Perhaps Love
Story: Als der chinesische Regisseur Nie Wen (Jacky Cheung) seinen neuen Streifen, einen Musicalfilm, mit seiner gutaussehenden Freundin Sun Na (Zhou Xun) besetzt, ahnt Wen nicht, dass er soeben eine klassische ménage à trois ausgelöst hat. Suns Filmpartner Lin Jian-dong (Takeshi Kaneshiro) war vor zehn Jahren mit Sun liiert, was der Filmemacher jedoch nicht weiß. Sun lässt sich von dem unerwarteten Wiedersehen nicht aus der Ruhe bringen, doch in Lin entbrennt erneut das lodernde Feuer der Leidenschaft, weshalb er beginnt, um Sun zu kämpfen. Wie ein Spiegel des realen Lebens scheint die Musicalhandlung ins Puzzlespiel hineinzupassen: Sun spielt spielt eine Frau, deren Erinnerungsvermögen durch eine Amnesie ausgelöscht wurde, weshalb sie einer Wanderzirkus-Gruppe beitritt, während Lin als ihr früherer Freund versucht, das erloschene Wissen in ihr zu wecken. Mit ihm streitet sich Wan als Zirkusdirektor um die Gunst der hübschen Frau, Realität und filmische Fiktion vermischen sich zu einem bizarren Dreiecks-Trip.
Meinung und Hintergründe zum Film:
Mit "Perhaps Love" wird nach einer ganzen Reihe japanischer Filme die "Intro Edition Asien 2" mit einem Film aus China fortgeführt. Regisseur Peter Chan ("The Warlords") inszeniert eine interessante Liebesgeschichte auf kunstvolle Weise, indem er das Motiv eines Films im Film initiiert. Das sich auf beiden erzählerischen Ebenen das Liebesdreieck zwischen den Protagonisten Sun Na (Zhou Xun, "The Massage"), Nie Wen (Jacky Cheung, "Ashes of Time") und Lin Jian-dong (Takeshi Kaneshiro, "Red Cliff") abspielt, ist ein Kunstgriff der besonderen Art. Die Vermischung aus Realität und Fiktion steigert das Interesse am Zuschauen enorm - vor allem weil nach einiger Zeit kaum noch klar ist, auf welcher narrativen Ebene das Gezeigte gerade spielt. Durch Rückblenden, Gegenwartsaufnahmen und die Film-im-Film-Sequenzen wird "Perhaps Love" zu einem verschachtelten Filmerlebnis, deren Erzählung gleich mehrere Ebenen in Anspruch nimmt. Das Regisseur Chan diese kuriosen Auswüchse letztendlich doch schlüssig unter "einen Hut" bekommt, ist ihm hoch anzurechnen.
"Perhaps Love" wirkt vor allem wegen dieser, auf mehreren Ebenen stattfindenden Erzählung, elektrisierend und fesselnd, wobei Verwirrung und surreaslistische Empfindungen den Zuschauer herausfordern. Dieser muss hellwach sein, um der sprunghaften Narration folgen zu können. "Perhaps Love" bietet über seinen Look hinaus viele weitere Anreize: Das Szenenbild ist aufwendig dekoriert, die pompösen Kulissen mit einem Auge für Stil erreichtet. Den positiven Eindruck verstärken die dynamischen Musicalszenen, die zum einen hervorragend choreographiert sind, aber auch filmisch - beispielsweise durch die lebendige farbliche Gestaltung - einiges hermachen. Auch die Gesangseinlagen überzeugen und sind zum Teil durch ihren kraftvollen Ausdruck beeindruckend geraten. Das Aussehen und alle inhaltlichen Elemente des Gesamtwerks sind unter künstlerischen Gesichtspunkten sehr interessant anzusehen, wobei die Macher zu jeder Zeit darauf achten, dass die Story nicht vernachlässigt wird.
Als Herzstück des Ganzen steht ganz klar die Liebesgeschichte im Fokus. Peter Chan gelingt es löblicherweise, diese weitestgehend ohne den üblichen Kitsch zu erzählen, der gerade in Hollywood-Produktionen oft eine erhebliche Rolle spielt. Man möchte fast behaupten, dass in "Perhaps Love" die inneren Welten der Figuren spürbar werden. Dies liegt natürlich auch zu einem großen Teil an den exzellent aufwartenden Schauspielern, die es verstehen, ihre facettenreiche Dreiecksgeschichte sehr glaubwürdig und sensibel darzustellen. Alles in allem ist Peter Chan mit "Perhaps Love" eine künstlerisch anspruchsvolle und emotional bewegende Lovestory gelungen, die sich vor keiner vergleichbaren Produktion aus den westlichen Ländern verstecken muss. . DVD Aufarbeitung:
Im Bildbereich liegt die gebotene Qualität bei den in dieser Edition typischen Standards. Während Schärfe und Farben ganz ordentlich aussehen, ist hin und wieder mäßiges Bildrauschen auszumachen. Den Filmgenuss stört dies jedoch nur wenig. Im Tonbereich hat sich das Label eine deutsche Bearbeitung gespart und setzt auf den Originalton in Mandarin (Dolby Digital 5.1). Dieser kann durch die optionalen deutschen Untertitel auch für ein Publikum ohne entsprechende Sprachkenntnisse verstanden werden.
In den Extras findet sich ein zweigeteiltes Making of-Feature, Nummer 1 behandelt den Themenbereich der Musik, während im zweiten Clip die Entstehung des inhaltlichen Teils im Vordergrund steht. Zusätzlich gibt es noch den Trailer zu sehen. Fazit: "Perhaps Love" ist ein kunstvoll inszenierter Musicalfilm, der auf mehreren Inhaltsebenen spielt, die eng miteinander verflochten sind. Sowohl die Inszenierung als auch die Leistung der Darsteller sind als hervorragend zu bewerten, weshalb der Film als fesselnd und emotional ansprechend zu bezeichnen ist. Die DVD ist qualitativ ordentlich aufgearbeitet und bietet zwei nützliche Making of-Clips als Extras.
Daten zur DVD:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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107:50 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Mandarin:  Dolby Digital 5.1
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Untertitel:
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Deutsch
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Making of "Drama"
- Making of "Music"
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 Perhaps Love
Rúguǒ. Ài
Sehenswerter, künstlerisch ambitionierter Musicalfilm, der eine packende Dreieckslovestory erzählt Autor der Besprechung: Marcus Offermanns
Filmdaten: Produktionsland,-jahr: China / Malaysia / Hong Kong, 2005 Regie: Peter Chan
Drehbuch: Oi Wah Lam, Raymond To
Darsteller: Takeshi Kaneshiro, Xun Zhou, Jacky Cheung
Label : rapid eye movies DVD-Verleihstart : 03.09.2010 DVD-Verkaufsstart : 03.09.2010
Vertrieb : Kein Vertrieb bekannt DVD-Verleihstart : Kein Termin bekannt
DVD-Verkaufsstart : Kein Termin bekannt
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