I'm a Cyborg, but that's OK
Story:
Als das Mädchen Cha Young-goon (Su-jeong Lim) offensichtlich einen Selbstmordversuch begeht, wird sie in eine geschlossene Anstalt überwiesen. Die Ärzte können nicht zu ihr vordringen. Cha verheimlicht, dass sie sich für einen Cyborg hält und der vermeintliche Selbstmordversuch in Wahrheit ein Versuch war, ihre Batterien aufzuladen. Als sie immer schwächer wird und bald dem Tod nahe ist, sind die Ärzte ratlos. Nur der Patient Park Il-sun (Jung Ji-hoon aka Rain) geht auf sie ein und fängt an, ihrer Erklärung Glauben zu schenken und findet einen Weg, wie Cha Young-goon an neue Energie gelangen kann...
Meinung und Hintergründe zum Film:
Der südkoreanische "I'm a cyborg, but that's ok" ist ein genreübergreifender Mix aus Drama und Romanze mit komödiantischen Einflüssen. Regisseur Park Chan-wook ("Oldboy") hat einen nicht einfach zu beschreibenden Film auf die Leinwand gebracht, indem die junge Frau Cha Young-goon (Su-jeong Lim/"Chocolate") offensichtlich glaubt, sie sei ein Cyborg: Ein Versuch ihre Batterien zu laden, endet mich einem lebensbedrohenden Stromschlag, aufgrund dessen sie als Selbstmordgefährdete, Patientin in einer geschlossene Anstalt wird. Der Regisseur nimmt sich viel Zeit für die Einführung seiner Hauptfigur und zeigt den Plot aus zwei Blickrichtungen: Zum einen bekommt der Zuschauer Cha Young-goons innere Gedanken mitgeteilt, die verraten wie sie denkt und fühlt, auf der anderen Seite steht der Blick von außen auf die junge Frau, die Sichtweise der Ärzte, welche ihren Zustand medizinisch psychologisch erklären wollen. Der Zuschauer "glaubt" ihr, weiß aber auch, dass die Ärzte mit der Sorge um ihr Leben nicht völlig falsch liegen.
Park Il-sun (Jung Ji-hoon/"Speed Racer") ist vom ersten Aufeinandertreffen fasziniert von Cha. Ohne wie die Ärzte analytisch nachzuforschen, was mit ihr los ist, akzeptiert er auf einer gewissen Ebene ihr Verhalten als Cyborg. So ist er es auch, der eine Sensibilität für ihre Bedürfnisse entwickelt und näher zu ihr vordringt, als es den Ärzten gelingt. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie zwei Menschen zueinander finden (dieses Zueinanderfinden als Lovestory zu bezeichnen würde den Sachverhalt zu sehr vereinfachen) indem sie sich so akzeptieren, wie sie sind. Park Il-sun bringt Verständnis für sie auf, will sie weder verbiegen noch verändern oder sie "therapieren". Sein anfängliches scheues Austesten wer sie ist, wechselt bald in tiefe Sorge um ihr Leben, da Cha scheinbar jegliche Lebensenergie entfleucht und es bald sehr schlecht um sie steht. Nur durch Einfühlsamkeit und sensibles ein- und auf sie zugehen kann er ein Vertrauensverhältnis zu Cha aufbauen. Eine anrührende Geschichte, die vom Umgang der Menschen miteinander erzählt und aufzeigt, wie elementar gegenseitige Akzeptanz sein kann.
Regisseur Chan-wook Park, Jahrgang 1963, konnte bereits vor große "I'm a cyborg, but that's ok" große Erfolge, die über die koreanische Grenze hinaus reichen, feiern: Seine Rache-Trilogie aus der ersten Hälfte der 2000der Jahre bestehend aus "Sympathy for Mr. Vengeance", "Oldboy" und "Lady Vengeance" hat ebenso internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wie der hier vorliegende "I'm a cyborg, but that's ok" aus dem Jahr 2006. Mit diesem Werk war Chan-wook im Wettbewerb der 57. Berlinale 2007 vertreten, in dessen Rahmen der Film vom Publikum wie auch den Kritikern sehr positiv aufgenommen wurde. Den Goldenen Bären hat "I'm a cyborg, but that's ok" zwar nicht gewonnen, wurde aber im Rahmen des Festivals mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnet. Zwei Jahre nach dem Erfolgsscreening auf der Berlinale, hat R.E.M. den Film am 17.01.2008 in die deutschen Kinos gebracht.
DVD Aufarbeitung:
Die Umsetzung des Films auf dieser DVD kann nicht bemängelt werden. Das Bild ist schwarf und kontrastreich und zudem extrem klar. Der Ton ist gerade bei der musikalischen Untermalung voll und pompös, die Dialoge jederzeit gut verständlich. Die 5.1 Dolby Digital Tonspuren liegen auf Deutsch und Koreanisch vor, deutsche Untertitel sind optional einblendbar.
Als Extras sind Interviews mit Park Chan-wook, Su-jeong Lim und Jung Ji-hoon, wie auch Deleted Scenes (mit und ohne Regiekommentar) und ein Making of enthalten. Der Kinotrailer und ein Bericht von der Berlinale-Teilnahme rundet die Extras ab.
Fazit:
"I'm a cyborg, but that's ok" ist ein faszinierendes Plädoyer für den einfühlsamen Umgang miteinander und gegenseitige Akzeptanz. Park Chan-wooks Film ist genreübergreifend zwischen Drama und Romanze anzusiedeln, unterhält zudem über eine ganz eigene Komik.*
Daten zur DVD:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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107:16 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.1
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Koreanisch: Dolby Digital 5.1
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Untertitel:
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Deutsch
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Bonusmaterial:
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- Interviews mit Park Chan-wook, Su-jeong Lim und Jung Ji-hoon
- Deleted Scenes (mit und ohne Regiekommentar)
- Making of
- Kinotrailer
- Bericht Berlinale 2007
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I'm a Cyborg, but that's OK
Saibogujiman kwenchana
Faszinierender und kurioser Genre-Mix der schnell fesselt
Autor der Besprechung: Marcus Offermanns
Filmdaten: Produktionsland,-jahr: Südkorea, 2006
Regie: Chan-wook Park
Drehbuch: Seo-Gyeong Jeong, Chan-wook Park
Darsteller: Su-jeong Lim, Jung Ji-hoon
Label : rapid eye movies DVD-Verleihstart : 22.05.2009
DVD-Verkaufsstart : 22.05.2009
Vertrieb : Kein Vertrieb bekannt DVD-Verleihstart : Kein Termin bekannt
DVD-Verkaufsstart : Kein Termin bekannt
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