20. Kinofest Lünen - 3. Festivaltag am 21.11.2009
Wettbewerb Rakete
Der Samstag wird eröffnet mit dem Spielfilm "Das große Rennen", der um die Gunst des jungen Publikums buhlt. Hierin versucht die 11-jährige Mary sich ihren großen Traum, die Teilnahme an einem Seifenkistenrennen zu erfüllen. Doch ihre Probleme beginnen schon damit, dass ihre Familie kein Geld hat, um ihr ein geeignetes Gefährt zu kaufen.
Wettbewerb Lüdia
Der erste Beitrag im "Lüdia"-Wettbewerb ist "Freifliegen". In dieser Dokumentation erzählen vier Stewardessen und ein Pilot der ehemaligen DDR-Fluglinie "Interflug" von ihren nostalgischen Erlebnissen. Weiter geht es mit der Dokumentation "Alias", in der ein Libanese den Bruch in seiner Familie untersucht, indem er seine nahen Verwandten mit den Geschehnissen konfrontiert, die Auslöser für den tiefen Graben in der Familie waren. Der Spielfilm "Was du nicht siehst" beschäftigt sich ebenfalls mit Familienbanden und dem Versuch, ein freundliches Miteinander wiederherzustellen. Doch die düster wirkenden Jugendlichen von Nebenan beginnen den Familienfrieden zu stören. Weitergeführt wird der Wettbewerb durch "Zarte Parasiten". Einem Spielfilm, der sich zwei parasitären Liebenden widmet, welche die Bedürftigkeiten ihrer Menschen ausnutzen, um sich durchs Leben zu schlagen, irgendwann aber an den Punkt geraten, wo einer von ihnen seine Opfer lieb gewinnt. Anwesend sein werden dabei die Schauspieler Robert Stadlober und Maja Schöne, sowie die Regisseure Oliver Schwabe und Christian Becker. Für den Abschluss sorgt dann die Dokumentation "Pianomania", in der über den Konzerttechniker Stefan Knüpfer berichtet wird, der als Spezialist für Steinway-Flügel für die perfekte Arbeitsumgebung für die größten Flügelvirtuosen sorgt.

Wettbewerb Erster Gang
Mit dem Wettbewerb "Erster Gang" geht der letzte Kurzfilm-Wettbewerb an den Start, der wie beim "Westfälischen Filmpreis" drei mittellange Filme im Wettbewerb hat.
EXTRA Lünen-Premieren
Als Premieren werden am Samstag drei Filme gezeigt. Die Dokumentation "Die Anwälte - Eine deutsche Geschichte" widmet sich dem Lebensweg von Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler, die in den 70er-Jahren die BRD als Unterdrücker politischer Freiheit und Vasallen der USA ansahen und nun zum Teil selbst ein Teil des staatlichen Getriebes sind. Der Spielfilm "Résiste - Aufstand der Praktikanten" zeigt die verworrene Liebe zwischen Till und Sydelia. Während Till versucht mit einer Idee das große Geld zu machen, plant Sydelia eine Revolution. Abschließend folgt noch "Liebe Mauer", ein Spielfilm über eine deutsch/deutsche-Liebesgeschichte, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer. Regisseur Peter Timm wird anwesend sein und den Besuchern Rede und Antwort stehen.

EXTRA Eine Welt
Unter dem Motto "Eine Welt" laufen am Samstag insgesamt drei Beiträge, wobei "El Alberto" bereits am Donnerstag im Rahmen des "Kinofest Plus" gezeigt wurde. Die Dokumentation läuft noch einmal in einem Doppelprogramm zusammen mit "Agridulce", der zeigt, wie vier Menschen über eine Sahnetorte ihrem harten Alltag in Kuba zu entfliehen versuchen. Zuvor wird in "Alptraum im Fischerboot" gezeigt, wie die europäische Fischereiindustrie Menschen in Afrika ihrer Nahrungsgrundlagen beraubt und sie zu gefährlichen Flüchtlingsaktionen treibt.
EXTRA Zwanzig
Unter dem Motto "Zwanzig" präsentiert das Filmfest zwei Gewinner vorangegangener Festivals im Doppelprogramm. Zum einen ist dies der Gewinner des Kurzfilmpreises 2002, "Lassie" von Sinan Akkus, zum anderen der Lüdia-Gewinner aus dem Jahre 2003 "7 Brüder". Brüder haben bei diesem Doppelprogramm freien Eintritt. Nur der erste der Brüder bezahlt, alle weiteren können sich die Filme kostenlos ansehen.
EXTRA Aller guten Filme sind drei
Den Abschluss des Abends bildet die griechische Antwort auf Horst Schlämmer - die Handpuppe Kosta Rapadopoulos nimmt mit der für ihn deutlichen Art und Weise zwei Kurzfilme seiner Lieblingsregisseure Samy und Jasin Challah auseinander und zieht anschließend auch noch über "Hörspiel - Der Film" her. Für eine ganz andere Art Filmerlebnis vor und auf der Leinwand dürfte hierbei gesorgt sein. Wenn Sie Rapadopoulos noch nicht kennen sollten, können Sie sich unter http://puppetempire.com/?cat=16 einen Eindruck von seiner scharfen Zunge verschaffen!
|