Story: Eine Aneinanderreihung von Aufnahmen vieler Häuser und Wohnkomplexen im Großraum New York. Eine Einstellung folgt auf die andere. Immer mehr davon reihen sich aneinander. Alle mit einer Einblendung versehen: Ein Name und die Adresse, unter der das zu sehende Gebäude zu finden ist. An diesen Orten haben einmal Menschen gelebt. Diese Menschen sind tot – an AIDS gestorben.
Meinung und Hintergründe zum Festivalscreening: Ira Sachs ("Forty Shades of Blue") zeigt in seinem Kurzfilm die letzten Wohnungen oder Häuser vieler Menschen, die an AIDS gestorben sind. Kommentarlos und ohne Ton reiht der Regisseur Aufnahmen von Anwesen, Grundstücken oder Wohnungen aneinander. Stille bestimmt das Bild. Durch die Einblendung eines Textes am Ende des Films wird aufgeklärt: Alle Bewohner sind mittlerweile an der Immunschwächekrankheit AIDS verstorben.
"Last Adress" dauert nicht lange, wirkt aber umso intensiver nach. Die Vielzahl der Verstorben bedrückt. Welches Leben haben sie wohl geführt? Welche Persönlichkeiten beherbergten die gesehen Gebäude?
Der Kurzfilm ist der Berlinale-Sektion Panorama Dokumente zugeordnet und läuft vor Rosa von Praunheims "New York Memories". Thematischer Bezug ist New York: Alle Anwesen aus "Last Adress" sind im Großraum der amerikanischen Weltstadt zu finden. Von Praunheim stellt in seiner Dokumentation die Menschen dieser Stadt vor. Sachs zeigt die letzten Wohnungen. Zusammen entfalten beide Filme eine starke emotionale Wirkung.
Fazit "Last Adress" ist ein sehr vielsagender Kurzfilm. Die Aufnahmen von Wohnorten mittlerweile verstorbener AIDS-Kranker stimmt nachdenklich und lässt nach den Menschen hinter den Häuserfassaden fragen. Ein stiller, aber doch enorm ausdrucksstarker Film.
Last Adress Last Adress Emotional stimmender Kurzfilm
Autor der Besprechung: Marcus Offermanns
Filmdaten: Sektion:
Panorama Dokumente Produktionsland,-jahr: USA, 2010 Regie:
Ira Sachs Darsteller:
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