DIE MUSIK VON ALEXANDER
Während der Dreharbeiten wandte Stone eine Technik an, auf die er während seiner Karriere immer wieder zurückgegriffen hatte: Als atmosphärischen Hintergrund ließ er zwischen den einzelnen Szenen passende, oftmals tief bewegende Musik einspielen, um Schauspieler und Crew in eine gewünschte Stimmung zu versetzen, um eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Stone hat in seinen früheren Filmen oft Musik verwendet, die ursprünglich nur als Provisorium gedacht war. Diesmal ließ er bereits während des Drehs die 'finale' Filmmusik spielen, die fast gleichzeitig, aber Tausende Kilometer entfernt, vom berühmten griechischen Komponisten Vangelis in Athen komponiert wurde. Inspiriert von der Geschichte Alexanders, der zu seinen persönlichen Helden zählt, ging Vangelis zu den Wurzeln des musikalischen Erbes von Makedonien und Griechenland zurück. Dabei komponierte er nicht nur mit seinem berühmten Synthesizer, sondern bezog auch alte Instrumente wie Trommeln, Lauten, Leiern und Dudelsäcke in seinen Soundtrack ein. (Obwohl Dudelsäcke gemeinhin mit keltischer Musik assoziiert werden, finden sich erste Hinweise auf ihren Gebrauch vermutlich in Nordmakedonien, dem heutigen Bulgarien).

„In den Melodien und Rythmen sind eine Vielzahl musikalischer Einflüsse vermischt“, erklärt Music Supervisor Budd Carr, der seit SALVADOR („Salvador“, 1986) mit Oliver Stone zusammenarbeitet. „Damit verbinden sich auch die Kulturen, auf die Alexander traf: Persien, Afghanistan, Ägypten und Indien. Weil unser Film im dritten vorchristlichen Jahrhundert spielt, kann man nicht einfach zur eigenen CD-Sammlung gehen und dort etwas Passendes heraussuchen. Oliver hat schon immer musikalische Notizen in seine Drehbücher hineingeschrieben, deshalb gab es verschiedene Szenen, in denen Musiker in Makedonien, Persien, Balkh (Afghanistan) und Indien auf ihren Instrumenten spielten. Um die Authentizität zu erreichen, die Oliver in diesen Szenen anstrebte, komponierte, produzierte und nahm Vangelis, der großes musikalisches Wissen über diese Regionen besitzt, Originalmusik für diese Musiker auf, die sie dann vortragen mussten. Sein eindrucksvoller Soundtrack lässt die Vergangenheit lebendig werden und integriert die verschiedensten ethnischen Einflüsse und Instrumente.
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