The Kids are all right
Story: Jules (Julianne Moore) und Nic (Annette Bening) führen seit 20 Jahren eine glückliche Beziehung. Durch zwei künstliche Befruchtungen haben sie ihre Kinder Joni (Mia Wasikowska) und Laser (Josh Hutcherson) bekommen. Die Familie führt ein vollkommen normales, mittelständisches Leben. Als Joni 18 wird, darf sie den Spender ausfindig machen, dessen Samen zu ihrer Zeugung benutzt wurde. Sie selbst will den Kontakt zum leiblichen Vater eigentlich nicht, aber der erst 15jährige Laser drängelt sie. Paul (Mark Ruffalo) ist erst verwundert, von den beiden Kids zu hören, freundet sich aber schnell mit ihnen an. Als ihre Mütter davon Wind bekommen, herrscht zunächst Eiszeit innerhalb der Familie. Doch dann sind auch sie neugierig auf den fremden Mann. Als Jules ihn näher kennen lernt, gerät ihr Leben gehörig durcheinander. Meinung und Hintergründe zum Festivalscreening: "The Kids are all right" ist eine erfrischend lockere Komödie im diesjährigen Programm, der jedoch außer Konkurrenz gezeigt wird. "The Kids are all right" behandelt dabei durchaus ernste Themen, die aufbereitet mit einer ordentlichen Priese Humor, einen stimmigen Mix ergeben. Autorin und Regisseurin Lisa Cholodenko ("The L Word") schafft den Spagat zwischen anspruchsvollem Inhalt und guter Unterhaltung, zumal sie das gerade in den USA heiß diskutierte Thema der Homo-Ehe behandelt. Ihre Protagonistinnen leben nämlich in einer solchen, haben sogar Kinder bekommen und leben ein völlig normales Familienleben. Streit, Ärger, Harmonie und elterliche Liebe geben sich die Klinke in die Hand. Cholodenko zeigt also ganz gewöhnliches Familienleben, wie es in gemeingültigen Vorstellungen existiert. Das zwei Frauen zusammenleben, spielt hier und ganz nebenbei erwähnt ebenso für die Kinder, keine Rolle.

Das harmonische Familienleben wird jäh gestört, als Tochter Joni (Mia Wasikowska, "Alice in Wonderland") 18 wird und den leiblichen Vater Paul (Mark Ruffalo, "Stadt der Blinden") in Erfahrung bringen darf. Die neue Bekanntschaft bleibt den beiden Müttern Jules (Julianne Moore, "Boogie Nights") und Nic (Annette Bening, "American Beauty") nicht lange verborgen und so sind alle neugierig, wer der Fremde denn ist.
Lebemann Paul, der ein Bio-Restaurant besitzt, bringt rapide Schwung in die Familie. Die Kinder sind schnell von ihm begeistert, auch Jules knüpft allmählich näheren Kontakt und so ist es nur Nic, die dem Ganzen recht skeptisch gegenüber steht. In ihr manifestiert sich die Angst, das über Jahre aufgebaute Familienglück zu verlieren. Durch einen Mann, der im bisherigen Leben keine Rolle spielte. Die Geschichte ist dynamisch, gerade die Figur der Jules bringt viel Durcheinander und damit natürlich für den Zuschauer interessante Wendungen ein.

Unterm Strich ist "The Kids are all right" ein unterhaltsamer Familienfilm, der sich nicht in Geschlechterproblematik ergeht, sondern seine tolle Story einfach ausspielt. Die Figuren sind rund, der Film kommt schnell in Gang und verrennt sich nicht in typischen Klischees. Gute darstellerische Leistungen aller Beteiligten sind hier die Basis für das Funktionieren. Unterm Strich ist "The Kids are all right" eine tolle Idee, gute Darsteller, ein wichtiges Thema und das alles verpackt die Regisseurin zwei abwechslungsreiche Kinostunden.
Fazit "The Kids are all right" ist ein unterhaltsamer Familienfilm der etwas anderen Art. Das Leben zweier Frauen und deren Kinder wird durch einen Mann ziemlich durcheinander gewirbelt. Das ist lustig und ernst gleichermaßen, ergeht sich nicht in Klischees und spricht das heiß diskutierte Thema der Homo-Ehe an. Ein toller Beitrag und zurecht mit dem Teddy-Preis ausgezeichnet.
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The Kids are all right The Kids are all right  Witzige Komödie mit wichtiger Aussage
Autor der Besprechung: Marcus Offermanns
Filmdaten: Sektion:
außer Konkurrenz Produktionsland,-jahr: USA/Frankreich, 2009 Regie:
Lisa Cholodenko Darsteller:
Julianne Moore, Annette Bening, Mark Ruffalo |
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