Zwei große Herausforderungen standen bei der Veröffentlichung der Edgar-Wallace-Kinofilm-Reihe im Fokus: Die Bild-/Tonqualität und die Längenfassung.

Bild- und Tonqualität
Bild- und Tonqualität der DVD hängen in hohem Maße von der Qualität des Ausgangsmaterials ab. Für die Masterbänder der Edgar-Wallace-DVDs wurde in der Regel das Zwischenpositiv der Kino-Filme neu abgetastet. Das Zwischenpositiv ist die zweite Generation nach dem Original-Negativ und wurde oftmals weniger in Anspruch genommen als das Negativ. Es ist daher meist weniger zerkratzt und sauberer als seine Vorlage. Das Zwischenpositiv hat zudem im Gegensatz zum Original-Negativ keine Randkerben, die einst bei der Kopierung zum Steuern der Korrekturwerte benötigt wurden, und auch keine Klebestellen – beides verursacht bei Szenenwechseln ein Rucken.
Alle Filme wurden unter Berücksichtigung des Original-Bildformats neu abgetastet. Nach der Abtastung wurde das Bildermaterial in mehreren Arbeitsvorgängen sorgfältig digital restauriert – im Extremfall („Das Gasthaus an der Themse“) mit über 160 Stunden Zeitaufwand.

Längenfassung
Inhaltlich ist das Zwischenpositiv in einigen Fällen umfangreicher als das Original-Negativ, da es oft zusätzliche Szenen oder Teile von Szenen enthält, die beim Original-Negativ aufgrund von FSK-Auflagen herausgeschnitten wurden. Sind FSK-Schnitte auch im Zwischenpositiv durchgeführt, so war es in der Regel nicht mehr möglich diese aufzufinden, da Anfang der 90er Jahre große Teile des „Restmaterials“ zur Vernichtung freigegeben wurden.
Durch das Heranziehen des Zwischenpositivs wurde jeweils die vollständigste noch existierende Fassung abgetastet. Das Fehlerpotenzial einer nachträglichen Vervollständigung eines „verstümmelten“ Negativs – auch mit Blick auf vorangestellte Logos und Marken – konnte somit in den meisten Fällen umgangen werden.

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