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Wettbewerb RAKETE - Das Morphus-Geheimnis


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19. Kinofest Lünen - Das Morphus-Geheimnis

Um 15:00 Uhr startete der Kinderfilm "Das Morphus-Geheimnis" von Regisseurin Karola Hattop ("Ich schenk Dir meinen Mann") und schlug schnell das junge Publikum in seinen Bann. In dem Film geht es um den kleinen Nicki (Jonas Hämmerle) der per Zufall eine geheime Partitur von Ludwig van Beethoven in die Hände bekommt und die es wahrlich in sich hat. Spielt man die Noten, so fallen alle die sie hören in einen tiefen Schlaf. Aus diesem können sie erst wieder erwachen, wenn die Melodie rückwärts gespielt wird. Die beiden Ganoven Max (Oliver Korittke) und Kwapisch (Arndt Schwering-Sohnrey) versuchen Nicki mit den verschiedensten Methoden die Noten abzuluchsen, scheitern aber immer wieder grandios, bis Nicki die schicksalsvolle Tonfolge spielt und ein ganzes Hotel in Süddeutschland in den Tiefschlaf versetzt.



Die Geschichte ist absolut kindertauglich, es gibt zwar Spannung und Action, aber keinen Grusel der die Kleinen um den Schlaf bringen könnte. Entsprechende Reaktionen waren den ganzen Film über zu hören, denn die Kinder gingen voll mit der Handlung mit. Aber auch der große Zuschauer wird passend unterhalten, denn, Kinderfilm hin oder her, alle Akteure spielen auf einem hohen schauspielerischen Level. Technisch ist "Das Morphus-Geheimnis" sicherlich kein Feuerwerk von Spezialeffekten, was aber nicht heißt, dass es keine gab. So spielte die Handlung zwar im Berchtesgadener Land, doch das Schloss in dem um die fantastische Komposition gerungen wird steht 600 km entfernt in Wernigerode. Per Bildkomposition ergibt sich perfekt die Illusion, dass es mitten in den Bergen Bayerns liegt.

Karola Hattop und der Berliner Schauspieler Oliver Korittke ("Die Musterknaben") saßen mit im Publikum, sahen sich ihr Werk an und standen nach Filmende dem jungen Publikum für Fragen zur Verfügung. Und die kamen prompt, wie z.B. die ob es denn nicht kalt gewesen wäre, so mit Turnschuhen im Schnee. Eine weitere Fragen drehten sich um die Sturzeinlage von Arndt Schwering-Sohnrey auf der Treppe, bei er sich eine Beule und blaue Flecken holte und jemand anderes wollte gerne wissen, ob es Oliver Korittke unangenehm war, als er in den Hotel-Pool stürzte. Frau Hattop verriet, dass er sich ein wenig zickig verhalten habe und immer wieder fragte ob das Wasser denn auch warm sei. Anfangs genoss er auch die Szene, aber nachdem er sich drei Mal neue Klamotten anziehen und wieder ins Schwimmbecken musste hatte auch er nach eigener augenzwinkernder Aussage die Nase voll davon.



Lünen erlebte zwei sehr freundliche Filmemacher die sich Zeit für ihre jungen Zuschauer nahmen, im Kinofoyer fleißig Autogramme schrieben und Auskünfte auf die zahlreichen Fragen der kleinen Filmfreunde gaben. Darüber hinaus stand Oliver Korittke als Interviewpartner für die Splashmovies zur Verfügung. Das Interview können Sie hier nachlesen oder sich hier als Videostream ansehen.



Special vom: 15.11.2008
Autor dieses Specials: Jörg Hesse
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