DIE SPRACHE
Nach der Besetzung seiner Hauptrollen musste sich Stone sehr sorgfältig überlegen und schließlich auch entscheiden, wie die Dialoge aus seinem Drehbuch für die Leinwand umgesetzt werden sollten. Griechenland und Makedonien waren in der Antike Schmelztiegel für unterschiedlichste Dialekte. Die Menschen reisten ständig in den Ländern der Alten Welt herum, vermischten ihre eigenen Dialekte mit den jeweiligen Muttersprachen und örtlichen Dialekten. Philipps Ausdehnung der makedonischen Grenzen führte dazu, dass Länder hinzukamen, in denen sich Menschen von unterschiedlichster Herkunft niedergelassen hatten. Das hatte zur Folge, dass in Makedonien zur Zeit Alexanders sehr unterschiedlich gesprochen wurde.

Selbst die Makedonier des Hochlands hatten einen anderen Dialekt als ihre Landsleute aus dem Flachland. Für die Südgriechen mit Athen als Zentrum der griechischen Kultur sprachen die makedonischen Griechen mit einem deutlichen Akzent. Um dies widerzuspiegeln, sprachen die Schauspieler, die Griechen und Makedonier verkörperten, ein Englisch mit irischen, schottischen oder walisischen Akzenten. Auf die Gegenwart übertragen, entspricht das dem Englisch, das in verschiedenen Dialekten auf den britischen Inseln gesprochen wird. Als Königin eines Reiches am Rande von Griechenland erhielt Angelina Jolie als Olympias ihren eigenen unverwechselbaren Akzent.

Um die Schauspieler auf diese sprachliche Herausforderung vorzubereiten, engagierte Oliver Stone die britische Sprachexpertin Catherine Charlton. Sie wiederum arbeitete mit Robin Lane Fox zusammen, um sicherzustellen, dass die Namen und Ortschaften der Antike richtig ausgesprochen wurden. Im Endergebnis bedeutet das, dass alle Griechen und Makedonier des Films zwar Englisch sprechen, ihre Akzente aber die außerhalb liegenden Königreiche reflektieren, aus denen sie stammen.
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