Splashpages  Home Movies  Specials  R.I.P. till dawn  Die Besprechung zum Film
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
Inspector Barnaby - Volume 14Kesslers Knigge - Die komplette SerieRoller Girl

In der Datenbank befinden sich derzeit 85 Specials. Alle Specials anzeigen...

Die Besprechung zum Film
R.I.P. til dawn

R.I.P. till dawn

Story:
Vor langer Zeit fiel eine Bruderschaft in Ungnade und zog sich den Unwillen der Oberen zu. Die „Genossen der Sünde“, wie ihre Gegner sie nannten, wurden getötet und ihre Überreste sollten dem Feuer zur Läuterung überantwortet werden. Doch heimliche Anhänger verbargen die sterblichen Hüllen an einem geheimen Ort. Wenn Blut ihnen neue Nahrung gibt, würden sie auferstehen und das Land mit Pestilenz überziehen. Hunderte von Jahren später scheint sich dieser Fluch zu bewahrheiten, als zwei Gelegenheitsarbeiter beim Räumen eines Hauses den verwesenden Leichnam des Hausbesitzers finden. Ab dieser Entdeckung scheint nichts mehr zu sein wie es war, denn es ereignen sich immer mehr unheimliche Dinge.

Meinung zum Film:
  „R.I.P. till dawn“ ist der erste Film des Lüner Regisseurs Ralf Möllenhoff („Dead Eyes Open“) und wurde auf dem 7. Lüner Kinofest 1996 in einer Rohschnittfassung uraufgeführt. Dass es ein Erstling ist, merkt der Zuschauer bei der Betrachtung schnell, denn Bild und Ton bieten waschechte und reine Amateurqualität. Doch Möllenhoff hat mit diesem Film trotzdem etwas anzubieten, seine Filme sind immer durchdacht und er reiht nicht einfach nur einzelne Schockszenen aneinander. So sind schon in seinem Regiedebüt etliche gute und überraschende Kameraeinstellungen zu sehen. Und wenn dies beim Dreh bedeutete, dass ein Dach erklommen werden musste, dann ging es eben hoch hinaus. Das Ergebnis ist erfreulich und bietet dem Zuschauer eine recht abwechslungsreiche Vielfalt an Perspektiven. Dies garantiert ein Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit, denn die Szenen wirken nie gleich oder wie in einer Wiederholung.  

Der Horrorguru George A. Romero („Dawn Of The Dead“) ist, neben dem Literaten E. A. Poe, Möllenhoffs Vorbild, was stellenweise auch erkennbar ist. Der Regisseur orientiert sich an den Vorgaben seines Vorbildes und inszeniert die Zombies so, wie die konservativen Genrefans sie gerne sehen. Zombies rasen nicht wie in „28 Days Later“ durch die Gegend und auch ihre Beseitigung ist hier klassischer Natur. „R.I.P. till dawn“ ist sicherlich kein Meisterwerk, aber der Film ist ein Beleg dafür, dass man auch mit k(l)einem Budget einen stimmungsvollen Horrorfilm drehen kann. Probleme mit der Bildqualität wurden durch einen kleinen Schachzug zum Qualitätsmerkmal gemacht. Der anfängliche Hinweis auf „rotten film look“ kaschiert so manchen qualitativen Mängel, wobei der ein oder andere farbliche Schlenker noch nachträglich eingearbeitet wurde. Es gibt alles geboten, was einen Amateurfilms ausmacht, wie z.B. leicht schwankende/wackelige Aufnahmen, etwas verwaschene Farben und leicht hölzern gesprochene Dialoge. Um zu erschrecken, wendet Ralf Möllenhoff klassische Methoden an, wie einen schnellen Schnitt auf eine gruselige Nahaufnahme oder auch eine aufkreischende Akustik.  

Wer sein Auge gerne mit Mainstream-Produktionen beglückt, der sollte hier nicht unbedingt zugreifen. Wer allerdings Horrorfilme aus der dritten Reihe mag, die zudem noch durchdacht inszeniert wurden, dem wird „R.I.P. till dawn“ sicherlich gefallen. Zig minderwertige Produktionen werden monatlich auf den Markt geworfen, die einfach nur billig wirken und mit mehr oder minder viel Brutalität ein voyeuristisches Publikum finden sollen. So etwas liegt in diesem Fall nicht vor und die hausgemachten Splatterfeffekte, zu denen ein heftiger Auftakt mit dem Regisseur persönlich zählt, bei dem er so allerhand Innereien über sich ergehen lässt, sind nicht nur um ihrer selbst Willen gesetzt worden. Die Laiendarsteller geben ihr Bestes und das verdient Anerkennung, auch wenn es hier und da einmal etwas wackelig in der Darstellung wirkt.  

R.I.P. til dawn
  R.I.P. till dawn  
  R.I.P. till dawn  

Jörg Hesse

Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 1996
Regie:
Ralf Möllenhoff
Drehbuch:
Ralf Möllenhoff
Darsteller:
Sabine Lange, Bodo Hertzer, Ralf Möllenhoff, Ingo Grabbe, Detlef Klewer


Special vom: 10.06.2009
Autor dieses Specials: Jörg Hesse
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials