglichte.

„Alles steht und fällt mit der Vorbereitung“, erklärt Berens. „Aufgrund des täglichen Trainings verstehen die Tiere die Situation beim eigentlichen Dreh und sind voll bei der Sache – sie spielen mit. Wir wissen, dass das harte Arbeit ist, aber es geht eben darum, sie als großen Spaß aufzuziehen. Wenn ich das richtig angehe, mit Liebe und positiver Verstärkung, sind sie begeistert dabei. Ich muss eine Kameradschaft zum Hund entwickeln und die dann auf den Schauspieler übertragen. Will geht wunderbar mit Abbey um. Sie haben ihre ganz persönliche Freundschaft entwickelt.“

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Nevilles Leben verändert sich grundlegend, als seine tägliche Funkmeldung schließlich von anderen Überlebenden beantwortet wird: von einer Frau namens Anna, gespielt von Alice (Aussprache: Alissie) Braga, und dem jungen Ethan, der von Charlie Tahan dargestellt wird. Die beiden tauchen ganz unerwartet in dem Moment auf, als Neville in eine Falle der Infizierten geraten ist. „Als Anna Nevilles Botschaft hört, hofft sie wieder, dass es auch noch andere Überlebende gibt“, sagt die brasilianische Schauspielerin Alice Braga. „Der Mann ist noch am Leben, und Anna will ihn retten, obwohl er von Infizierten umzingelt ist. Das Prinzip Hoffnung besteht im Film darin, einem Unbekannten zu vertrauen. Sie müssen gemeinsame Sache machen, denn nur vereint sind sie stark.

Die Filmemacher gaben Braga die Rolle, nachdem sie sie in dem Oscar-Kandidaten „City of God“ gesehen hatten. „Wir waren von ihrer Leistung in ,City of God‘ regelrecht begeistert“, erinnert sich Goldsman. „Alice ist eine Naturschönheit und bringt ihre urwüchsige Leidenschaft in jede Rolle ein. Man kann ihre Aura praktisch mit Händen greifen. Sie wirkt sehr ausgeglichen, was in unserem Film entscheidend ist, denn Anna verkörpert die Hoffnung: Sie gibt Neville ein neues Ziel vor. Und Alice vermittelt diese Eigenschaft sehr glaubwürdig.“

Seit vielen Monaten hat Neville nach menschlichen Überlebenden gesucht, aber als er dann nach Jahren den ersten beiden Menschen begegnet, wird auch der Konflikt zwischen dem Bedürfnis nach menschlicher Nähe und der Angst davor überdeutlich. „Erst kann er gar nicht glauben, dass sie tatsächlich vor ihm stehen“, sagt Smith. „Denn in der vorangegangenen Nacht hat er eine schlimme Halluzination erlebt – er traut seinen eigenen Wahrnehmungen nicht mehr. Jetzt geht sein Urbedürfnis, sein größter Traum in Erfüllung, aber in dem Moment, in dem er diesen Kontakt eingehen kann, lehnt er ihn vehement ab. Dieser Widerspruch ist psychologisch für jeden Schauspieler eine wunderbare Herausforderung.“

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Wichtige Erkenntnisse für ihre Gestaltung der Anna erarbeitete sich Braga durch ihre Recherchen über Katastrophen-Überlebende des Hurrikans Katrina oder auch des Holocaust. „Wie können Menschen nach derartigen Erfahrungen überhaupt noch weiterleben?“, fragte sie sich. „Je mehr ich darüber las, desto deutlicher wurde mir, dass der Schlüssel in der Hoffnung liegt. Tief im Innern hat Anna sich ihren Glauben, ihre Hoffnung bewahrt, obwohl sie Schreckliches erlebt hat. Bei meiner Vorbereitung auf die Rolle habe ich eine Menge über das Leben gelernt.“

Neville zeigt sich von Annas tiefem Glauben sofort stark beeindruckt, denn sie reagiert unerschütterlich auf seine eigene Verleugnung jeglicher höherer Macht. „Anna gibt sich große Mühe, macht immer weiter“, berichtet Braga. „Sie will am Leben bleiben, und sie hofft, dass es sich lohnt, gerade auch im Hinblick auf den kleinen Ethan. Neville ist groß und stark – er bringt zum Überleben bessere Voraussetzungen mit als ein Mädchen oder ein kleiner Junge. Als sie ihn kennenlernt, inspiziert sie sein Haus und merkt, wie sehr er um sein Leben kämpft. Deshalb setzt sie Vertrauen in ihn – sie ist überzeugt, dass sie mit ihm in dieser verrückten Welt leben kann.“

Der achtjährige Charlie Tahan freute sich sehr auf die Rolle des Ethan, der Anna begleitet. „Ethan ist sehr verschlossen, weil er seine eigene Familie verloren und schlimme Dinge erlebt hat“, sagt Tahan. „Die Straßen sind leer – außer den Monstern gibt es niemanden mehr. Zunächst traut er auch Neville nicht. Er weiß nicht, was Neville im Schilde führt oder ob er vielleicht infiziert ist. Neville merkt, dass Ethan ihm nicht traut – deshalb versucht er ihn zum Lachen zu bringen. Sogar in den Drehpausen hat Will ständig mit mir rumgealbert“, fügt der kleine Darsteller hinzu, der die Arbeit mit Smith und Braga „als einzigartiges Erlebnis“ bezeichnet.

Als Neville hört, wie Anna und Ethan um ihr Leben gekämpft haben, schöpft auch er neue Hoffnung. Dazu Smith: „Das ist der klassische menschliche Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft. Was Anna ausspricht, beruft sich klar auf ihre jüdisch-christliche Kultur, doch der spirituelle Überbau ist universell. Wer seine Liebsten verliert, stellt sich notwendigerweise solche Fragen, schwankt zwischen Glauben und Unglauben, fürchtet sich vor Gott, ist aber auch wütend auf ihn. Und wenn man bedenkt, was Neville verloren hat, was er aushalten musste, unter welchen Umständen er jetzt lebt, dann hat er genug Gründe, um selbst die Frage zu stellen, welcher Gott derartiges Leid zulassen kann.“

Copyright (c) 2008 by Warner Bros.


Special vom: 30.12.2007
Autor dieses Specials: Gastautor
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