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Story:
Margaret Reedle (Brigitte Grothum) ist ihres Lebens nicht mehr sicher. Seit einiger Zeit bekommt sie Drohanrufe, und Anschläge auf ihr Leben machen klar, dass diese durchaus ernst gemeint sind. Eigentlich erhoffte sich die junge Frau durch ihre neue Anstellung bei der Gräfin Lady Eleonora Moron (Lil Dagover), den mysteriösen Ereignissen entfliehen zu können, muss sich aber schon bald durch Ereignisse eines besseren belehren lassen. Mike Dorn (Joachim Fuchsberger) nimmt sich der jungen Frau an und deckt dabei ein lang gehütetes Geheimnis auf.
Meinung zum Film:
Mit „Die seltsame Gräfin“ verhalf Horst Wendlandt einer ganz besonderen Variante eines Wallace-Stoffes in die Kinos. Als Hommage an das alte deutsch UFA-Kino wurde ein großer Teil der Rollen mit Stars der großen deutschen Kinoglanzzeit besetzt. Lady Moron wird von Lil Dagover („Das Cabinet des Dr. Caligari“) dargestellt, die in den 20er Jahren zu einem gefeierten Star wurde In weiteren Rollen spielen Marianne Hoppe („Romanze in Moll“), die 10 Jahre mit Gustav Gründgens („M“) verheirat war, als Margarets Mutter, Rudolf Fernau („Ludwig II“) als undurchsichtiger Dr. Tappert, Richard Häussler („Die Frühreifen“) als Chesney Praye, sowie Fritz Rasp („Metropolis“) als Rechtsanwalt Shaddle. Als Regisseur wurde Josef von Baky („Münchhausen“) verpflichtet und das Drehbuch verfasste u.a. Robert A. Stemmle („Der Mann, der Sherlock Holmes war“). Da Josef von Baky während der Dreharbeiten jedoch erkrankte, übernahm der nicht unbedingt gern gesehene und wegen verschiedener Differenzen nicht mehr berücksichtigte Jürgen Roland übergangsweise den Regiestuhl und kam so zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen, kurzen Gastspiel in der Reihe.
Nach dem Rückschlag an den Kinokassen, den der „Fälscher von London“ unverdienterweise erleiden musste, stellte man nun mit Joachim Fuchsberger in der Rolle des Mike Dorn klar, dass der Film wieder einen strahlenden Helden, welcher der Maid in Gefahr helfen kann, vorzuweisen hat. Zu beschützen hat er Brigitte Grothum, die sich als „Das Mädchen Marion“ in das Bewusstsein der deutschen Kinogänger spielen konnte. Die überzeugendste Leistung liefert jedoch wieder einmal Klaus Kinski ab und er übertrifft seine ohnehin schon bemerkenswerte Darstellung aus „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ noch einmal und verleiht dem psychopatisch gestörten Bösewicht endgültig ein Gesicht, an dem sich andere Darsteller zu messen haben.
Die Story und die Spannung des Films sind auch gut umgesetzt worden und wissen zu gefallen. Dabei sind es weniger die britischen, nebelverhangenen Ortschaften, die für Stimmung sorgen, als vielmehr das gleichermaßen gespenstisch und anmutend erscheinende Schloss der Lady Moron, wie auch die beklemmende Stimmung in der Irrenanstalt, die für Gänsehautschauer sorgen können. Bei den Drahtziehern hinter den Anschlägen auf das Leben der jungen Margaret hat man sich allergrößte Mühe gegeben, möglichst vielen Personen ein Motiv zu verleihen und das Publikum maximal zu verwirren, wenn es um die Auflösung des Falles geht.
DVD Aufarbeitung:
Das Bild der „seltsamen Gräfin“ kann bei dem Titel mithalten und demnach auch als merkwürdig bezeichnet werden. Merkwürdig insofern, dass es von allen Filmen bislang am deutlichsten mit Rauschen und leichten Helligkeitsschwankungen versehen ist. Wären die vorhergehenden DVDs nicht in solch perfekter Bildqualität gewesen, wäre es vielleicht gar nicht mal so stark ins Gewicht gefallen und man hätte es mit einem „es ist halt ein alter Film“ begründen können. Aber gemessen an der Reihe, sind die kleinen Makel nicht zu übersehen. Dafür ist der Ton wesentlich besser gelungen und bis auf Übersteuerungen in den Höhen, die sich wie ein leichtes Lispeln anhören, ist er gut gelungen.
Bonusmaterial ist keines auf der Disk zu finden.
Fazit:
„Die seltsame Gräfin“ ist durch seine auserwählte Darstellerriege aus alten UFA-Zeiten die sicherlich wertvollste und adligste Verfilmung der gesamten Reihe. Aber auch auf spannende Unterhaltung wurde sehr viel Wert gelegt und so könnte sich der Film seinen eigenen Ehrenplatz in der Geschichte der Edgar Wallace-Reihe sichern. Die digitale Umsetzung ist leider nicht ganz so vornehm und bis zu diesem Punkt die schlechteste, wobei sie aber immer noch annehmbar ist.
Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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91:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.0
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Englisch: Dolby Digital 2.0
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
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Bonusmaterial:
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Die seltsame Gräfin
Die seltsame Gräfin
Edgar Wallace im Glanz der alten UFA-Tage
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr: Deutschland, 1961
Regie: Josef von Baky, Jürgen Roland
Drehbuch: Robert A. Stemmle, Curt Hanno Gutbrod (nach dem Roman "The Strange Countess" von Edgar Wallace)
Darsteller: Joachim Fuchsberger, Brigitte Grothum, Lil Dagover, Klaus Kinski, Marianne Hoppe, Rudolf Fernau, Edith Hancke, Eddi Arent
Vertrieb : Universum Film
DVD-Verleihstart : 22.11.2004
DVD-Verkaufsstart : 22.11.2004
Vertrieb : Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart : 22.11.2004
DVD-Verkaufsstart : 22.11.2004
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