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Yo Yo Girl Cop
rapid eye movies - Intro edition asien


Yo Yo Girl Cop

Story:
Als sich in Tokyos Seisen-Highschool die Vorzeichen auf ein bevorstehendes Bombenattentat häufen, wird das hitzköpfige Teenager-Girlie Saki (Aya Matsuura) als Undercover-Ermittlerin in die Reihen der Schüler eingeschleust. Schnell lernt Saki die geltende Hierarchie kennen, knüpft Verbindungen und fasst bald erste Verdächtige ins Auge. Scheinbar steckt eine größere Organisation hinter dem Ganzen. Und so dauert es nicht lange bis Kira mit ihrem Kampf-Yo Yo bewaffnet, einigen üblen Schergen gegenüberseht. Doch sie haben nicht mit den Qualitäten des Teenie-Haudegen gerechnet und so mischt Saki die Verbrecherreihen ordentlich auf....

Meinung und Hintergründe zum Film:
Der trashige Asia-Klopper "Yo Yo Girl Cop" basiert auf der Mangaserie "Sukeban Deka", deren 22 Ausgaben zwischen den Jahren 1976 und 82 veröffentlicht wurden. Bereits mehrfach gab es Adaptionen des Stoffes um die Yo Yo-schwingende Undercoverpolizistin für Film und Fernsehen. Zunächst lief in den Jahren 1985 bis 87 die Fernsehserie. Über drei Staffeln mit insgesamt 108 Folgen zogen sich ihre Fälle, die in zwei Spielfilmen ihre Weiterführung fanden. Auf die 90minüter von 1987 und 88 folgte 1991 ein zweiteiliger Animationsfilm. Die Reise durch verschiedene Formate wurde nach längerer Pause 2006 wieder fortgesetzt: Die mittlerweile dritte Verfilmung des Franchises erscheint und ist jetzt Bestandteil der "Edition Asien 1". Regisseur Kenta Fukasaku tritt in die Fußstapfen seines Vaters Kinji Fukasaku, der durch "Tora! Tora! Tora!" (1970) und den Kultfilm "Battle Royale" (2000) bekannt wurde. Mit Aya Matsuura ("Matthew's Best Hit TV") in der Hauptrolle besetzt, hat die jüngste Verfilmung eine optimal in die Rolle passende Darstellerin gefunden. Ganz nebenbei ist den Machern ein kleiner Casting-Coup gelungen: Yuki Saitô, die bereits 1985 in der TV-Serie die Hauptfigur spielte, ist als Sakis Mutter auch auch jetzt wieder mit an Bord.

Die neueste "Yo Yo Girl Cop"-Version wird ein Fest für alle Trashfilm-Liebhaber. Alleine die Story um eine Teenager-Zicke, die mal eben so zum Undercover-Cop gemacht wird und als Waffe ein Metall-Yo Yo mitbekommt, ist ein Highlight im Fach. Ähnlich wie Lara Croft ihre Wumme, hat Saki ihr Yo Yo in einem Lederhalfter um den Oberschenkel geschnallt. Im knappen Schulmädchenoutfit lässt sie bald Fäuste und Yo Yo fliegen, dass dem Zuschauer nur die Freude am präsentierten Unsinn überbleibt. Denn mehr als ein Fun-Movie ist "Yo YO Girl Cop" nicht, erfüllt aber seinen Job als solches hervorragend. Zu überlegen bleibt, ob der Umgang mit ernsten Themen wie Selbstmordattentate, Sekten oder Mobbing unter den Schul-Kids nicht zu sehr auf die leichte Schulter genommen wird. Blendet man diese Bedenken aus, kann der Spass losgehen.  

Inszenatorisch greift der Film ins Volle. Wenn sich die Kontrahentinnen gegenüberstehen, mag das einem Western gleichkommen. Der Augenaufschlag, von einem geheimnisvollen Wummern unterlegt, wird nur noch vom umherzischenden Yo Yo getoppt. Die hymnenartigen Musikstücke treiben das Spiel letztendlich auf den Höhepunkt, so dass der Look des Ganzen das ist, was am meisten gefällt. Poppige Bilder, beeindruckend choreographierte Martial Art-Fights und eine gute Hauptdarstellerin sorgen für viel Spaß über die Laufzeit von knappen 100 Minuten. Das Finale hätte durchaus mehr Pepp vertragen können, aber vielleicht gibt es den ja im einem nächsten Teil, eine reizvolle Vorstellung für alle Trash-Fans mit Asia-Faible.

DVD Aufarbeitung:
Die Bildqualität der DVD bewegt sich im ordentlichen Bereich. Farbintensität und Kontraste sowie Helligkeit und Schärfe sind gut umgesetzt. Lediglich ein wenig Bildrauschen an dunklen Stellen trübt den Eindruck. Die deutsche und japanische Dolby Digital 5.1 Tonspur gefällt aufgrund guter Dialogverständlichkeit und macht zudem viel Action auf den Boxen. Deutsche Untertitel können ausgewählt werden.  

Als Extras gibt es ein kurzes Feature, in dem sich die frühere und heutige Darstellerin der Saki treffen und über die verschiedenartigen Herausforderungen des Films unterhalten. Weiter hat die DVD Interviews mit dem Filmteam und mehrere Trailer, auch zu den alten Filmen, zu bieten. Das 22 Minuten-Feature "Mission" rundet die gelungenen Extras ab und zeigt nochmal Eindrucke vom Dreh und Aufnahmen der PR Kampagne.  

Fazit:
"Yo Yo Girl Cop" ist ein trashiger Spaßfilm, der viel Action und eine passable Story zu bieten hat. Der zu unvorsichtige Umgang mit ernsten Themen stört den Genuss merklich. Kann man dies ausblenden, steht ein unterhaltsamer Asia-Actioner bevor, dessen Hauptdarstellerin eine gute Figur macht. Die DVD erfreut darüber hinaus durch tolle Extras und die gute Bildqualität.

Daten zur DVD:

FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
99:09 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Japanisch:
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Feature Darstellerinnentreffen
  • Interviews
  • Mehrere Trailer
  • Feature über Dreharbeiten und PR Auftritte

Intro edition asien -
Yo Yo Girl Cop
Sukeban Deka: Kôdo nêmu = Asamiya Saki

Marcus Offermanns
Spassiges Trash-Feuerwerk
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Japan, 2006
Regie:
Kenta Fukasaku
Drehbuch:
Shoichi Maruyama
Darsteller:
Aya Matsuura, Rika Ishikawa, Erika Miyoshi, Yui Okada, Yuki Saitô

Label Deutschland :
rapid eye movies
Vertrieb Schweiz :
AL!VE AG

DVD-Verkaufsstart :
19.03.2010





Special vom: 24.03.2010
Autor dieses Specials: Marcus Offermanns
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