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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Eastern Classics 7 - 10

Vol.7: Dynamite Heroes
(Zhong hua zhan shi)

Regie: David Chung
Darsteller: Michelle Yeoh, Richard Ng, Yee Tung-Shing, Lowell Lo, Chindy Lau, Matsui Tetsuya

Erhältlich ab dem: 14.02.2008

Inhalt:
Während des Zweiten Weltkriegs besetzen die japanischen Truppen die kleine Stadt Kaal in der Mongolei. General Toga (Matsui Tetsuya) plant hier den Bau einer Giftgasfabrik, um das Gas gegen China einsetzen zu können. Allerdings hat er die Rechnung dabei ohne die beiden chinesischen Agenten Fok Ming-Ming (Michelle Yeoh) und Wong (Yee Tung-Shing) gemacht, die den Herrscher von Kaal, Youda (Lowell Lo), aus der Gewalt der Japaner befreien und nach China eskortieren sollen.

Infos zum Film:
"Dynamite Heroes" ist deutlich bekannter unter dem Titel "Magnificent Warriors" und entstand unter der Regie von David Chung ("In the Line of Duty"). Unbestrittener Star des Films ist die Kung-Fu-Queen Michelle Yeoh ("Heroic Trio"), die hier als eine Art weiblicher Indiana Jones auftritt. Neben der guten Kameraarbeit überzeugt der Film vor allem mit seinen Actionsequenzen. Hier gibt es wirklich alles, was das Herz eines Actionfans begehrt, Nahkampfduelle mit und ohne Waffen, Schießereien, dicke Explosionen, einen Luftkampf und einiges an Akrobatik. Diese gute Portion Action ist aber auch notwendig, denn die Geschichte wird niemanden vom Hocker reißen, außerdem wirkt der eher kindische Humor ziemlich aufgesetzt und steht in hartem Kontrast zu so mancher eher grausamen Szene. Die Stunt-Choreographen Fung Hark-On ("Police Story"), Kong To-Hoi ("Twins Mission"), Ko Sau Leung ("The Dragon from Russia") und Stephen Tung Wai ("Twin Dragons - Das Powerduo") haben jedoch insgesamt so gute Arbeit geleistet, dass der kurzweiligen Unterhaltung nichts mehr im Wege steht. Das Bild ist hervorragend und wirkt gestochen scharf. Auch die Tonspur ist bis auf einen kurzen Tonbug bei (0:32) qualitativ sehr hochwertig. Als Extra befindet sich zudem der Bonusfilm "Magic Crystal" mit auf der DVD, der sogar als das eigentliche Highlight dieser Veröffentlichung gesehen werden kann. Es handelt sich bei diesem Film um eine oft sehr trashige Kombination aus Martial-Arts und Fantasy mit besonderen Anleihen bei den Indiana-Jones-Filmen und "E.T. - Der Außerirdische". Der Film gestaltet sich ziemlich humorvoll, wobei einige Szenen eher peinlich, andere hingegen wirklich amüsant ablaufen. Zudem birgt der Film großes Trashpotential, da gibt es z.B. den sprechenden, magischen Wunderstein, der aussieht wie ein Waldmeisterwackelpudding mit Beinen oder B-Film-Ikone Richard Norton ("China O'Brien") als bösen Klischeerussen des Kalten Krieges. Herausragendes Merkmal des Films sind die unglaublich gut geschnittenen und genial choreographierten Kampfszenen. In diesen Szenen glänzen neben Richard Norton auch noch die fünffache Karateweltmeisterin Cynthia Rothrock ("Born to Fight") und Andy Lau ("The Prisoner"), die hier extrem akrobatisch und in atemberaubender Geschwindigkeit Prügel verteilen, aber auch einstecken müssen. Die Bildqualität ist etwas schlechter als beim Hauptfilm, das bedeutet vor allem einige Verschmutzungen und ein etwas weiches Bild, insgesamt aber immer noch gut und für einen Bonusfilm mehr als zufriedenstellend.

Vol.9: Der Todeshauch des Drunken Master
(Jiu xian shi ba die)

Regie:Joseph Kuo Nan-Hong
Darsteller: Long Ten Hsiang, Jeanie Chang, Simon Lee, Jack Lung Sai Ga, Mark Lung Goon Mo, Lung Fei

Erhältlich ab dem: 17.04.2008

Inhalt:
Die beiden Drunken Master, Knight Fan und Beggar Su, waren in ihrer Jugendzeit Diebe, die die wertvollen Trauben des "nachtsüßen Weines" stahlen. Allerdings wurden sie bei einem ihrer Beutezüge von dem "Kassierer" erwischt und mussten fortan ihre Schuld abarbeiten. Schließlich tauchte jedoch eine korrupte Gruppe von Steuereintreibern auf und die beiden stellten sich ihnen mutig entgegen. Sie hatten zwar keine Chance und wurden übel verprügelt, zum Dank für ihren mutigen Einsatz nahm sie jedoch der Meister Chai Chin auf, um sie das Drunken Kung Fu zu lehren.

Infos zum Film:
"Der Todeshauch des Drunken Master", bzw. "Die Welt des Drunken Master" entstand unter der Regie von Altmeister Joseph Kuo ("Kung Fu - 10 Finger aus Stahl"), der vor allem durch seine beiden Genreklassiker "18 Kämpfer aus Bronze" und "Die Rückkehr der 18 Bronze-Kämpfer" bekannt wurde. Trotz seines Titels ist der Film nicht unbedingt einer der typischen Vertreter des Drunken-Style-Kung-Fu-Comedy-Genres, der damals durch "Sie nannten ihn Knochenbrecher" ("Drunken Master") mit Jackie Chan und Simon Yuen Siu-Tin begründet wurde und eine Welle ähnlicher Filme nach sich zog. Der Film konzentriert sich gar nicht so sehr auf den am besten volltrunken, mit einem Krug Wein in den Pfoten vorgetragenen "Drunken Style" oder die typischen durchgeknallten Lehrmethoden für die Schüler des dauerstrammen Meisters. Vielmehr versucht er mehr schlecht als recht in Form einer Rückblende die ursprüngliche Geschichte der beiden aktuell dominierenden "Drunken Master" zu erzählen. Zwar wurde der Film vor seiner deutschen DVD-Premiere, die auf der Hongkong-DVD von Mei Ah aus dem Jahr 2004 stammt, offensichtlich digital restauriert und bietet somit ein erstaunlich scharfes Bild mit kräftigen Farben und kaum Defekten, offensichtlich war das Ausgangsmaterial aber alles andere als gut erhalten. Neben Jump-Cuts, z.B. bei Kampfbewegungen, stören vor allem immense Szenensprünge. Entweder war der Film von Anfang an miserabel geschnitten oder hier fehlen schlichtweg Szenenübergänge. Was die Kämpfe angeht, ist der Film guter Durchschnitt und die nicht sonderlich schnell vorgetragenen Fights leben vor allem von ihrer Akrobatik. Die Story selbst wird leider sehr holprig erzählt. Das Instrument der Rückblende wirkt zudem sehr umständlich und die Rahmengeschichte zu minimalistisch. Was den Humor angeht, bewegt sich der Film noch in einem erträglichen Rahmen, ganz anders als der enthaltene Bonusfilm "Der Dampfhammer des Send-Ling". Wie auch "Der Todeshauch..." bietet "Der Dampfhammer..." großzügige vier Tonspuren (Deutsch, Englisch, Kantonesisch und Mandarin) setzt aber mit einer zweiten deutschen Dialekt-Tonspur, die vor allem durch den bayrisch sprechenden Helden hervorsticht, noch einen oben drauf. Die Bildschärfe ist ebenfalls zufriedenstellend, die Farben wirken aber weniger kräftig und das Bild wird von Verschmutzungen durchzogen. Gegenüber der alten deutschen DVD von NEW mit dem Titel "Schlitzohr und Schlitzauge" wurden fehlende Szenen ergänzt, diese ergänzten Szenen liegen in deutlich verminderter Bildqualität vor. Der Film selbst ist leider aufgrund seines absolut dümmlichen und kindlichen Slapstickniveaus unter drei Promille und ohne Zuschaltung der Dialekt-Tonspur schlichtweg für intelligente Menschen unerträglich. Die Story ist hier lediglich das Alibi für Scherze auf Stammtischniveau und die gar nicht mal so zahlreichen Kämpfe reizen aufgrund ihrer schlechten Choreographie und der lahmen Inszenierung ebenfalls zum Vorspulen. Insgesamt werden Genre-Fans mit "Der Todeshauch des Drunken Master" ganz passabel bedient, obwohl hier kein Highlight vorliegt. "Der Dampfhammer des Send-Ling" sollte man aber wirklich nur als kostenlose Dreingabe betrachten, die lediglich als krönender Abschluss einer extrem feucht-fröhlichen Party geeignet erscheint, denn nüchtern ist der Film schwerlich zu ertragen.


Vol.10: Die 8 Meister der Shaolin / Der Todestritt der Gelben Katze
(Baat Daai Moon Paai / Zhong tai quan tan shengsi zhan)

Regie:Joseph Kuo / Huang Feng
Darsteller: Carter Wong, Chia Ling, Doris Lung Chun-erh, Su Chen Ping / Angela Mao, Carter Wong, Sammo Hung, Ing Sik Whang

Erhältlich ab dem: 27.08.2008

Inhalt - Die 8 Meister der Shaolin:
Der kleine Sohn von Lu Kwan Shing wird von einem treuen Diener in das Kloster der Shaolin gebracht, um ihn vor den Männern des "Ring der 8" zu retten, denen bereits sein Vater zum Opfer fiel. Shing Li (Carter Wong) entwickelt sich zu einem Meisterschüler und besteht letztendlich, zwölf Jahre nach seiner Aufnahme, auch die letzte Prüfung in den Kammern der Shaolin. Das Dasein als Mönch wird ihm jedoch zunächst verwehrt. Vielmehr soll er zunächst in die Außenwelt zurückkehren und beweisen, dass er die strengen, pazifistischen Prinzipien des Ordens höher einschätzt als eventuell gehegte Rachegedanken gegen die Mörder seines Vaters.

Inhalt - Der Todestritt der Gelben Katze:
Eine Schutzgeldbande entführt die Tochter eines Ladenbesitzers. Ihr Bruder trainiert bei einem bekannten Kung-Fu-Lehrer und da sie das Schutzgeld nicht aufbringen können, willigt er schließlich widerwillig ein, ihn und seinen Sohn (Carter Wong), in Thailand in lukrativen Kämpfen gegen einheimische Kickboxer antreten zu lassen. Er zweifelt aber daran, dass sie ihnen gewachsen sind. Wie befürchtet wischen die Thais mit ihnen den Ringboden und der Bruder der Entführten wird sogar getötet. Der Meister und seine Schule sind entehrt, er wird aus dem chinesischen Kung-Fu-Dachverband ausgeschlossen und begeht aus Schande schließlich Selbstmord. Seine Tochter Liu Ying (Angela Mao) will diese Schmach jedoch auswetzen, den thailändischen Kickboxstil studieren und die traditionellen Kung-Fu-Techniken dadurch erweitern.

Infos zum Film:
"Die 8 Meister der Shaolin", oder auch "Der Bronzeschwur der Shaolin" ist wiedermal ein Werk von Altmeister Joseph Kuo ("Der Todeshauch des Drunken Master". Dabei kann man bei dem vorliegenden Film beinahe von einer inoffiziellen Fortsetzung seiner beiden Genreklassiker "18 Kämpfer aus Bronze" und "Die Rückkehr der 18 Bronze-Kämpfer" sprechen, die beide ein Jahr zuvor entstanden. Wieder übernahm Carter Wong ("Hapkido") die Hauptrolle und auch an der Shaolin-Thematik inklusive Prüfungen, in deren Verlauf sich erneut die Bronzekämpfer die Ehre gaben, wurde nicht sonderlich viel verändert. Das bekannte Erfolgsschema hat dabei eine Sonnen- und eine Schattenseite. Carter Wong kann mit seinen kämpferischen Fähigkeiten wieder überzeugen und füllt seine, charakterlich nicht sonderlich komplex angelegte, Rolle ebenfalls zufriedenstellend aus. Die Kämpfe mit und ohne Waffen, im traditionellen Stil, können von der Choreographie und dem Tempo her ebenfalls überzeugen, bieten aber, genau wie die Prüfungen der Shaolin und die Auseinandersetzungen mit den Bronzekämpfern, absolut nichts Neues. So wird Genrefreunden hier durchaus überdurchschnittliche Kost geboten, für einen wirklichen Quantensprung ist die Inszenierung aber deutlich zu bieder geraten. Positiv anzumerken ist aber auf jeden Fall, dass der eher ernste Unterton des Films durchgehend gehalten wird und auf Klamaukeinlagen verzichtet wird. Die einzige wirkliche Besonderheit des Films ist die konsequent pazifistische Grundhaltung des Hauptcharakters. In der Tat ist ihm ein geistliches Dasein als Mönch im Kloster deutlich wichtiger als irgendwelche Rachegedanken und so tötet er im Verlauf des Films auch keinen einzigen seiner Gegner. Auch weltlichen Verführungen, wie der Liebe einer Frau, entsagt er. MIG präsentiert den Film im Rahmen dieser Veröffentlichung in seiner deutschen Kinofassung im korrekten Widescreen-Format und in einer sehr überzeugenden Bildqualität. Der Film wurde bereits im Dezember 2007 von NEW veröffentlicht, enthielt dort aber neben der vorliegenden Fassung, die um einige Handlungselemente, im O-Ton mit Untertiteln, erleichtert wurde auch eine etwa 15 Minuten längere, ungekürzte Fassung, die jedoch lediglich in verminderter Qualität im Vollbildformat vorlag. An Extras bietet die DVD neben drei Tonspuren (Deutsch, Englisch und Mandarin, inklusive dt. Untertitel mit einigen Schreibfehlern) noch eine Slideshow mit Werbematerial zum Film sowie den deutschen Kinotrailer.

"Der Todestritt der gelben Katze", vor allem bekannt unter dem Titel "Kickbox Champ", entstand unter der Regie von Huang Feng ("Hapkido") und bietet mit "Lady Kung Fu" Angela Mao ("Der Mann mit der Todeskralle"), die auch international Kultstatus genießt, und Carter Wong in den Hauptrollen ein ansehnliches Ensemble auf, das Genrefans entzücken dürfte. Leider sind momentan so gut wie keine von Angela Maos Filmen als deutsche DVD erhältlich und auch wenn sich auf der vorliegenden DVD eine Trailershow ihrer Filme befindet, sind von MIG wohl momentan leider keine weiteren ihrer Werke geplant. In einer kleineren Nebenrolle findet sich übrigens auch noch der ewig vollschlanke Sammo Hung ("Killzone SPL"), der jedoch von Angela Mao in seiner einzigen Kampfszene mächtig Prügel einstecken muss. Überhaupt sind die Kampfszenen in "Kickbox Champ" wirklich sehr gelungen choreographiert und zudem extrem abwechslungsreich geraten. Die Kämpfe sind temporeich inszeniert und die Kamera ist stets auf der Höhe des Geschehens, zudem werden neben den Ringschlachten in Thailand auch die üblichen Straßenkämpfe geboten. Die Kulissen der Kämpfe sind dabei durchaus abwechslungsreich gewählt, neben dem Boxring und dem Inneren einer Kung-Fu-Schule, sticht aber sicherlich das Handgemenge in den optisch beeindruckenden Tempelruinen von Ayutthaya (Thailand) deutlich heraus. Auch in Bezug auf die Kampfstile herrscht hier eine angenehme Vielfalt. Neben Kung Fu und Thai-Boxen, bekommt der Zuschauer auch eine Demonstration des japanischen Karate geboten, wobei die Japaner natürlich wie üblich die Fraktion der Finsterlinge vertreten. Das einzige Problem des Films ist der etwas langatmige, actionarme Einstieg in den Film, der aber durch eine Vielzahl von Kämpfen vor allem im Mittelteil, wieder gut ausgeglichen wird. Die Geschichte ist zwar relativ einfach gestrickt, erscheint aber halbwegs plausibel und ist nicht zu zäh inszeniert. Die deutsche DVD präsentiert den Film in seiner ungeschnittenen Fassung und in einer sehr ansprechenden Bildqualität. Auch hier sind wieder drei Tonspuren auswählbar, Deutsch, Englisch und Mandarin sowie optionale englische Untertitel. Neben der bereits erwähnten Trailershow findet sich auf der DVD auch noch der Originaltrailer zum Film.



Special vom: 06.03.2008
Autor dieses Specials: Lennart Reimherr
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