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2. Festivaltag am 14.11.2008


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19. Kinofest Lünen - Zweiter Festivaltag am 14.11.2008



Wettbewerb RAKETE

Nachdem am Donnerstag das Kinofest mit "Palermo Shooting" eröffnet wurde, gab es am Samstag, den 14.11. den ersten Tag mit Festival-Beiträgen. Im Wettbewerb um die RAKETE, dem Kinder- und Jugendfilmpreis, lief "Das Morphus Geheimnis" von Karola Hattop, in dem Oliver Korittke und der bald als "Wickie" auf der Leinwand zu sehende Jonas Hämmerle zu sehen sind.

Eine ausführliche Besprechung zum Morphus-Geheimnis gibt es hier zu lesen.

Ein Interview mit Darsteller Oliver Korittke finden Sie hier.


Wettbewerb LÜDIA

Im Kampf um die Lüdia stehen sich Spiel- und Dokumentarfilme von Nachwuchsregisseuren gegenüber, die entweder Debüt- oder Zweitarbeiten darstellen und bislang noch keinen Kinostart hatten. Der Name Lüdia wurde aus Namensvorschlägen, die nach einem Wettbewerb eingereicht wurden ausgewählt. Er entstammt der Mischung aus dem Stadtnamen Lünen und der Lydia, einer Bronzestatue auf dem Lüner Marktplatz, die auch Grundlage für die Trophäe war.


Den Anfang im Lüdia-Wettbewerb machte am Freitag "Vom Atmen unter Wasser" von Regisseur Winfried Oelsner, der zuletzt mit "Projekt Gold", dem filmischen Dokumentar-Beitrag über den WM-Gewinn der deutschen Handball Nationalmannschaft für eine positive Überraschung sorgte. In seinem neuesten Werk beschäftigt er sich mit dem jungen Simon (Adrian Topol), der versucht die Selbstzerstörung seiner Eltern zu stoppen, nachdem seine Schwester einem gewaltsamen Tod erliegen musste. Als nächster Beitrag folgte die Dokumentation "Gerdas Schweigen" von Britta Wauer, in der die 87-jährige Gerda in ruhigen Tönen ihre Lebenserinnerungen schildert, zu denen auch eine an den Nerven zehrende Zeit in Auschwitz zählt. Nur noch bruchstückhaft vorhandene Erinnerung versucht der Journalist Knut Elstermann durch eigene Recherchen aufzufüllen. Weiter ging es im Wettbewerb mit der Tragikkomödie "Was wenn der Tod uns scheidet" von Ulrike Grote, die menschliche Schicksale rund um eine Hamburger Klinik beleuchtet und geschickt miteinander verknüpft. Den Abschluss schaffte dann am Freitag "Weltstadt" von Christian Klandt. Der Film erzählt vom Leben fünf verschiedener Menschen, beginnend 24 Stunden bevor ein Obdachloser von Jugendlichen in Brand gesteckt wird. Eine Begebenheit, die sich 2004 tatsächlich zugetragen hat und für großes Aufsehen und zahlreiche Diskussionen in den Medien sorgte.




EXTRA

Unter dem Thema "Extra" liefen verschiedene Filme außerhalb des Wettbewerbs. Dazu gehört u.a. "EXTRA Eine Welt" in dessen Rahmen die Dokumentation "Eisenfresser" von Shaheen Dill-Riaz gezeigt wurde. Der Dokumentarfilmer zeigt hierin auf, wie riesige Tanker und Containerschiffe von Hand zerlegt und die arbeitenden Menschen dabei gnadenlos ausgebeutet werden. Unter dem Begriff "EXTRA Extrem Nah" wurde das Portrait "Michael Hamburger - Ein englischer Dichter aus Deutschland" vom aus Unna stammenden Regisseur Frank Wierke gezeigt. Im "EXTRA Musik" lief der aus dem Jahre 1980 stammende "Asphaltnacht", in dem ein in die Jahre gekommener Rockmusiker auf der Suche nach der wahren Musik, den richtigen Song und im Grunde auch sich selbst ist. Neben dem "Wettbewerb Erste Hilfe", in dem 10 Kurzfilme gezeigt wurden, gab es auch noch "Lünen-Premieren". In diesem Rahmen lief neben dem Portrait "Ich, Immendorf" von Regisseurin Nicola Graef und "Wolke 9", Andreas Dresens viel diskutierter Beitrag über Liebe und Sex im hohen Alter noch Oliver Jahns "Die Eisbombe".

Eine Besprechung zu "Die Eisbombe" gibt es hier zu lesen.



Special vom: 15.11.2008
Autor dieses Specials: Michael Tomiak
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