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Ralf Möllenhoff im Zeitraffer
R.I.P. til dawn

Independent-Filmemacher Ralf Möllenhoff...

... wurde 1970 in Lünen an der Lippe, östliches Ruhrgebiet, geboren.

Er selbst sagt über sich: „Seit ich denken kann, übt der phantastische Bereich eine ungeheure, faszinierende Anziehungskraft auf mich aus.“ Im frühen Kindesalter umschwärmte er Titelbilder diverser Horror-Romane und bewunderte die Filmplakate vieler klassischer Horror- und Science-Fiction-Filme.

Mit 6 Jahren folterte er seinen Vater so lange mit Überredungskünsten, dass er endlich die heiß ersehnte Vollkopf-Latexmaske des „Frankenstein Monsters“ bekam. Vom Onkel wurde noch schnell die Super 8-Kamera geliehen und schon entstand der erste 1-minütige Streifen.

Mit 10 Jahren gab es die eigene Super 8-Ausrüstung unter der Weihnachtstanne zu entdecken. Erster Film: FRANKENSTEIN –10 Minuten-Schnittfassung, schwarz-weiß und stumm.

R.I.P. til dawn


Etwas später dann das prägende Erlebnis: ZOMBIE (DAWN OF THE DEAD von 1978) als satter Super 8-Dreiteiler. Selbstverständlich musste dieser Film vorerst heimlich gesichtet werden. Aber ZOMBIE hat Ralf Möllenhoff so nachhaltig fasziniert, dass er sich zum ersten Mal fragte, wer diesen Film gemacht hat. Es war George A. Romero und fortan wollte er mehr wissen über den Mann, der für ihn perfektes Horrorkino inszenierte, ohne auch nur im Entferntesten erahnen zu können, irgendwann einmal gemeinsam mit seinem Idol vor der eigenen Kamera stehen zu dürfen.

Mit 12 Jahren sparte er sich mühselig die Summe für eine eigene Super 8-Kamera an. Dafür sackte er sich das tägliche Geld für den Schulbus ein und lief stattdessen den weiten Weg. Es folgten zahlreiche Schnellschüsse, erste filmische Experimente. Vieles wurde angefangen jedoch nie beendet, denn nach jedem Kinobesuch änderte sich auch spontan die bevorzugte Richtung.

1990 gelangte er in den Besitz einer komfortablen Super 8-Kamera. Es wäre mal an der Zeit, etwas längeres, komplexeres auszuprobieren. So kam ihm die Idee zu einem halbstündigen Kurzfilm namens "R.I.P.". Doch das reichte ihm nicht und bald entstand die eineinhalbstündige Variante "R.I.P. – BIS ZUM MORGENGRAUEN". In seinem damaligen Arbeitskollegen Detlef Klewer, Genre-Liebhabern als Spezialist des Phantastischen Bereichs bekannt, fand er den idealen Produktionspartner. Noch heute arbeiten die beiden eng zusammen.

1996 arbeitete Möllenhoff an dem Projekt "HIGH NOON IN LÜNEN" von Manfred Breuersbrock, einem Werbetrailer für das Kinofest Lünen. Möllenhoff war Regie-Assistent, verantwortlich für Requisite und Spezial-Effekte. Schließlich fand auch die gefeierte Premiere zu "R.I.P. – BIS ZUM MORGENGRAUEN" auf dem angesehenen Filmfest stilgerecht um Mitternacht statt. Im selben Jahr gründete er schließlich die "R.I.P. – independent production".

R.I.P. til dawn


Möllenhoff wurde als Kamera-Assistent bei dem RTL-Ableger teuto-tele in Dortmund für den News-Bereich engagiert, hier war er für zwei Jahre als freier Mitarbeiter tätig.

1997 arbeitete er als Regie-Assistent bei dem Dortmunder spartenübergreifenden Theaterstück "KOPF – STEIN – PFLASTER" von Rolf Dennemann.

2005 entstand DEAD EYES OPEN in Anlehnung und zu Ehren der Zombiefilme der 70er und 80er Jahre, denn zu dieser Zeit eroberten moderne Untote mit digitalen Effekten die Leinwände des Mainstream-Kinos. Möllenhoff trotzte bewusst diesem Trend und produzierte einen klassischen und ursprünglichen Zombiefilm – back to the roots.

2008 legte er mit NERVES einen intensiven und eigenständigen Horrorfilm nach, der vor allem durch seine starke visuelle Inszenierung und dem Erschaffen von bedrohlicher Atmosphäre überzeugt.

Möllenhoff produziert und finanziert seine Filme selbst, weitere Projekte sind in Planung.



Special vom: 10.06.2009
Autor dieses Specials: Michael Tomiak
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